Hallo |
AnaRed unregistriert
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Ich wollte erst einmal Hallo sagen, bevor ich hier etwas von mir gebe.
Schön das ich diese Seite gefunden habe und ich sehen kann, dass auch in der NAK ein ungeliebtes Thema: ein Thema ist.
Ich habe einen 11 jährigen Sohn, da wurde im Kindergarten schon festgestellt das er "anderst" ist. Auch ich habe aus gutem Grund vor 2 Jahren eine Testung stellen lassen und mich wundertes es nicht, das "wir ADHS`ler sind.
In manchem erlebten Geschriebenen habe ich mich wieder gefunden und mitgefühlt der Schwierigkeiten, die unsere Kinder und auch bei uns Erwachsenen, gerade da wo man etwas Verständnis erwartet (dadurch auch mehr entäuscht ist) entgegen wirkt.
Ich war Jahrelang nicht in der Kirche, aus dem Erlebten heraus. Auch heute bin ich kein "normales" vorzeige Gotteskind, doch ich bemühe mich. Die Empfindsamkeit die einen durch diese Krankheit begleitet, scheint für viele Aussenstehende nicht nachvollziehbar zu sein (obwohl sie nicht nur negativ einzuschätzen ist).
Schon früh wurde einem gesagt, man solle nicht so empfindlich sein und ich verstand damals die Welt nicht mehr.
Ich sah Amtsträger, die wie ich heute noch höre - auch Menschen sind und es hat sich keiner an seinen Platz gestellt, - noch grobere zwischenmenschliche Fehler machen.
Ich finde, das ist wohl Jedem bewusst, aber es sollte auch keine Ausrede sein, oder?
Zurück zum Eigentlichen: ADHS
Egal wer dem Glauben an Schuld, nicht Schuld, an Medikamente oder andere Lösungsvorschläge obliegt, ich denke es ist und bleibt ein Anderst sein.
Bei mir hat sich die Krankheit nicht verwachsen und als Frau, habe ich auch das Glück ein Treffer zu sein, was sonst 2 Drittel den Männer zusteht.
Gerade in der Kirche stößt man auf viel Unverständnis, erst kürzlich wurde mein Kleiner von dem "lieben Sonntagsschullehrer" endlich einmal zurecht zusammengestaucht, was er schon lange bräuchte, so die Aussage.
Mein Sohn der kein Weichei ist, fing an zu weinen und will seither nicht mehr hin.
( was Du einem meiner Geringsten,........ )
Trotz meines Bemühens ( vor diesem 100 ten Erg.) meinen Vorsteher um inneraktive Aufklärung in der Gemeinde mobilisieren, wurde diese abgelehnt.
Ich selbst habe mich Jahre bemüht, meinem Sohn einen einigermaßen fairen Weg zu bieten. Was Schule, Verwandtschaft, Kirche, Umfeld usw. betrifft, heute kann/darf ich sagen, Schule/Therapeuten/Jugendamt/das Kind selber, extra coaching und und und findet alles statt und fruchtet auch. Wir haben die Ernährung umgestellt, treiben viel Sport und lassen vor allem den Zucker weg ( was bei meinem Sohn eine Überreaktion seines tempramenten Verhaltens fördert) .
Alle ziehen mit, nach vielen anstrengenden Gesprächen, immer noch währenden "Tables" und Meetings, aller Beteiligten.
Es ist Kraftaufwendig, einsam und manchmal denke ich ein aussichtsloser Kampf.
Doch ich weiss wie tief die Wunden sein und werden können, die Aussenstehende schlagen, genau bei diesen Kindern. Die ungefiltert sich jedes Wort, jede Tat tief zu Herzen nehmen. Die schon wissen wer Ihnen gut gesinnt ist oder nicht, sobald sie kurz in einem Raum sind. Denn dieses Anderstsein, gibt auch emotionales Wissen und hat nicht nur Schattenseiten.
Alle beteiligen sich und liesen sich mitschulen und mitreissen - ausser die Kirche, finde ich komisch oder besser gesagt traurig.
Doch ich will auch sagen oder muss, natürlich bin ich nicht jederzeit imstande ihm, also meinem Sohn, die Stabilität und Fürsorge zukommen zu lassen, die er bräuchte.
Doch ich arbeite daran, aus gegebenem Anlass fällt es mir natürlich schwer, geregelt seinen Alltag zu begleiten, wo ich selber mit meinem kämpfe.
Was nicht heisst, das ich es nicht tue oder mich hinter einer Aussage/Krankheit verstecke. Ganz im Gegenteil, ich kämpfe, bete und bitte, da mir alleine oft die Kraft fehlt.
Solche Kinder, sind und bleiben wunderbare Sonnenscheine, doch sie kosten auch sehr viel Kraft und wenn man die Hälfte der Kraft aufwenden muss um das Kind zu schützen und nur einigermaßen Fairness zu erfahren, da fehlt eben die Kraft wo es wichtiger wäre.
Wäre schön, wenn etwas mehr Verständnis aus den eigenen Reihen rüber käme.
Doch Liebe, die kann ich ihm geben und das tue ich auch.
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19.06.2009 00:28 |
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Limale unregistriert
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Liebe Anared,
herzlich willkommen
Jedes Kind ist Gottes Kind und jedes Kind ist ein kleiner Sonnenschein. Du hast ein wunderbares einzigartiges Kind und du bist sicher eine tolle aufopferungsvolle Mutter die sich viele Gedanken macht, sonst würdest du ja auch hier nicht schreiben.
Ja, es gibt immer Leute, die kein Verständnis zeigen, wenn jemand "anders" ist. Das fängt oftmals in der Verwandschaft an, Nachbarschaft, Kindereinrichtung, Schule und leider auch in der NAK. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass man es leichter wegsteckt, wenn ein Nachbar eine dumme Bemerkung macht, als wenn jemand aus der NAK was negatives sagt. Das trifft doppelt und dreifach und warum: weil man etwas anderes erwartet und immer wieder enttäuscht wird. Lass dich nicht davon runterreißen, ich denke mal, die meisten haben Verständnis nur sagen die es nicht. Wir hören halt immer nur leider die Meinung derer, denen es nicht passt.
"Ich bin o.k., du bist o.k." das ist der Leitspruch unseres Bez. Ap. Klinglers und es ist gar nicht so einfach, das umzusetzen, wenn man es ernst meint. Ich sage es mir auch immer mal und versuche so, meinen Nächsten zu nehmen, wie er ist. Das ist nicht immer leicht.
Nun wünsche ich dir und deinem Kind viel Kraft, setz dich mit dem A...... auf dumme Bemerkungen und mach deinen Weg.
Liebe Grüße
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20.06.2009 22:13 |
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AnaRed unregistriert
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Danke, ich habe mich gefreut das Du geantwortet hast.
Ist einfacher gesagt wie getan, aber Du weisst das ja.
Eigentlich sausse ich oft als Letzte in die Church und büx ganz gerne schnell wieder aus. Was nicht heisst, das mich die Leute stören - oft bin ich bewegt und möchte das Ganze verarbeiten.
Allerdings durch meinen Kleinen, bleibt mir manchmal nicht die Wahl, ausser der Abend GD. Wenn dann so etwas "menschliches" kommt, ist natürlich Arbeit angesagt
.
Ich habe mich vor 2 Jahren entschieden, öfters mal in eine Andere zu gehen.
Das hilft mir dann, mein Inneres mit dem Negativen zu händeln. Ich geh dann schon wieder mal in "meine" und schau dann, wie es mir geht und wie weit ich bin.
Oft bin ich selber überrascht, wie schnell sich etwas mit Abstand verflüchtigt und wie gut es sich an einem anderen Ort verarbeiten ließ. Manchmal auch, um dem Anderen nicht mein Temperament aufzubürden
Es ist also keine wirkliche Flucht, sondern eine Zeit der Ver und- Aufarbeitung.
Allerdings und nun komme ich auf Dein Geschriebenes, fiel mir auf, das es manchen ganz recht ist - wenn man nicht da ist und Schwäche ist ja auch benutzbar. Witzig!
Was mich natürlich veranlasst, mehr an mir zu arbeiten und nicht mehr so viel zu flitzen und mag ich dann manchesmal auch nicht im Chor mein Plätzlein einnehmen sondern im "Aquarium".
Eben ganz nach Gefühl und können, ist halt nicht Jeder so wie der Andere.
Liebe Grüsse AnaRed
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20.06.2009 23:36 |
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Limale unregistriert
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Hallo Anared,
hab heut im GD oft an dich gedacht. Mein Kleiner (3 J.) ist heut wieder völlig ausgetickt und das bereits nach dem Textwort. Ich gehe aus dem Lokal und versuche dann auch, die Ruhe zu bewahren und ihn zu beruhigen. Was mich immer stutzig macht ist, er kreischt und schreit ganz bewußt laut los - ohne jede Vorankündigung. Es ist kein Weinen sondern nur laute kreischende Schreie. Zwischendurch sagt er dann immer "Mama bitte hilf mir". Wenn er sich dann beruhigt hat, sind wir wieder in den Kirchenraum (das drei/vier mal) und wieder raus. Wenn wir draußen sind, möchte er ja wieder rein. Zu Hause oder bei den Oma's ist er auch lebhaft aber so wie in der Kirche erleb ich ihn sonst nie. Es ist für ihn eine absolute Qual, ruhig in der Kirche zu sein. Ich überleg schon, ob ich die nächsten GD mal zu Hause bleib und wenn er größer ist, es nochmal versuche. Aber dann sind immer irgend welche Aktivitäten in der Kirche, die ich auch gern erleben möchte und somit beginnt das halt immer auf's Neue. Der einzige Vorteil, den ich mir hieraus nehme ist, dass ich viiiiiieeeel Verständnis für andere aufbringen kann. Bei uns gibt es auch liebe Eltern, die anschließend zu mir kommen und sagen, ach mach dir nichts draus, bei unserem Kind war das auch so, das wird schon irgendwann. Das tut so gut und später werd ich das bestimmt auch so machen und andere trösten. von solchen Geschwistern wünsch ich mir ganz viele
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Limale: 21.06.2009 13:16.
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21.06.2009 13:14 |
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Stier unregistriert
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Hallo Limale
Also da fließt mein Herz über, vor Mitleid für den Kleinen.
Ganz klar, dass es für ihn eine absolute Qual ist.
Als ich neulich bei uns in einem gut 2 Std. BAP-GD war, konnte
ich aufgrund meiner Erkrankung auch nur draußen sitzen.
Inzwischen gibt es bei uns 2 Räume mit Glas.
Der Eingangsbereich mit schönem großen Glasfenster und noch
neu ein Aquarium
was wohl total überfüllt war.
Nun erlebte ich auch 2 Mütter, die mit ihrem Kleinen, beides Jungs,
raus mussten.
Beide Kinder quälten sich sehr.
Die Mütter ebenfalls.
Ich versteh´s nicht !
Geht denn alles rückwärts ?
Keiner hatte für sein Kind eine Ablenkung dabei.
Nach dem GD entschuldigte sich die eine Mama für die Lautstärke
des kleinen Mannes.
Das heißt, die Mama hatte nur Qual und schämte sich auch noch
das Kind hatte eine totale Qual.
Warum tut man sich und dem Kind sowas an ?
Mein 4.Kind war auch ein Unruhegeist.
Mit ihm ging ich in die Sakristei, wo vor 10/15 Jahren ein TV-Gerät
stand, was den Dienenden am Altar zeigte.
Ich ließ mein Kind mit einer ganzen (kleinen) Legokiste am Boden
spielen.
Da konnten konservative noch so böse gucken.
Mein Kind spielte ganz lieb und ich konnte fast ungestört der Predigt
folgen.
So hatte keiner von uns beiden eine Qual, sondern wir haben es so
positiv wie nur möglich gemacht.
Es wurde auch niemand gestört.
Es sei denn, es störte sich jemand an meiner Art, meinem Kind
positiv über diese Zeit hinweg zu helfen.
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21.06.2009 14:13 |
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elli unregistriert
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Hallo Limale
Ich kann dich gut verstehen, da kommt man als Mutter schon ins schwitzen. Versuch doch mal von Anfang an mit den kleinen Mann im Mutter-Kind-Raum zu gehen. Vielleicht ist das für ihn ein bisschen lockerer. Er kann sich vielleicht ein bisschen freier bewegen. Ich habe meinen Kindern immer Pixi-Bücher mitgenommen. Wenn er mal redet, kannst du anders auf ihn eingehen, als im Kirchenschiff. Vielleicht legt sich das mit der Zeit, das du dann mit ihm wieder ins Kirchenschiff gehen kannst.
Ein lieb gemeinter Rat
von elli
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21.06.2009 19:10 |
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AnaRed unregistriert
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Hallo Limale
Es hat mich sehr berührt als ich Deinen Text gelesen habe, zu gut kann ich mir vorstellen - wieviel in dieser 1 std zusammenspielt - was doch schön und kraftschöpfend sein soll.
Mein Kleiner, war wirklich auch so quirrlig ( und hat sich auch so gequält ) und auch heute noch wenn er neben mir sitzt, fasse ich ihm liebevoll aufs Knie - wenn er langsam unruhiger wird oder er kuschelt ( Körperkontakt, ganz wichtig bei meinem Sohn ) sich (m. 11
) immer noch an meine Schulter und döst.
Ab und an lasse ich ihn aufstehen oder wir sitzten gleich am Eingang unterm Mantel, direkt fast Türe ins Freie - wo er dann mal für 5 Minuten raus gehen kann.
So werden diese Kinder auch im Alltag betreut, da es mit der Konzentration eben nur etwas ist, wenn es fetzt ~lächelt~ und das "normale" wird langsam über Jahre geübt und aufgebaut.
Wenn man Erwachsen ist, empfindet man eine sehr "unangenehme" Unruhe und würdest am Liebsten immer aufstehen um auch mal zu stehen oder die Füße zu bewegen, da ist es im Chor sitzenwenigstens eine kleine Hilfe.
Da lassen sich die Dinge definieren, aber nicht umsetzen. Obwohl ich schon in mancher Ecke war, da war das kein Problem. Man stelle sich vor, das ist ein Bedürfnis - wie gähnen, niesen, Durst oder oder, ebem vom Körper ein Grundbedürfnis. Und je Unwohler man sich fühlt, je dringender wird dieses.
Genauso wie diese Kinder "nicht" hören, sie können es nicht - ein tipp an die Schulter, Augenhöhe - Körperkontakt und sie können einen wahrnehmen.
So mancher hat meinen Sohn angeschrien und ihm eine gepfeffert, weil er nicht gehört hat. Nachdem ich von ADHS und den Grundlegenden Einschränkungen gehört habe, ist mir vieles aufgefallen und manche Träne geflossen, um seiner ungerechtfertigten Verletzungen willen.
Bei mir ist es heute auch noch so, Anspannung und zuviele Menschen in einem Raum ( Geräusche ), dann noch ein Quäntchen Unsicherheit, lassen das Gesprochene mich nicht erfassen.
Da das Rascheln des Rockes, das laute Wirrwar der Stimmen und viele viele Nebengeräusche dazu, ein Chaos und null Klarheit eben.
Das es Deinem Kleinen so schwerfällt tut mir im Gefühl weh und ich wusste erst spät wie ich meinem Sohn wirklich helfen kann. Die Blicke der Anderen ( auch Eigenen) hat mich mehr und mehr verunsichert und dazu beigetragen, dass mein Kleiner - der das ja spürte - noch quirrliger wurde. Der Ruf nach schlechter Erziehung/Eltern wurde laut und entstand in dieser Zeit.
Da wir damals nicht wusste, was ihn quält habe ich vieles ausprobiert, auch Dinge die ich hier gelesen habe. Anderer Raum, Aptei, Bücher - Bauklötzchen. Was wirklich geholfen hat, bei uns war - wenn Du es wissen magst - war Körperkontakt und Ablenkung und Essen *g*. Salzstengele waren sein Renner.
Als er bisschen älter war, sprach ich vor dem Gottesdienst mit ihm und unterteilte diesen in kleinen Schritte und lobte ihn im GD noch. Daran waren Bedingungen geknüpft, damit er sich etwas besonderes erarbeiten konnte. Wenn er bis zum Ämterwechsel aushielt, gabs Gummibärchen oder einen Gummiball Zuhause - oder ein Besuch im Thermalbad, eben das was er gerne machen wollte und auch im Rahmen und Familienleben passte. Das hat geholfen und so habe ich es über die Jahre gesteigert und meistens hats dann geklappt. Doch jeder Tag ist nicht gleich und bei den Kindern auch nicht.
Die Zeit in der Du steckst - ist schwer für die Kinder und ich kann nachvollziehen, dass es ein Marathonlauf ist. Die Abendgottesdienste wurden voll ausgekostet und mein Ex-Mann und ich haben uns abgewechselt, von den Sonntagen haben wir wenig mitgenommen.
Du hast wenigstens Geschwister um Dich, die Dich verstehen und nicht vergessen haben wie das bei den eigenen oder bei ihnen selber war.
Das erinnert mich an eine Geschichte die mein Ex-Mann einmal von seinem älteren Arbeitskollegen mit Nachhause brachte:
Er fragte ob der Kleine denn schon durchschlief und mein Ex-Mann sagte nein. Da meinte dieser ganz stolz: Unsere Kinder haben Nachts nie geweint, sondern von Anfang an durchgeschlafen. Allerdings haben diese im 1. und die Eltern im 2. Stock geschlafen
Ich will nicht wissen, wo man heute viel über Ängste und Gehirnforschung weiss, was diese Kinder/Babys aushalten mussten - bevor sie resegniert haben.
Drei Jahre ist eine tolle Zeit mit Deinem Kleinen, ich habe diese und eigentlich jedes Alter sehr genossen. Jetzt ist er nur noch 2 cm kleiner wie ich und ich finde das toll.
Es ist alles besser und entspannter geworden, nur eben noch die negativen Highlights
Ich wünsche Dir und Deinem Wonnepropen, viele tolle Erlebnisse auch in der Church.
Ganz lieben Gruss, AnaRed
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21.06.2009 20:15 |
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Mama-Schaf

Forenmeisterin


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Hallo AnaRed,
mein Sohn und ich haben auch ADHS und ich kann deswegen Dein Erlebtes gut nachvollziehen.
In der Kirche musste ich mir auch mal den Spruch anhören: "Die Erziehung fängt zu Hause an!" Ich war damals echt sauer. Es war eine Zeit, wo ich am liebsten nicht mehr zur Kirche gegangen wäre, nur noch Stress und statt Verständnis habe ich auch noch so einen Spruch bekommen.
Inzwischen hat sich das gelegt. Ich gehe sehr offen mit Jonathans Krankheit um, versuche auch den Geschwistern zu erklären, was sich dahinter verbirgt. Jetzt wird mir vielleicht mal gesagt, dass Jonathan schlecht drauf war, aber eine Vorwurf bekomme ich nicht.
Ich habe von Anfang an, um und für Jonathan gekämpft. Bin zu Ärzten und Therapeuten gegangen. Dieses Jahr wird Jonathan eingeschult und ich bin froh, dass wir schon so viel Vorarbeit leisten konnten. Ich sehe zwar, dem ganzen noch mit viel Sorge entgegen, weil die ADHS-Therapie noch nicht begonnen hat, aber ich bin froh, dass seine Klasse nur aus 15 Schülern besteht und seine Lehrerin sich mit der Thematik auskennt.
Für mich selbst, bin ich gerade dabei, den richtigen Weg zu finden. Ich mache viele Konzentrationsübungen und versuche mich nicht so leicht ablenken zu lassen. Ist natürlich nicht einfach, aber ich gebe nicht auf.
Wenn Du magst, könne wir uns auch per PN weiter unterhalten.
LG Andrea
__________________ Was immer Du tust, bedenke das Ende! 
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21.06.2009 20:41 |
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fazerBS

Moderatorin
   

Dabei seit: 21.01.2005
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Liebe AnaRed,
ADHS ist doch kein Grund zum Ausschluss. Sorry, ich bin auch Sonntagsschullehrerin - aber bisher habe ich noch kein Kind (schon gar nicht vor anderen) zurechtgewiesen. Bisher ging das immer liebevoll mit ein wenig anfassen (Hand auf die Schulter oder den Rücken legen und ruhig reden). Da ich selbst eine wahrnehmungsgestörte Tochter habe bin ich da vielleicht sensibilisiert. Allerdings würde ich bei wirklichen Problemen von mir aus Kontakt zu den Eltern suchen und auch persönliche Gespräche (außerhalb der Kirche). Das bin ich den Kindern einfach schuldig.
Mein großes Bemühen ist es, dass die Kids sich wohlfühlen und gern kommen. Klar, man kann auch mal Spaß haben und es "fetzen" lassen, aber dann muss auch wieder Ruhe kommen. Feste Regeln haben geholfen - bisher haben sich auch die größten Zappelphilippe "bändigen" lassen.
Sie wissen auch, wo die Grenzen sind - und wenn nicht, dann werden sie halt dran erinnert (nett und freundlich - ich hab noch kein Kind angeschrien, da ich das als Zeichen meiner Schwäche sehe). Und in der allergrößten Not würde ich bei der nächsten Stunde die Mutter mit dazu bitten
.
Kopf hoch,
fazerBS
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21.06.2009 21:22 |
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AnaRed unregistriert
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Tja, das war leider nicht so, ich finde es toll wie Du mit den Kiddy`s umgehst.
Auch ich habe Aufklärungsarbeit versucht, da jeder schon abwinkte, weil er Bescheid wusste und fachliche Aufklärungsarbeit von der Gemeinde nicht unterstützt wurde - kams eben wie es kommen musste. Wir hatten/haben ja auch mehrere Sonntagslehrer und mit dem einen konnte man eben sprechen und da war Verständnis und Regeln, genauso wie Fairness und reger Austausch zw, den Erwachsenen da.
Allerdings wie gesagt nicht bei allen und da fiel mir bei Deinem Geschriebenen noch ein, der Sonntagsschullehrer war alleine, also die beste Vorraussetzung mit einem ADHS´ler umzugehen.
Es war ja nicht so das mein Junior gehampelt hat, er hat auf eine Frage zu ausführlich geantwortet.
Da der Sonntagsschullehrer mit ihm alleine war und er das ausnutzte, finde ich das doppelt krass.
Das mein Kleiner da nicht mehr hin will - versteh ich voll und ganz.
Wir hatten schon einmal eine Situation, als mein Zwerg in Mucki ging. Da wurde auch aufgeklärt, aber wie gesagt die "Betreuer" wissen ja immer schon alles, so kann man gar nicht viel aufklären.
Was am Schluss dabei rauskam war, das bei einer Vorstellung, Theaterstück, wo viele Leute da waren - mein Kleiner kurzerhand nicht mehr mit machen sollte, erst wurde er zu einem Tier runtergehandelt und dann 5 Minuten später gar nix mehr. Dazu muss ich sagen, dass diese Dinge oft lange Wege fordern und ich auch nicht immer mobil bin, was natürlich aufwendiger ist.
Er war natürlich enttäuscht und wusste in dem ganzen Wirrwarr nicht wo er hin gehörte, da alles geschah hinter der Bühne ich habs also erst kurz darauf erfahren.
Doch er muss die "aufgeregten" Betreuerin wohl paar mal angesprochen haben und als er nicht locker ließ, hat sie ihn kurzerhand dermaßen gezwickt und gekratzt mit den Nägeln, dass man das noch 2 Wochen später sah.
Tja, ich sagte einfach, da geht er nicht mehr hin und das war nun auch mein Grund des Threads.
Allerdings fördert man so auch keine GottesKINDER oder eben nur die die ins Bild passen!!!
Alle sind und werden geschult, ausser unsere Betreuer in der Kirche.
Warum?
Sie gehen doch auch mit den Kindern um, oder?
Und wenn sich jemand nicht selber schlau macht, ein Herz und bisschen Ahnung hat oder sich eben schulen lässt, da entstehen eben solche Übergriffe und vertrau mir, wir können lansgam bei meinem Sohn die 100 davor setzen.
Mir ist voll bewusst was ein ADHS Kind braucht, aber auch ich musste es lernen - im Detail. Genauso wie ausgebildete Pädagogen, die nicht speziell für diese Kinder ausgebildet wurden.
Jo, das wollte doch schreiben.
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21.06.2009 21:54 |
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h.e.a. unregistriert
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In der Kirche musste ich mir auch mal den Spruch anhören: "Die Erziehung fängt zu Hause an!"
Was ist an dieser Aussage falsch?
LG
von
H.E.A.
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22.06.2009 08:07 |
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AnaRed unregistriert
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Nichts, so lange es um eine Erziehungsfrage geht.
Und der oder die es etwas an geht, sie in der Liebe nachfragen oder etwas zum konstruktiven Vorwärtsbringen beitragen.
~lächelt~
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22.06.2009 08:28 |
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insomnia
Forenkönig
   

Dabei seit: 23.02.2007
Beiträge: 1.042
Gästebuch: deaktiviert
Familienstand: Verheiratet Religion: neuapostolisch Herkunft: Recklinghausen
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Hallo AnnaRed,
willkommen im Forum.
Wir haben auch so einen "Überflieger" im Nest nur hat der "kleine Mann" noch zwei ältere Schwestern und noch eine kleine Schwester, die ihm hier innerhalb der Familie schon das Leben zur Hölle machen...nicht immer...
Ich habe mir Deine Beiträge aufmerksam durchgelesen.
Dein Sohn scheint ja echt einrichtiger Hardcore-ADS´ler zu sein.
Du schreibst sehr viel von Therapie.
Wie sieht denn die Therapie aus?
Grüssle
Markus
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22.06.2009 11:09 |
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fazerBS

Moderatorin
   

Dabei seit: 21.01.2005
Beiträge: 1.933
Gästebuch: aktiviert
Religion: neuapostolisch
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Hallo AnaRed,
bei uns im Bezirk gab es Schulungen für Dienen und Führen (da waren auch Lehrkräfte eingeladen) und Kommunikation. Immerhin etwas. Letztendlich ist es aber die persönliche Einstellung zu seiner Arbeit und zu seinem Leben. Ich möchte gern christliches Verhalten vorleben, weil ich denke, dass die Kids mehr durch Vorleben als durch Vorträge lernen
.
Und außerdem bin ich wissbegierig - was Neues kennenzulernen ist immer eine Bereicherung. Ich kann nicht alles wissen und alles kennen - das wäre nicht mehr menschlich. Von daher bin ich immer für persönliche Gespräche.
Tut mir echt Leid, wenn das nicht überall gelebt wird - es ist für mich einfach nur christliches Miteinander (nicht mehr und nicht weniger). Und auch da sollten wir (als neuapostolische Christen) Vorbild sein.
Lass Dich nicht unterkriegen und geh Deinen Weg. Du machst das schon richtig.
fazerBS
PS: Bei uns im Bezirk gibt es eine Gruppe "Handicapped Kids", wo auch AD(H)S ein Thema ist. Vielleicht gibt es das bei euch auch?
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22.06.2009 12:33 |
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AnaRed unregistriert
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Danke,...
Es kommt darauf an, es gibt 2 Gemeinden: sag ich immer
Die eine wählen :
Therapie fürs Kind,
-Tabletten ( feststellung der Krankheit AD(H)S und Mediabstimmung auf das Kind )
-nicht immer, Tabels für die Schule
-einmalige Aufklärung von z.B. der Caritas: auch Elternseminar genannt ( ca. 12 Abende alla 1 1/2 std.)
Die anderen:
-Therapie fürs Kind ( soziales Gruppentraining genannt, wo dem Kind anhand von Beispielen m. anderen Kinder beigebracht wird, was es von Natur aus nicht kann )
-ohne Medis
-dafür Eltern Coaching ( wöchentliche Sitzungen )
-Elternseminare: an der Schule wo das Kind ist oder sein soziales Gruppentraining statt findet ( in bestimmten Abständen treffen sich betroffene Eltern, der -Gruppe v. sozialen Gruppentrainig und tauschen sich aus und lernen durch fachliche Anleitung)
-jede Menge Tables in der Umwelt des Kindes: was heisst:
a) im engen Kontakt mit der Schule/schriftlich/mündlich/telefonisch
b) der sozialen Gruppentrainerin des Kindes (Einzelgespräche vorort, mit dem Jugendamt, gemischte Parteien, damit alle rund um das Kind - am gleichen Strang ziehen) - mal in der Schule, mal in der sozialen Einrichtung, mal bei meiner Coachtrainerin
c)Aufklärungsarbeit durch die Eltern oder Fachkräfte im Verein, Verwandtschaft, eigentlich überall da, wo es um soziale Kontakte geht.
d) Ernährung umstellen, alles ohne künstliche Zusatzstoffe/Aromen und Zucker
c) Entspannung, habe ich gestern gelesen: sollten wir auch machen, aber ich habe kaum noch Platz in unserer Woche.
Hardcore, *g* ... ich beschrieb ja, es wird langsam besser, wofür ich vielen und auch vor allem dem lieben Gott dankbar bin.
Denn ich weiss, das diese Kinder 1. durch ihre Umwelt stark geprägt werden und oft sind es doch negative Einflüsse.
2. Sind diese Kids durch ihre Konzentrationsschwäche unfallgefährdeter
3. In der Pupertät herscht ein sehr hohes Maß an Selbstmord durch das immer wieder erlebte Unverständnis und dann auch noch das selber finden müssen in diesem empfindsamen Zeitabschnitt.
Du kannst Dir vorstellen, das das mir Angst macht.
Ich hoffe ich habe Deine Frage einigermaßen beantworten können.
LG AnaRed
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22.06.2009 12:42 |
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AnaRed unregistriert
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Bei uns gibts auch so Anleitungen für Betreuer, so weit ich informiert bin.
Das Du das händelst wie Du es am Besten empfindest und Du hast wohl ein gutes Gespür, finde ich gut.
Persönliche Gespräche sind Immer am Besten, das finde ich auch. Austausch, nicht Vorwürfe - Erfahrungswerte, nicht Vorschriften, lauter so Dinge eben.
Von so einer Gruppe wie Du am Schluss beschrieben hast, weiss ich bei uns nichts. Was ja nicht heisst, das es diese nicht gibt
Danke für Deinen Zuspruch
LG AnaRed
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22.06.2009 12:54 |
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insomnia
Forenkönig
   

Dabei seit: 23.02.2007
Beiträge: 1.042
Gästebuch: deaktiviert
Familienstand: Verheiratet Religion: neuapostolisch Herkunft: Recklinghausen
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Hallo AnaRed,
welche Therapie bekommt den dein Sohn speziell?
Gruss Markus
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22.06.2009 13:37 |
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AnaRed unregistriert
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"Soziales Gruppentraining".
Sobald eine AD(H)S Diagnostik vorliegt, von Hartcorepsychologin in mehreren Tagen/Stunden anhand von Tests, Verhalten und Reaktionen festgestellt.
Wird beantragt beim Jugendamt: Abteilung - Beihilfe zur Erziehung - Meist eine Diplom Psychologe oder Diplompsychologin, als Ansprechpartner.
Festgestellt von einem Kooperationslehrer der schaut, ob das Kind in eine "extra" Schule muss oder eben "nur" ein soziales Gruppentraining braucht, im Auftrag des Jugendamtes.
Das Gruppentraining selber, findet ausserhalb der normalen Schule/Schulzeit statt.
2 mal wöchentlich, jedesmal 4 std.
Diesesmal konkreter? Ich hoffe doch, wenn nicht einfach nochmal fragen.
LG AnaRed
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22.06.2009 14:07 |
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Limale unregistriert
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...noch mal eine kleine Anmerkung zu meinen zwei Beiträgen hier.
Für meinen Kleinen hab ich immer seine Lieblingsbücher mit, auch oft ganz neue Pixi-Bücher sowie in Reserve Gummibärchen, die er sonst so gerne ist. Damit komme ich max. ca. die ersten 20 Minuten hin und dann ist Schluß. In den Kinderraum möchte er absolut nicht, da kommt er sich wahrscheinlich schon "zu groß" vor. Es sind auch viele Kinder drin und somit auch Unruhe und da hab ich auch nichts von.
Ja, liebe Stier, so einen kleinen schönen Raum mit Fernseher und Lego, das wärs. Aber man muss halt so zurecht kommen.
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22.06.2009 20:39 |
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fazerBS

Moderatorin
   

Dabei seit: 21.01.2005
Beiträge: 1.933
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Religion: neuapostolisch
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Limale schrieb
| Zitat: |
| so einen kleinen schönen Raum mit Fernseher und Lego |
Den Fernseher sollte man weglassen - der gehört m.E. nicht zur Kinderbetreuung dazu. Gegen Bücher und Kuscheltiere habe ich persönlich nichts einzuwenden. Übermäßiges Legospiel (oder was manchem sonst noch einfallen könnte) gehört m.E. nicht in den GD und stört ggf. die schon etwas "größeren" Kinder.
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23.06.2009 14:10 |
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Nette

Administratorin
     

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Beiträge: 3.871
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Familienstand: Verheiratet Religion: neuapostolisch Herkunft: PM
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Ich habe das so verstanden, dass der Fernseher den Gottesdienst aus dem Hauptraum übertragen hat?
__________________ Das Gute, dieser Satz steht fest, ist stets das Böse, das man lässt.
(Wilhelm Busch, "Die fromme Helene")
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23.06.2009 14:43 |
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Limale unregistriert
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@fazer
mit Fernseher meinten wir natürlich Übertragung vom Kirchenraum (sonst könnten wir ja gleich daheim bleiben
). Ich getraue mir auch nicht, Lego mitzunehmen aber warum eigentlich nicht? Wegen der anderen, die könnten ja schief schauen! In der ev. Kirche bei uns im Ort gibt es direkt einen Spielraum wo schon massig Spielzeug vorhanden ist. Die Kinder spielen, die Mütter hören nebenbei den GD bzw. pflegen Gemeinschaft. Was ist eigentlich daran so schlecht? Die bekommen bestimmt mehr mit als ich, wenn ich mit meinem Kind im GD "kämpfe" un hoffe, dass die Predigt bald vorbei ist. Denkst du, als Erwachsene können die dann immer noch nicht ruhig sitzen, wenn sie als Kind im GD gespielt haben? Ich denke nicht. Aber solange Männer das sagen haben
Wenn man mehr die Mütter fragen würde, kämen bestimmt noch gute Gedanken.
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23.06.2009 20:56 |
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AnaRed unregistriert
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Hallo Limale und hallo den Mitlesern,
mir viel zu Deinem Text eben ein, " in die Mitte" oO( war`s stellen ? oder nehmen )
War oder ist doch Thema, oder ?
Verständnis entsteht aus der Liebe, oder?
Bei uns ist heute Abend ein Festgottesdienst und zum 1. Mal werde ich das Forum mitnehmen
Ich freue mich darauf.
LG AnaRed
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24.06.2009 14:38 |
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Waage

Administratorin
     

Dabei seit: 17.06.2009
Beiträge: 2.177
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Familienstand: Verheiratet Religion: neuapostolisch Herkunft: Ba-Wü früher NRW
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Liebe AnaRed,
Danke schon jetzt für's Mitnehmen!
__________________ Liebe Grüße
Waage
Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut, sondern dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt (A. de Saint-Exupery).
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24.06.2009 14:51 |
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Stier unregistriert
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Natürlich war mit Fernseher der Altar und der GD vom DL, also
aus dem Hauptraum Liveübertragung, was dachtest DUUUU denn, fazer
Außerdem war das zusätzlich ZU dem Kinderraum, also
nochmal speziell für kleine Nichtstillsitzenkönner.
Ich muss da mal so ein bis´chen Excaliburs Gedanken reinfließen lassen,
wie er mal schrieb, früher hatten die ersten Christen unter "Gemeinde"
und "Gemeinschaft halten" nicht Kirche oder GD in dem Sinn, wie
es dann später bis zum heutigen Tag üblich ist.
Da war bereits wohl niemand auf die Idee gekommen, ein Kind
festzuhalten, zum "Stillsitzen" zu verdonnern.
In anderen Völkern z.B. in Afrika ist es unüblich Kinder nicht neben
sich spielen zu lassen.
Oder sie mitten im GD zu stillen
..*grübel*..da ist auch das Wort still
drin.
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24.06.2009 15:06 |
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AnaRed unregistriert
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Dafür nicht, liebe Waage..........
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24.06.2009 17:39 |
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fazerBS

Moderatorin
   

Dabei seit: 21.01.2005
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Religion: neuapostolisch
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@Stier: Von still sitzen hab ich nichts geschrieben. Bei uns ist ein Kinderraum mit Scheibe - von daher habe ich nicht an Fernseher zur Übertragung gedacht
Zusätzlich haben wir unten in der Garderobe einen Fernseher (mit GD-Programm :jo
und Stühle stehen - da könnte man sich auch noch aufhalten.
Gemeinschaft machen = Schwätzchen halten und Kaffee trinken? Das kann man doch nach dem GD noch gut machen, oder? Mich wundert immer, dass viele Geschwister nach dem Amen sofort "verduften".
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24.06.2009 22:13 |
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AnaRed unregistriert
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Ja, das ist wirklich so, mit dem Verduften gemeint. Ich schriebs irgendwann einmal, tief bewegt - wem soll man seine Gefühlsregungen erörtern? Manche machen das lieber mit sich selber ab und - verduften .
Manchmal, aber nicht immer - ist mir auch nach`m KaffeeklÄtschchen.
Wichtig ist doch, das Jeder zu seinem "Heil" kommt, <--- sagt man das so ?
da jede Gemeinde anderst strukturiert ist und andere Örtlichkeiten zur Verfügung stellt, wie eine andere Einstellung zu Mutter/Kind hat.
Es ging um Verständnis, Lösungsvorschläge obliegen diesen, oder nicht ?
Jeder denkt doch diese Zeit geht vorbei, aber helfen tut wirklich niemand. Warum schnappt sich nicht einmal ein andere "Bruder" oder eine andere "Schwester" so ein Kind und gönnt der "Mutter" einen ganzen Gottesdienst?
Wir wissen doch, wie anstrengend diese Zeit ist, oder ?
"In die Mitte", ich weiss nicht wir oft ich diesen Satz heute Abend im GD gehört habe, 7 mal war`s bestimmt. Ich habe sehr oft ans Forum gedacht ohne Spässchen und vor allem an Limale und ihren Bericht vom Sonntag.
LG AnaRed
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24.06.2009 22:46 |
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netti unregistriert
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Vielleicht mal aus dem Nähkästchen geplaudert.....
Vor ca. 20 Jahren war selbst das Stillen und Füttern der kleinen Kinder nicht gewünscht.....(das würde stören)
Die Mütter saßen in einem Nebenraum verbunden nur mit Ton zum GD.
Vor 13 Jahren wurde mein Vorschag evtl. einen Wickeltisch aufzubauen niedergeschmettert......heute steht einer wie selbstverständlich auf der Toilette.
Ich habe viele Jahre im Kinderraum verbracht und auch manchmal vor Wut und über das Unverständnis auch anderer Mütter geheult.
Heute lächel ich drüber, aber ich weiß wie schwierig alles sein kann.
LG
Netti
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25.06.2009 08:49 |
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Pia unregistriert
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Guten Morgen
Als Mutter von vier Kindern kann ich das, was geschrieben ist, zum größten Teil, nachvollziehen.
Als meine erste Tochter geboren war, das ist mittlerweile 24 Jahre her, hatten wir noch keinen Kinderraum. Am Anfang des GD saß ich mit im Kirchenschiff u. sobald mein Kind zu unruhig wurde, bin ich ins Ämterzimmer gegangen, dort gab es eine Tonübertragung. Kind mit ein paar Spielsachen auf den Fußboden und ich konnte dem GD folgen. Dann kamen im Abstand von jeweils 2 Jahren noch 3 Kinder dazu (..doch, wir hatten schon auch noch andere Hobbies
)
Ich war dann nicht mehr die einzige Mutter u. das Ämterzimmer war zu klein. Wir saßen dann auf der Empore u. unser damaliger Vorsteher sagte: keine Sorge, ich predige dann eben ein wenig lauter. Und wenn es zu unruhig wurde konnten wir eine Faltschiebetür schließen.
Wenn ich das heute so sehe, fehlt in meinen Augen manchmal, bei einigen, so das gesunde Mittelmaß. Der GD ist und bleibt was besonderes und ich finde es auch nicht schlimm, eher im Gegenteil, wenn Kinder lernen, dass sie auch mal für eine gewisse Zeit still sitzen und ruhig sein müssen. Was ich meine, ist, so habe ich es jedenfalls immer gehalten: GD ist nicht Kindergarten. Und mal ehrlich: es sind ja eigentlich auch 'nur' 3 Jahre, dann gehen sie doch eh in die Vorsonntagsschule (die gab es damals auch noch nicht).
Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt. Ich möchte auch niemandem zu Nahe treten, denn Kinder (und auch Mütter
) sind erfahrungsgemäß alle unterschiedlich veranlagt.
Mir persönlich wäre es zu unruhig, wenn die Kinder während des GDs im Kirchenschiff herumlaufen oder ähnliches. Und mir ist auch noch nicht aufgefallen, dass in einem Übertragungs-GD z.B. aus Afrika, die Kinder durch die Gegend laufen und herumspielen. Eher im Gegenteil, sie sind einfach mittendrin und dabei.
Liebe Grüße
Pia
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25.06.2009 09:18 |
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