Alleinerziehend - ein Makel? |
Christiane69 unregistriert
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| Alleinerziehend - ein Makel? |
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Habt Ihr nicht auch manchmal das Gefühl als Alleinerziehende Menschen 3. Klasse zu sein???
Mütter mit Mann gucken einen bedauernd und abschätzend an.
Die Kinder werden als Problemkinder abgestempelt ohne dass man sie näher kennenlernt.
Heute habe ich ein weiteres persönliches Tief erlebt - bei der Wohnungssuche.
4 Telefonate - 4x die skeptische Rückfrage: "Ach so, Sie sind alleinerziehend? Und berufstätig? Und wie alt war Ihr Kind nochmal? Wir melden uns..."
Ich habe es so satt!!! Wir sind alleinerziehend, aber wir haben unser Leben auch im Griff. Wir rennen nicht vor der Verantwortung weg und wir reiben uns auf im Spagat zwischen Lebensunterhalt verdienen und Kind glücklich machen.
Haben andere wirklich das recht uns abzuwerten???
Wie geht Ihr damit um? Wie kann ich mich vor diesen Angriffen innerlich schützen???
Christiane
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30.09.2009 22:10 |
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Detlef
jenseits von gut und böse;-)


Dabei seit: 20.07.2005
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Familienstand: Verheiratet Religion: neuapostolisch Herkunft: Essen (NRW)
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Hallo Christiane,
ich hätte nicht gedacht - und erlebe es eigentlich iim Umfeld nicht so - dass das heute noch ein Problem ist.
Da ich schon ein bissken reiferen Alters bin, kenne ich die von Dir beschriebene höchstens! 3.Klasse für alleinerziehende Mamis und die dazugehörigen Kinder aus Kinder- und Jugendzeiten ("spiel nicht mit den Schmuddelkindern" war mal ein großer Song, der nicht umsonst vordere Plätze in der Hitparade belegte)
Aber heute muß ich sagen, dass (auch in unserer Gemeinde) mit solchen Familienverhältnissen vollkommen relaxt umgegangen wird.
Allerdings zeigt ja die von Dir beschriebene Situation eindeutig ein anderes Bild, welches ich überwunden glaubte.
wünsche Dir viel Kraft, die nötige Gelassenheit und Größe, um mit solchen Typen umgehen zu können
liebe Grüße
Detlef (der übrigens in "geordneten"
Verhältnissen lebt)
__________________ Mit der Liebe ist es, wie mit den Broten und Fischen bei der sogenannten Speisung der 5000:
Du hast scheinbar nie genug davon!
WANN fängst Du endlich an auszuteilen??
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30.09.2009 23:21 |
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netti unregistriert
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Hallo,
erstmal ne Runde gähnen...komme vom Nachtdienst und hab noch etwas Zeit bevor ich den Junior wecken muss.....
Ich hatte diese Probleme eigentlich nicht.Ich habe innerhalb weniger Tage eine Wohnung bekommen.
Natürlich wurde gefragt wie alt sind die kids und nach meinem Beruf.
Ich fühlte mich nie als ein Mensch 3. Klasse. Vielleicht auch weil ich immer berufstätig war und der festen Überzeugung das ich mein Leben auch alleine stemmen kann.
Mein Sohn hat auch Probleme in der Schule und es wurden auch Gepräche mit Psychologen /Lehren geführt.
Aber den Vorwurf, dass ich es Schuld sei , dass diese Probleme da sind habe ich nie bekommen.
Mittlerweile bin ich wieder in einer stabilen festen Beziehung und sicherlich ist das Leben zu zweit einfacher und schöner.
Lass dich nicht fertig machen. Wir wissen alle was alleinerziehende leisten.Sei stolz auf dich!!!!
LG
Annette
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01.10.2009 06:48 |
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Iris unregistriert
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Guten Morgen,
ich hatte bei der Wohnungssuche keine Probleme.
In der Grundschule wurde nur angemerkt das mein Sohn seit der Trennung viel ausgeglichener und konzentrierter im Unterricht ist.
Also hab ich gedacht alles okay.
Dann ist mein Sohn in die weiterführende Schule gekommen,
da sieht die Sache schon ganz anders aus.
Er hat Adhs und ich mußte den Lehrern ja davon berichten weil er Mittags Medikamenten nehmen mußte, mittlerweile ist das Umgestellt worden.
Der Sozialpädagoge hatte dann auch gleich eine schöne Schublade für mich.
Alleinerziehend, Arbeitet, Überfordert und Strukturlos, da ich den Fehler gemacht habe ihm zu sagen das die"Krankheit"meins Sohnes wohl "vererbt" ist. Der Kinderarzt und Familientherapeut hat uns nämlich gesagt mein Mann und ich wären auch "Betroffene" welch schönes Wort.
Ach ja und wahrscheinlich auch noch fanatisch religiös, da wir tatsächlich Sonntags in den Gottesdienst gehen und das Kind angeblich freiwillig, nicht zu glauben.
Gruß Iris
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01.10.2009 07:49 |
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Waage

Administratorin
     

Dabei seit: 17.06.2009
Beiträge: 2.177
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Familienstand: Verheiratet Religion: neuapostolisch Herkunft: Ba-Wü früher NRW
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Was täten wohl manche Menschen, wenn sie andere nicht in Schubladen stecken könnten??? Da müssten sie sich ja selbst ein Bild machen und vielleicht Vorurteile über Bord werfen
Ihr alleinerziehenden Eltern - lasst Euch nicht unterkriegen, ihr müsst 'ne Menge leisten und tut es auch, und dafür habt ihr (nicht nur meinen)
Vielleicht sind die, die ein wenig auf Alleinerziehende "herabsehen" in Wahrheit neidisch, dass Ihr in der Lage wart, klare Verhältnisse zu schaffen, lieber alleine lebt als in einer unerträglichen Beziehung!?!?
Insgesamt beobachte ich in meinem Umfeld, egal ob NAK, Schule oder im Kollegenkreis, dass Alleinerziehende keineswegs als "minderwertig" betrachtet werden.
__________________ Liebe Grüße
Waage
Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut, sondern dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt (A. de Saint-Exupery).
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01.10.2009 08:07 |
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helfu14 unregistriert
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Liebe Christiane,
ich glaube nicht, daß Dein Erleben repräsentativ ist. Schade, daß Du gleich 4 mal auf solche Vermieter gestoßen bist.
Wenn ich mal in meinem Umfeld die Alleinerziehenden durchgehe, so haben sie alle ein sehr schönes Verhältnis zu ihren Kindern. Und die Kinder fühlen sich wohl und geborgen bei ihrem alleinerziehenden Elternteil. Das ist doch eine tolle Leistung. Warum sollte man solche Menschen diskriminieren?
Lass Dich nicht unterkriegen, denn Ihr Alleinerziehenden leistet für Eure Kinder wirklich was.
LG Helmut
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01.10.2009 08:42 |
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Dania unregistriert
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Liebe Christiane,
zunächst einmal möchte ich Dich beglückwünschen, daß Du bereit gewesen bist Verantwortung für Dich, Dein Leben, Dein Kind und dessen Zukunft zu übernehmen. Keine Kleinigkeit. Alles was an Sorgen, Problemen, Belastungen sich bietet, trifft allein auf Dich. Du mußt stets die Starke sein, die alles richtet. Das kostet viel Kraft und dazu gehört auch die Fähigkeit vorausschauend zu denken, zu planen etc.
Zu all dem Wünsche ich Dir viel Kraft und viel positives Erleben.
Was Du z. Zt. erlebst ist heute glücklicherweise nicht mehr die Norm.
Jetzt könnte man ja sagen, Du hast einfach nur Pech gehabt. Das ist ganz sicher nicht so. Mich hat mein schon etwas länger währendes Leben gelehrt, alles hat einen Grund, auch der Mißerfolg. Noch ist für Dich nicht erkennbar, was aus Deinem vermeintlichen Pech Dir evtl. Gutes erblühen könnte. Zuweilen kommt es so und genau das wünsche ich Dir auch sehr.
Dania
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01.10.2009 10:22 |
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Udo unregistriert
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| Zitat: |
| Wir wissen alle was alleinerziehende leisten.Sei stolz auf dich!!!! |
netti - das hast Du schön geschrieben und ich schließe mich dem voll und ganz an!
Hallo Christiane,
Du hast keinen Makel und ich kann aus familiären Gründen mitfühlen.
| Zitat: |
| Wie kann ich mich vor diesen Angriffen innerlich schützen??? |
in dem du in die Augen deiner Kinder schaust, aus der Liebe kommt die Freude...
LG
Udo
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01.10.2009 11:08 |
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Christiane69 unregistriert
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DANKESCHÖN!!!!!
...für Eure Gedanken, aufmunternden Worte und lieben Wünsche!
Ich habe mich gestern wirklich gefühlt, als ob jemand mit dem Damphammer auf mich eingeprügelt hat. Eigentlich bin ein durchweg positiver Mensch (die letzte lebende Optimistin vielleicht
) aber manchmal trifft´s einen hart.
@ Dania:
...kann gut sein, dass es einen Sinn hat. Vielleicht ist meine Traumwohnung einfach noch nicht dabei und ich soll keine voreiligen Schritte machen (der kennt mich ja so gut da oben...)
@Udo:
...ja, wenn ich meinen Sohn sehe und was für ein gutes Team wir sind, dann bin ich glücklich und stolz.
Fühlt Euch alle mal gedrückt
LG
Christiane
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01.10.2009 14:32 |
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Kathi-Bine unregistriert
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Hallo Christiane,
ich kann gut nachvollziehen, dass man als Alleinlebende manchmal das Gefühl hat, alles wäre gegen einen verschworen.
Keine Sorge, es gibt auch jede Menge nette Menschen auf der Welt
Du hast (meine ich gelesen zu haben) vorher im Norden gewohnt und wohnst jetzt in der Ostalb. Das sind nicht nur geografische Welten
Die Leutchens im Süden sind stock(bis stur-)konservativ. Die brauchen eine Weile, bis sie merken, dass Du keine 3 Beine hast
, aber dann können sie auch ganz nett sein
....manchmal.
Kopf hoch, wird schon wieder
LG Bine
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01.10.2009 19:20 |
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Aschenputtel unregistriert
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| RE: Alleinerziehend - ein Makel? |
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| Zitat: |
Original von Christiane69
Wie kann ich mich vor diesen Angriffen innerlich schützen???
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Schützen kann man sich wahrscheinlich nicht dagegen, dafür haben zu viele Leute einfach noch ein Brett vorm Kopf, sorry
Aber vielleicht kannst Du anders mit solchen Angriffen umgehen, wenn Du mal genau hinschaust WER solche Äußerungen tätigt und WER Dir diese Blicke, von denen Du schriebst, rüber wirft.
Sind es nicht oftmals gerade die "ach so perfekten Ehe-Frauen", die in Wirklichkeit gar nichts auf die Reihe kriegen, dies aber niemals zugeben würden?
Oder vielleicht auch manchmal gerade die Frauen, die zwar verheiratet sind, aber in ihrer Ehe unzufrieden? Vielleicht ist da sogar (auch wenn es sich im ersten Moment blöd anhört) ein bißchen Neid dabei?
(Gerade bei uns im ländlichen Bereich, wo jeder jeden kennt, hat man diesbezüglich sehr viel "Anschauungsmaterial"
)
Jede normal denkende Ehefrau und Mutter weiß nur zu gut, WAS ein(e) Alleinerziehende(r) leisten muss. Nämlich die gleiche Arbeit bewältigen wie man selbst, nur MAL 2. Und vielleicht können einfach so manche Verheiratete nicht mit der Tatsache umgehen, dass viele Alleinerziehende ihren Alltag besser meistern und mehr Disziplin haben als man selbst
Ich kann mich Netti nur anschließen: Sei stolz auf Dich, denn bei dem was Du täglich leisten musst, hätten viele schon längst die Brocken hingeschmissen.
Was die "netten" Vermieter angeht, so würde ich versuchen demnächst auf Konfrontation zu gehen. Wenn sowieso schon abzusehen ist, dass Du die Wohnung nicht bekommst, so würde ich wenigstens mal gezielt und provokant nachfragen, welches Problem er/sie mit Alleinerziehenden hat.
Wünsche Dir alles Gute.
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02.10.2009 10:02 |
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struwwel

Administratorin
     

Dabei seit: 03.08.2004
Beiträge: 3.269
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Familienstand: Verheiratet Religion: neuapostolisch
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| RE: Alleinerziehend - ein Makel? |
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| Zitat: |
Original von Aschenputtel
... so würde ich wenigstens mal gezielt und provokant nachfragen, welches Problem er/sie mit Alleinerziehenden hat.
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Hallo Christiane
hast du schon einmal versucht, die Situation aus der Sicht des Vermieters zu sehen? Wenn er weiß, da ist ein z.B. 8-jähriges Kind den halben Nachmittag oder abends alleine zu Hause, weil seine Mutter arbeiten ist? Dass Kinder in diesem Alter noch nicht so vernünftig sind und vielleicht zündeln? Oder Freunde da haben und Unfug machen?
Oder dass das Kind abends weint und Mutter ist nicht da?
Mein Vorschlag wäre, dass du dich auf diese Gespräche vorbereitest und dir überlegst, wie du den Vermietern "den Wind aus den Segeln nehmen" kannst, dass du auf Bedenken sofort eine Antwort parrat hast.
Denke daran: Alleinerziehende sind in vieler Hinsicht "all-round-Talente"
Liebe Grüße und weiterhin viel Kraft
Struwwel
__________________ Ich bin verantwortlich für das was ich sage, nicht für das, was du verstehst!
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02.10.2009 18:00 |
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Christiane69 unregistriert
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@struwel:
schön, dass Du so gut von den Menschen denkst - aber denen war´s nur wichtig, dass ich genug Geld verdiene. Und dass es nicht zu laut wird im Haus. Und das ist nicht nur so ein Gefühl...!
@Aschenputtel:
ich glaube, dass könnte mir wirklich gut tun mal auf Konfrontation zu gehen. Und die Menschen mal ein bischen aufmerksam zu machen, was für einen Mist sie da von sich geben und wie verletzend das ist.
Ganz nüchtern betrachtet - geht ja heute wieder mit ein bischen Abstand
- wissen die meisten wohl nicht was sie da sagen.
Ich habe schon so viel gewuppt, da werde ich das doch wohl auch noch schaffen
Danke für´s Mut machen!
Christiane
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02.10.2009 21:40 |
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Iris unregistriert
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03.10.2009 16:11 |
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Christiane69 unregistriert
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Das kann ich nur bestätigen. Die Reaktion auf eine Trennung ist in unseren Gemeinden heftig!
Mein damaliger Hauspriester (und Freund) zog sich vollkommen zurück und war auch bei hilfesuchenden Gesprächen meinerseits sehr distanziert.
Seid doch froh, wenn es euch nicht passiert!!! Von uns hat sich das keiner ausgesucht. Ich denke beim Ehegelübde vor dem Altar haben wir alle daran geglaubt und gehofft, dass es ewig hält.
Und das schlechte Gewissen, dass man Gott gegenüber hat, weil man das Gelübde nicht gehalten hat, ist ein verdammt schwere Last.
So geht es mir zumindest. Auch wenn ich weiß, dass ich alles versucht habe und es keine Alternative gab
.
Viele gehen nach solch einer schlechten Erfahrung unserer Gemeinschaft verloren. Und ich kann es niemandem verdenken.
Christiane
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03.10.2009 19:18 |
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campingfan unregistriert
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Hallo Christiane,
ich habe jetzt erst einen Thread gelesen. Warscheinlich hatte ich bei der Wohnungssuche einfach das Glück das ich einen einen guten und sehr sicheren Job habe - als genug Geld verdiene
Zumindest hat mein Vermieter etwas gelernt. Zur gleichen Zeit zu der wir eingezogen sind hat er die Wohung unter uns an ein junges Paar vermietet. Als die nach einen halben Jahr wieder draussen waren hat er bestimmt drei Kreutze gemacht - und was meinst du wer hat die Wohnung danach bekommen? der zwei alleinerziehende Papa
In der Gemeinde hatte ich heute wieder ein nicht so schönes erleben - nicht böse aber einfach nicht schön. Nach den GD war noch Kaffeetrinken angesagt. Und irgendwann sass ich dann auch mit meinem Kaffee etwas verloren da rum. Dann setzt sich ein guter Bekannter neben mich um auch einen Kaffee zu trinken. Wir hatten das Gespräch noch nicht wirklich begonnen, da meinte er: "oh, meine Frau die sitzt da hinten ganz alleine, da muß ich erst mal hin!"
Irgendwann habe ich mich dann wieder mal, ohne mich zu verabschieden, durch den Seiteneingang verdrückt ...
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04.10.2009 16:36 |
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fazerBS

Moderatorin
   

Dabei seit: 21.01.2005
Beiträge: 1.933
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Religion: neuapostolisch
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Aus meiner Sicht kann ich das nicht so bestätigen. Gut, auf die Trennung haben die Geschwister auch komisch reagiert - und ich selber hatte genug Probleme damit, mir das zu vergeben. Obwohl ich rein logisch gesehen alles versucht hatte und es keinen anderen Weg gab. Nun ja, nach alter Väter Sitte musste ich die Sonntagsschule abgeben - was bei "meinen" Kids zu einigen Fragen geführt hat, die ich auch nicht wirklich ehrlich beantworten konnte ("weil das eine Regel ist" fand ich keine gute Antwort).
Dann wurde unsere Gemeinde geschlossen - und die neue Gemeinde kennt mich nur alleinerziehend. Ist überhaupt kein Thema mehr. Ich habe mehrere (meist Schwestern, aber die Brüder sprechen auch schon mal mit mir - sozusagen "dienstlich") mit denen ich mich unterhalten kann. Wenn mal nach dem GD was "los" ist, dann bin ich auch mittendrin - und meine Tochter unter den anderen Kindern. Auch in der Schule kann ich keine Probleme vermelden. Sie hat Freundinnen aus "intakten" und auch anderen Familien.
Wohnungssuche war bei uns kein Problem, ist allerdings eine Großstadt.
Das ein Vermieter sichergehen will, dass man die Miete bezahlen kann, finde ich aus seiner Sicht verständlich.
Jedenfalls wünsche ich Dir viel Erfolg - und ein dickes Fell!
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05.10.2009 21:13 |
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campingfan unregistriert
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| Zitat: |
Original von fazerBS
...
Nun ja, nach alter Väter Sitte musste ich die Sonntagsschule abgeben...
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hmm - hast du sie mittlerweile wieder oder willst du sie nicht mehr?
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05.10.2009 22:45 |
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Christiane69 unregistriert
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| Zitat: |
Original von fazerBS
...
Nun ja, nach alter Väter Sitte musste ich die Sonntagsschule abgeben...
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Das habe ich jetzt schon ein paarmal gehört, dass getrennte ATs ihr Amt niederlegen müssen.
Dass man für schwierige Zeiten beurlaubt wird ist ja ok. Aber alles andere ist doch realitätsfremd.
Es sind so viele Kinder aus Trennungsfamilien in der SoSchu, wer könnte ihre Sorgen und Nöte denn besser verstehen, als der, der selber da durch gegangen ist.
Wenn wir nur versuchen den Schein zu wahren, werden wir solche Familien verlieren.
Christiane
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06.10.2009 13:23 |
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Waage

Administratorin
     

Dabei seit: 17.06.2009
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Familienstand: Verheiratet Religion: neuapostolisch Herkunft: Ba-Wü früher NRW
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| Zitat: |
Original von Christiane69
Das habe ich jetzt schon ein paarmal gehört, dass getrennte ATs ihr Amt niederlegen müssen.
Dass man für schwierige Zeiten beurlaubt wird ist ja ok. Aber alles andere ist doch realitätsfremd.
..
Christiane |
Gehört habe ich auch davon, aber zumindest scheint es auch Ausnahmen zu geben. Vor ein paar Jahren ist ein Priester in unsere Gemeinde gekommen, der geschieden ist, aber sein Amt nach wie vor (Gott sei Dank!!!) ausübt. Eigentlich eine logische Folge der Eigenverantwortung.
Kann vielleicht einer unserer AT-Fories etwas dazu sagen??
__________________ Liebe Grüße
Waage
Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut, sondern dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt (A. de Saint-Exupery).
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06.10.2009 13:43 |
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giggi unregistriert
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Als geschiedene und wiederverh. Frau kann ich Vieles nicht mehr verstehen.
Frauen und Männer die ihre Kinder alleine erziehen müssen leben in einer besonderen Lebenslage. Oft haben sie keinen Ansprechpartner der sie versteht.
Als ich vor mehr als 15 Jahren in der gleichen Lage war musste ich um jede Kleinigkeit kämpfen.
Ok bei der Wohnungsuche hatte ich mehr Glück als sonst was.
Überall musste ich erklären warum und wieso.
Einen Hortplatz(für die Kinder) an der Schule habe ich nur bekommen, weil die Lehrerin meiner Tochter sich für uns eingesetzt hat.
In erster Linie waren diese Plätze für Kinder wo beide Eltern arbeiten.
Bei mir war es so das ich gearbeitet habe ,um aus der Sozialhilfe zukommenund damit ich wieder ins Berufsleben einsteigen konnte.
Meine Glaubensgeschwister haben mich in dieser Zeit nicht im Stich gelassen und das tat gut.
Ja meine Glaubensgeschwister waren Grosselternersatz, Freunde und ....Seelentröster.
Es war auch zu dieser Zeit das ATs ihr Amt
abgeben mussten, wenn sie in Trennung lebten.
Es entspricht nicht der Realität das Ats sich mit Problemen befassen wo sie keine Erfahrung selbst gemacht haben.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von giggi: 06.10.2009 19:35.
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06.10.2009 14:17 |
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Aschenputtel unregistriert
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| RE: Alleinerziehend - ein Makel? |
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| Zitat: |
Original von Iris
Aber anscheinend fallen getrenntlebende Frauen gleich über jedes Mannsbild her das nur guten Tag sagt. |
Liebe Iris,
ich mußte etwas schmunzeln als ich diesen Satz gelesen habe. Es stimmt sicherlich, dass dieser Gedanke in den Köpfen der Leute existiert, aber es ist definitiv noch so ein alter Zopf, der hoffentlich auch irgendwann noch abgeschnitten wird.
Ich bin jetzt mal ganz gemein und ernte mit Sicherheit pure Entrüstung; aber mittlerweile gibt es wahrscheinlich mehr verheiratete als alleinlebende Frauen, die über jedes Mannsbild herfallen würden, da sollte MANN wohl eher mal drauf achten
....konnte ich zumindest in letzter Zeit sehr häufig beobachten......
Was das Gespräch mit einem Seelsorger angeht, nun, da gibt es ja klare Vorgaben. Und das betrifft nicht nur alleinlebende Schwestern, sondern alle Frauen. Es dient eben auch einfach zum Schutz.
Denn sowohl hüben wie drüben hat es schon immer in früheren Zeiten Verfehlungen und Belästigungen gegeben, wenn die Regeln diesbezüglich missachtet wurden.
Aber ich denke man kann sich auch da ganz prima arrangieren. Wenn z.B. ein AT zu einem Gespräch zu sich nach Hause einlädt, wenn seine Familie irgendwo im Hause ist, oder wenn er eine Schwester ALLEINE besucht, so denn noch andere Verwandte, Freunde oder Kinder im Nebenzimmer oder irgendwo im Haus sind, dann spricht da auch nichts gegen. Und ich kenne sehr viele Seelsorger, die das so handhaben.
Ich würde das echt nochmal deutlich ansprechen. Schließlich hat doch jeder das Bedürfnis bestimmte Dinge, Probleme ALLEINE mit dem Seelsorger zu besprechen.
Wenn man nun wirklich niemanden hat, der als "Anstandswauwau" dienen könnte, dann sollte man wenigstens das Recht haben, nach dem GD in der Sakristei ein paar Worte unter VIER Augen mit dem zuständigen AT zu sprechen. Ich würde mir das echt verbitten, wenn dann noch 6-10 andere Augen und Ohren mit dabei wären.
Es ist doch irgendwie auch absurd, dass man Menschen, die so oder so schon bestimmt nicht gerne alleine sind, auch noch gerade deshalb diskriminiert. Und christlich ist es letztendlich auch nicht.
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06.10.2009 15:02 |
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struwwel

Administratorin
     

Dabei seit: 03.08.2004
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Familienstand: Verheiratet Religion: neuapostolisch
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| RE: Alleinerziehend - ein Makel? |
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| Zitat: |
Original von Aschenputtel
... dann sollte man wenigstens das Recht haben, nach dem GD in der Sakristei ein paar Worte unter VIER Augen mit dem zuständigen AT zu sprechen. Ich würde mir das echt verbitten, wenn dann noch 6-10 andere Augen und Ohren mit dabei wären.
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Warum müssen die Gesprächer überhaupt in der Sakristei stattfinden, wo sich die anderen ATs aufhalten? Nahezu jede Kirche verfügt über Nebenräume, sei es ein Unterrichtsraum, sei es der Mutter-Kind-Raum...
__________________ Ich bin verantwortlich für das was ich sage, nicht für das, was du verstehst!
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07.10.2009 07:42 |
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tosamasi

jenseits von gut und böse;-)


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Familienstand: Verheiratet Religion: neuapostolisch Herkunft: aus dem tiefen Süden
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| RE: Alleinerziehend - ein Makel? |
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Diese Besuchsregelung betrifft ja nicht nur allein lebende Mütter, sondern alle Frauen, die -wenn vielleicht auch nur momentan aus den unterschiedlichsten Gründen- allein sind. Ich hatte das auch bei berufsbedingter längerer Abwesenheit meines Mannes. Hier entwickelte sich m.E. geradezu eine Phobie.
Natürlich wollen sich die At gegen üble Nachrede schützen, das ist verständlich. Jeder aber kann ja mal ein sehr persönliches Problem haben, das er lieber unter vier Augen besprechen möchte, verpartnert oder nicht.
Schließlich gibt es auch div. Erlebnisse hinsichtlich der (versehentlich?) nicht ganz so ernst genommenen Schweigepflicht.
__________________ Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi
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07.10.2009 11:36 |
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Aschenputtel unregistriert
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| RE: Alleinerziehend - ein Makel? |
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| Zitat: |
Original von struwwel
Warum müssen die Gesprächer überhaupt in der Sakristei stattfinden, wo sich die anderen ATs aufhalten? Nahezu jede Kirche verfügt über Nebenräume, sei es ein Unterrichtsraum, sei es der Mutter-Kind-Raum... |
Ja, kommt auch vor.....aber da halten sich ja oft noch Kids auf oder es kommt ständig jemand rein. Bei uns ist es immer so, dass wenn eine Schwester wegen eines Seelsorgegesprächs mit einem AT in der Sakristei ist, dass dann alle anderen AT´s raus gehen müssen und auch so lange draußen zu bleiben haben, wie das Gespräch dauert. Es sei denn, es macht der Schwester nichts aus, dass andere dabei sind. Aber zumindest hier im Bezirk sind die AT´s so fair vorher zu fragen.
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07.10.2009 13:48 |
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Waage

Administratorin
     

Dabei seit: 17.06.2009
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Familienstand: Verheiratet Religion: neuapostolisch Herkunft: Ba-Wü früher NRW
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| RE: Alleinerziehend - ein Makel? |
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So ähnlich läuft es bei uns in der Gemeinde auch. Darüber hinaus gibt es ja auch noch die Möglichkeit, per e-Mail Kontakt aufzunehmen mit dem betreffenden AT oder Vorsteher, ihm das Anliegen zu schildern und um eine Antwort und/oder einen Gesprächstermin unter 4 Augen zu bitten.Damit habe ich recht gute Erfahrungen gemacht.
__________________ Liebe Grüße
Waage
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07.10.2009 13:56 |
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fazerBS

Moderatorin
   

Dabei seit: 21.01.2005
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Religion: neuapostolisch
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campingfan fragte
| Zitat: |
| hmm - hast du sie mittlerweile wieder oder willst du sie nicht mehr? |
Seit ich "ordentlich" geschieden bin habe ich sie wieder - allerdings inzwischen andere Kinder und andere Gemeinde.
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08.10.2009 13:41 |
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campingfan unregistriert
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| Zitat: |
Original von fazerBS
campingfan fragte
| Zitat: |
| hmm - hast du sie mittlerweile wieder oder willst du sie nicht mehr? |
Seit ich "ordentlich" geschieden bin habe ich sie wieder - allerdings inzwischen andere Kinder und andere Gemeinde. |
Als ich "ordentlich" geschieden war und äussere Ruhe eingekehrt war, hat man mich auch wieder gefragt ob ich ein Amt übernehmen würde - danach habe ich dann auch die Kinder bekommen
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08.10.2009 21:47 |
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Iris unregistriert
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09.10.2009 15:31 |
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Anja unregistriert
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Alleinerziehend - ein Makel?
Ich denke nicht, das man das so einfach beantworten kann.
Einige sind da sehr tolerant - andere wiederum stempeln einen ab.
Ich kann nicht beurteilen, wie das bei einer Trennung ist, denn ich war noch nie verheiratet.
Mit Vorurteilen habe ich allerdings auch schon so meine Erfahrungen gemacht.
Bei meinem Vermieter - Ehepaar zum Glück nicht, wir dürfen sogar den Garten nutzen und sie haben eine Spielecke für meinen Sonnenschein eingerichtet. Vielleicht ist sie ihr Enkelkindersatz.
Ich weiß aber, das es da auch viele Vorurteile gibt - genauso wie im Berufsleben.
Auch da hatte ich wirklich Glück, das ich nach dem Jahr Pause wieder in meinem Job halbtags anfangen konnte.
Das erste Jahr gehörte einfach nur meiner Tochter.
Aber in der Kirche war es schon manchmal ein Makel.
Vielleicht kann sich das manch einer vorstellen.
Mit 25 eine 5 bzw fast 6 jährige Tochter, alleinerziehend, Single und ich habe keinen Namen des Vaters eintragen lassen.
Da gab es jede Menge Schwierigkeiten und auch Vorurteile zu bekämpfen.
Gerade Ausbildung fertig und schon schwanger usw.
Hey, was ist mit Respekt vor der Entscheidung?
Ich hätte mein Kind nicht behalten müssen.
Mein kleiner Schatz war nicht geplant, ist kein Erzeugnis einer gewollten Tat.
Aber ich habe gelernt damit klar zu kommen und nach den paar Wochen psychologischer Beratung - konnte ich mein Baby im Bauch von Herzen willkommen heißen.
Sie ist ein Teil von mir - ihr biologischer Erzeuger spielt keine Rolle.
Das war auch keine einfache Entscheidung.
Natürlich wissen nicht alle die Umstände - aber ich hatte so schnell meinen Ruf weg.
Obwohl ich nichts falsch gemacht habe.
Mittlerweile bin ich in der Gemeinde gut integriert - aber es war nicht einfach.
Ich hab ihnen bewiesen, das ich meinen Job als Mama gut mache und ich habe ja auch meinen Beruf.
Auch wenn ich nicht viel bieten kann, weil ich nur halbtags arbeite, um möglichst viel Zeit mit meinem Sonnenschein zu verbringen.
Denn das wichtigste ist doch ihr ein stabiles Zuhause zu geben und all die Liebe und Fürsorge die ein Kind braucht.
Die Kleine kommt immer zuerst und ich denke, ich lege ihr auch gut die Werte und den Glauben ans Herz.
Es gab viele Beurteilungen als ich schwanger geworden bin,
auch jetzt kommt manchmal noch: Ein Kind braucht doch einen Vater.
Sicher wäre es schöner und vielleicht treffe ich irgentwann jemanden bei dem es paßt.
Aber ich heirate nicht, damit es finanziell einfacher wird oder damit die Leute nicht reden.
Es muß schon Liebe sein
Auch in einer Ehe sind Kinder nicht immer gut behütet und aufgehoben.
Und wie oft werden Kinder in Streitigkeiten hinein gezogen?
Ich denke, es gibt selten was ganz perfektes.
Alleinerziehend ist nicht optimal - aber es kann sich ja noch was ändern.
Aber wer es jetzt besser macht - kann man nicht pauschal sagen.
Das muß jede Mama für sich schauen. Oder jeder Papa.
Meine Kleine ist glücklich und ausgeglichen - das zeigt doch:
So falsch kann ich es nicht machen.
Aber ich denke schon, das es oft ein kleiner Makel ist.
Kein Makel an uns - sondern ein Makel in den Köpfen intoleranter Menschen.
Lasse reden....
Was Gespräche mit AT angeht: Sie kommen immer zu zweit zum Hausbesuch.
Ich bin da dreist und habe mir den Jugendleiter als Hauspriester ausgesucht und einen bestimmten Diakon als Begleitung.
Denn was nützt es mir, wenn ich den AT, die mich besuchen nicht vertrauen kann?
Da gab es auch schiefe Blicke - aber es muß ja auch für mich passen.
LG Anja
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Anja: 27.06.2010 21:07.
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27.06.2010 20:51 |
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