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Zum Ende der Seite springen ohne Kinder
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peter
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Hallo liebe Fories,

ich möchte mit meinem ersten Beitrag dieses Thema eröffnen. Hierzu habe ich nachfolgenden Beitrag schon einmal in einem anderen Forum zur Diskussion gestellt und erlaube mir, diesen hier einfach hinein zu kopieren:

>Ich möchte eigentlich das Thema Kinderlosigkeit - und hier bewusst das Thema UNGEWOLLT Kinderlos- hier nüchtern beleuchten und versuchen herauszuarbeiten, ob und wie die Kirche hier überhaupt helfen kann.

Ich möchte zum Einstieg aus meinem Erleben berichten. Nachdem meine Frau und ich gut 5 Jahre verheiratet waren und es mit Kindern noch nicht geklappt hatte, besuchten wir gemeinsam Fachärzte. Das Ergebniss war niederschmetternd! Sind wir vorher davon ausgegangen, das meine Frau aufgrund einer OP als Kind keine Kinder bekommen konnte erklärten uns die Ärzte, das die Zeugungsunfähigkeiten bei mir liegen würde. Produktion der Sperrmien funktioniert einwandfrei, doch bei der Zählung finden sich null Sperrmien, weder lebend, noch abgetötete. Dieses bedeutet für die Ärzte ein großes Fragezeichen: Was passiert mit den Sperrmien, wo werden diese vernichtet, wo bleiben die abgetöteten? Später die Frage, wie können diese zersetzt werden und was ist der Auslöser dafür? Ein recht seltener Fall. Mir wurde eine OP in der Uni-Klinik Eppendorf nahegelegt, welche ich nicht antrat. Warum? Weil hierzu aufgrund des Befundes eine sog. "generalvollmacht" unterschrieben werden sollte. Das wollte ich nicht.

Vollkommen am Boden zerstört befassten sich meine Frau und ich uns mit dem Thema Adoption. Die hiermit verbundenen Schwierigkeiten wären gar nicht einmal das Schlimmste gewesen, doch immer wieder der Gedanke: Warum sind uns keine eigenen Kinder vergönnt? Andere brauchen sich nur anzugucken und sind schwanger! Ärger, neid und Resignation lagen in diesem Zeitpunkt sehr eng beieinander.

Nun, nach einiger zeit haben wir dieses Problem mehr oder weniger in Griff bekommen. Wir haben erkannt, das wir ja innerhalb der eigenen Gemeinde und in unserem näheren Umfeld viele Kinder haben, denen wir gute Tante und Onkel sein konnten. Das funktionierte. Leider jedoch nur kurzfristig. Warum? Altersbedingt stellte sich fast in usnerem gesamten Bekanntenkreis Nachwuchs ein. Ein "Spießrutenlauf" begann. Einzige Themen, die durch die Frauen besprochen wurden waren nur noch: Schwangerschaft mit allen positiven Eindrücken, wie wunderbar es ist ein Kind zu erhalten usw. Meine Frau "starb jedesmal ein wenig" in sich drinne. Ich konnte nicht einmal helfen! Das ist schwer!!!

Nach 10 Jahren Ehe kam ein Lichtblick: Mein Apostel sprach uns an und gab uns einen Hinweis auf eine Praxis, welche Ehepaare mit unseren Problemen Hilfe anbieten könne. Wir kamen mit der ICSI-Methode in Kontakt, denn nach den ärztlichen befunden stellt dieses die einzige Methode dar, in der sowohl meine Frau und ich als Erzeuger in Betracht kamen!

Nun, meine Frau lebte richtig auf: Hoffnung am Horizont! Trotz der nüchternen Betrachtung, das innerhalb von fünf Behandlungen eine maximale Chance von unter 30% besteht malte man sich aus, das wir selber eben zu diesen 30 % gehören würden. Ja, das wollten wir machen. Alle ärztlichen Untersucheungen ließen wir über uns ergehen. Vor zwei jahren war es endlich soweit, unser erster Versuch begann. Euphorie, denn warum sollte uns der Apostel diese Behandlung nahelegen, wenn Gott nicht das gelingen schenkt. Die Horminbehandlung war grauenvoll, Stimmungsschwankungen bei meiner Frau u.v.m. Dann der Rückschlag: Blasenentzündung. Bloss keine Medikamente einnehmen, denn sonmst wäre alles für die Katz. Ich konnte die Schmerzen meiner Frau nicht mehr mit ansehen. Ergebniss: Negativ!

Die nächsten Behandlungen verliefen alle im Sande. Depression pur. Nun wurde meine Frau auch noch mit der Kinderarbeit betraut um sie auf andere gedanken zu bringen. Ein Schuss nach hinten! Auch Taufen sind eine Mischung aus Freude und Trauer!
In der zwischenzeit jedoch hat sich die Kinderarbeit für meine Frau positiv entwickelt. Nachdem ich mich unter diesem Zustand gefunden habe, geht es bei meiner Frau inzwischen auch voran. So dürfen wir in den nächsten Monaten unseren letzten Versuch starten. Derzeit gehen wir beide mit der gewissheit an die sache, das der liebe Gott entscheiden soll und wird. Er wird's wohl machen. Ich weiss, das ich mit jedem Ergebnis klar kommen werde. Meine Frau sagt, das sie auch mit jedem Ergebniss klarkommen wird, doch ich weiss sehr wohl um die psychische Belastung, die nun auftreten wird. Immerhin: Die allerletzte Chance, endgültige Entscheidung usw.
Nun ja, wir haben alles in die Wege geleitet um unsererseits die Voraussetzungen zu schaffen: Ulaub usw. Wisst Ihr, wie sehr es helfen würde, jetzt, exakt jetzt zu einem besonderen Gottesdienst gehen zu dürfen? Vielleicht mit Geschwistern Kontakt zu haben, die genau die selbe Situation kennen gelernt haben? Einfach nur ein simpler Austausch von Gefühlen? Darum meine gedanken auch hier eine Möglichkeit für betroffene Ehepaare zu schaffen. Nicht monatlich, einmal im Jahr reicht aus! Gegenseitige Hilfe uns Verständnis birgt Wunder.

Wie reagieren Aussenstehende auf unsere Versuche? Liebe Tips, was es während der Schwangerschaft zu beachten gilt! Welch eine Hilfe, wären wir doch erst Schwanger!!! Gut gemeinte Ratschläge, doch ohne nachzudenken, da sie ja diese Situation gar nicht kennen! Andere kommen mit Bedauern, doch das wollen wir doch gar nicht! Dann vorweg genommene tröstungen wie: Auch ohne Kinder geht das Leben weiter! Das wissen wir doch auch. Und genau darum würde ich es begrüssen, wenn eben für kinderlose Paare eben eine Kommunikationsebene geschaffen wird, wo sich betroffene austauschen können.<

So, vielleicht finden sich ja einige (Nicht-) Betroffene, die sich über dieses thema gerne austauschen möchten.

Vorab jedoch möchte ich um verständnis bitten, wenn ich nicht umgehend antworten kann, weil mir dieses z.Zt. leider nicht immer vergönnt ist.

Herzlichst

Peter
08.11.2003 12:22
Jedro
unregistriert
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Hallo Peter,
so grausam das "Schicksal" es mit Euch meint...aber auf Deine ursprünglich gestellte Frage kann ich nur so antworten:

Die NAK hat weder mit Deiner noch anderer Zeugungsunfähigkeit zu tun. Das ist ein rein biologisches Problem. Die NAK hat aber sehr wohl was mit Deinem/Euren seelischen Problemen zu tun, weil nur (!) dafür ist sie da...

Sorry wegen der harten Worte jetzt...

Menschlich gesehen ist es nicht nur bei Dir/Euch sondern auch bei vielen anderen ein echtes Dilemma...und ich kann es nachvollziehen wie es ist...

Das Gotteskind in mir sagt: Jeder hat irgendwie ein Kreuz zu tragen und man soll es in Stille und mit Geduld "erdulden" (klingt auch irgendwie pervers)...nur davon werden keine Baby's gezeugt.

Den einzigen "Rat" den ich Euch geben kann...überlaßt alles "ihm" da oben..wenn es so sein soll, dann bekommt Ihr noch Euer Baby...hmmm...mir fällt gerade Abraham ein, der hat wohl auch jahrzentelang mit seiner Frau geübt, bis Isaak geboren wurde (ist jetzt auch wieder nur ein schwacher Trost...sorry)

Und noch eine Erfahrung von mir...wenn man was krampfhaft macht..wird es eh nix werden...geht einfach viel lockerer ran...

08.11.2003 13:34
peter
unregistriert
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Lieber Jedro,

erst einmal herzlichen Dank für Deine Antwort. Ich möchte vorab, da ich hier ja noch unbekannt bin, betonen, das ich überhaupt in keinster Weise an den Entscheidungen unseres himmlischen Vaters zweifel. ALLES ist wohldurchdacht, wenn auch uns Menschen "hier unten" manchmal nicht ganz einleuchtend.

Grundsätzlich gilt, das jedes Kind ein geschenk Gottes ist. Ich wünschte, viele Eltern würden sich dieses in schwierigen Situationen bewusst vor ihre Seele führen.

Ferner weiss ich um viele Begebenheiten in der heiligen Schrift, wo die Kinderlosigkeit angesprochen wurde. Manchmal hat Gott einfach andere Pläne.

Doch nun zu meiner Anführung der Kiche: ich würde mir wünschen, das man sich gedanken hinsichtlich "begleitender Seelsorge" macht, daher mein Motiv, mit diesem Thema offensiv umzugehen. Ich weiss aus Statistiken, das z.Zt. in deutschland jedes 5. Paar von diesem Problem betroffen ist. Daher denke ich, wir sollten uns ruhig einmal Gedanken darüber erlauben, wie wir Geschwistern -und ich gehe noch einen Schritt weiter- suchenden Menschen die mit diesem Problem nicht klarkommen, eine Hilfe anbieten können.

Herzlichst

Peter
08.11.2003 13:48
Jedro
unregistriert
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Die Idee ist wirklich nicht schlecht...

Vielleicht kann der Admin einen neuen Thread/Gruppe eröffnen fragend
08.11.2003 18:51
Anne
unregistriert
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Hallo Peter !

*Wink* ! smile

Anne

PS.: Peter versteht das schon ...
08.11.2003 19:50
Admin2
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Nicht nur Peter großes Grinsen
08.11.2003 19:54
Aschenputtel
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@ peter:

Erst mal finde ich es sehr schön, daß endlich jemand dieses Schweigen hier in diesem spez. Forum gebrochen hat. Ich sage daß deshalb, weil ich weiß daß es bei uns viele Paare gibt, wo es nicht so klappt wie sie es sich wünschen, aber niemand redet offen darüber. Ich kann das zwar nachvollziehen, da es ja meistens immer die selben Vorschläge sind, die man zu hören bekommt ( glaube nur, betet und arbeitet, macht doch erst mal Urlaub,.etc) Ich weiß daß, denn auch meiner besten Freundin wurde bis jetzt das Glück ein Kind zu bekommen noch nicht beschieden.
Ich habe mich viel mit dieser Materie (blöde Formulierung) befaßt, denn mir ist es häufig so ergangen, daß ich unbewußt irgendwelche Dinge gesagt habe (über meine Kinder, oder über Schwangere, etc.) wo ich dann später gedacht habe: "Man, wie blöd bist Du eigentlich? Etwas feinfühliger wär´s auch gegangen!"

Habt Ihr eigentlich auch oft von Geschwistern oder Amtsträgern gehört:"Ja ihr müßt nur glauben, dann macht der liebe Gott das schon!" ?????
Dazu hat ein Evangelist mal gesagt:"Man kann sich vom lieben Gott etwas wünschen, aber erglauben kann man sich NICHTS!"

Ich habe aus Deinem Eingangsbericht herausgelesen, daß ihr sehr viel Gottvertrauen besitzt. Das ist sicher sehr hilfreich und auch sehr bewundernswert. Allerdings gibt es auch genug Paare, die dann ins Grübeln kommen, die sich fragen: "ich habe alles nach Vorschrift getan (verliebt, verlobt verheiratet,..), habe mich in der Kirche engagiert, bin hilfsbereit und voller Eifer dabei,... WARUM AUSGERECHNET WIR?" "WOFÜR WILL UNS GOTT BESTRAFEN?" Das man daß so nicht sehen sollte, weiß ich auch, aber was sagt man Menschen, die in dieser Hinsicht ziemlich verzweifelt sind?

Übrigens Peter; wenn Du und Deine Frau Interesse an einem persönlichen Kontakt mit einem Paar habt, dem es fast genauso geht, dann schick mir doch unter "private Nachricht" Eure Tel.-Nr. ohne Namen o.ä., ich würde die Nummer dann weiterleiten, da dieses Paar noch keinen Internetzugang hat.

Liebe Grüße
Aschenputtel
10.11.2003 15:11
Anne
unregistriert
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PS.: Hab´mein Gequassel hier zwischendrin ´rausgelöscht !

Anne

10.11.2003 18:09
peter
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Vorab ab erst einmal herzlichen Dank für die "winks" usw.

Doch nun wieder ernsthaft. @ Aschenputtel:

Ja, das Thema ist wirklich sehr heikel und ich habe die Erfahrung gemacht, das betroffene Paare nicht so gerne über diese Situation reden. Oftmals geht es sogar soweit, das betroffene Paare aus Angst und Scham nicht einmal die medizinischen Untersuchungen über sich ergehen lassen und so auch gar nicht wissen, an wem dieses Problem liegt. Ferner habe ich Spätfolgen bei einigen Paaren registriert, wo die Ehen nach vielen Jahren aufgrund des unerfüllten Kinderwunsches zerbrochen sind. Schuldzuweisungen wie z.B. Du bist schuld; hätten wir doch schon einmal früher dieses oder jenes versucht usw. zerrütten manch innige Beziehung.

Ich möchte nun noch auf einen weiteren interessanten Aspekt eingehen, welchen Du angesprochen hast:
>Ich habe mich viel mit dieser Materie (blöde Formulierung) befaßt, denn mir ist es häufig so ergangen, daß ich unbewußt irgendwelche Dinge gesagt habe (über meine Kinder, oder über Schwangere, etc.) wo ich dann später gedacht habe: "Man, wie blöd bist Du eigentlich? Etwas feinfühliger wär´s auch gegangen!"<
Die ungewollte Kinderlosigkeit bewirkt anfänglich, das sich die betroffen Paare anfänglich verschließen und so jeden Kontakt mit Kindern zum Eigenschutz vermeiden. Dieses Verhalten lockert sich jedoch nach einiger Zeit. Ich habe versucht offensiv mit der neuen Situation umzugehen und mich intensiv um die Kinder unserer Gemeinde gekümmert; meine Frau konnte dieses nicht so schnell, für sie war es immer ein großer, innerer Schmerz.

In der Zwischenzeit leitet meine Frau die Sonntagsschule. Dieses bereitet ihr auch grundsätzlich Freude und ist auch der richtige Weg, doch muss sie sich von betsimmten Aktionen hereushalten. Private Aktivitäten wie z.B. lasst uns einmal gemeinsam backen usw. erwecken immer wieder auf's Neue, was einem fehlt. Darum wirkt meine Frau an solchen Aktivitäten (noch) nicht mit.
Das Problem daran ist jedoch nicht an der Aktivität als solches gelegen, sondern eher darin, das manche Kinder im Verhalten anders und kontroverser sind, als es meine Frau aus der Vergangenheit kennt. Hier fehlt natürlich der stetige Umgang mit den sozialen Entwicklungen (Schule und Kindergarten). Hieraus fühlt sich meine Frau mit bestimmten "Stress-"Situationen einfach überfordert.

Ein weiterer Punkt war die Gemeinschaft mit befreundeten Ehepaaren. Verliefen diese Kontakte früher wirklich harmonisch stellten sich bei den Freunden nach und nach Schwangerschaften ein, die Themen bezogen sich auf einmal (verständlicherweise) nur noch um Schwangerschaft, Geburten, bekleidung usw. Jedesmal starb meine Frau ein Stückchen in sich drinne. Leider fiel dieses unseren Freunden kaum auf. Meine Frau mochte dieses Problem auch aus Rücksicht nicht ansprechen, was sicher auch ein Fehler war. So schwieg sie. Ergebniss: Die Kontakte wurden minimiert. Schade.

Eine weitere Frage die Du aufgeworfen hattest, waren die Ratschläge der AT's. Nun, hier wurde eigentlich kein Ratschlag erteilt, es wurde gesagt (was auch richtig war), das wir nicht wissen würden, wie Gottes Plan aussehen würde, wir würden dieses jedoch im Gebet begleiten. Das war es dann jedoch auch schon. Warum? Weil eben die Erfahrung mit der Problematik und der Materie fehlt. Und genau da möchte ich, das sich die Kirche Gedanken zwecks Änderung macht. Der einzige Vorschlag, der einmal eröffnet und umgesetzt wurde war, das meine Frau die SoSchule leiten sollte und so Kontakte mit Kindern hält. An und für sich eine gute Idee, doch genau dort benötigt es umsomehr Hilfe und Untzerstützung, die ich jedoch leider vermisse.

In einem Vier Augen Gespräch wies mich mein Apostel, der uns bislang bei Begegnungen immer wieder Mut zugesprochen hat (Danke) auf die ICSI-Methode hin, die wir dann auch lange Zeit durchdachten und umsetzten (siehe Eingangsbeitrag).

Ich möchte hier gerne deutlich -und für alle betroffenen Paare gemeint- zum Ausdruck bringen, das Gott niemanden mit Kinderlosigkeit bestraft, alles hat seine Richtigkeit! Diesen Gedanken sollte man unbedingt verwerfen. Vielmehr sollte man sich die Frage stellen, wie gehe ich mit der neuen Situation um. Welche Möglichkeiten bieten sich mir nun? Und genau bei der Findung neuer Möglichkeiten bedarf es Unterstützung.

So, das sollte es vorerst gewesen sein, ich melde mich jedoch demnächst wieder zu Worte.

Herzlichst

Peter

11.11.2003 07:39
Nachtschwaermer
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Habt ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht, dass der ständige Wunsch, Kinder kriegen zu wollen, auch zu einer gewissen Impotenz führen kann (sorry, falls ich zu deutlich werde)? Daran ist, wie schon richtig bemerkt wurde, nicht die Kirche als solche Schuld, sondern vielmehr die Erwartungshaltung der persönlichen Umgebung, deren man sich aussetzt. Ein weiteres psychisches Verhütungsmittel ist, wenn "es" nach einem Zykluskalender abläuft. Die Gründe für eine ungewollte Kinderlosigkeit sind grenzenlos, haben aber oftmals ihre Ursache darin, daß man den Kopf nicht freibekommt und damit den Rest des Körpers blockiert.
Sollten biologische Gründe vorliegen (z. b. Überschuss männlicher Hormone bei der Frau) sollte der Gynäkologe des Vertrauens aufgesucht werden. Es gibt viele Möglichkeiten der künstlichen Befruchtung, die auch aus Sicht der Kirche tragbar sind.
Das Grundproblem ist meist psychisch, was man sich aber kaum eingestehen will, weil man(n) / frau ja nicht als Versager dastehen will, wenn man nicht "neun Monate nach der Hochzeit" Nachwuchs hat.
Ich will hiermit niemanden zu Nahe treten. Aber wie gesagt: Fragt euch doch mal, ob hinter dem (berechtigten) Kinderwunsch nicht auch eine große Portion Leistungsdruck steht.
29.11.2003 00:30
peter
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Hallo Nachtschwärmer,

erst einmal danke für Dein Interesse und Deinen Nachfragen. Nein, Du tritst niemanden zu nahe, denn sonst bräuchte ich dieses Thgema ja nicht ins Forum zu stellen.

Deine Analyse hinsichtlich Störungen der Befruchtung sind vollkommen richtig. Bei meiner Frau und mir ist der Fall jedoch ein wenig anders gelagert. Das Problem liegt bei mir!
Ich produziere ganz normal und gesunde Sperrmien, jedoch sind in den Zählungen weder lebende noch tote Sperrmien zu finden. Ein Fall unter 1 Mio! Verdacht besteht, das der Nebenhoden zu kräftig arbeitet, dieses bleibt jedoch lediglich ein verdacht, denn dann müssten tote Sperrmien in der Zählung festzustellen sein. Nach heutigem Stand der Medizin ist nicht zu klären, was tatsächlich mit den Sperrmien geschieht, denn sie lösen sich in ein "Nichts" (im wahrsten Sinne des Wortes) auf.

Doch es gibt sicher auch stressbedingte Unfruchtbarkeiten. Und auch hier forder ich begleitende Seelsorge. Es gilt nicht nur dafür zu sorgen, das der Gottesdienstbesuch stimmt, sondern die Liebe und Gnade Gottes auch im Herzen Einzug hält.

Herzlichst

Peter
29.11.2003 10:05
sonnja
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@ peter

Eigentlich ist das ja schon wieder ein eigenes Thema.

Forderst Du da von den Amtsträgern nicht ein bisschen zuviel?

Amtsträger in der NAK sind doch alles Leienprediger, die aus verschiedensten Berufsgruppen kommen und je nach Beruf und Familiengröße mehr oder weniger Zeit (in einem anderen Beitrag wurde ja auch das Problem der Frauen der AT's angesprochen) und Möglichkeit haben, Dir in Deinen Problemen beiseite zu stehen.

Einer fordert AT-Hilfe, weil seine Spermien machen, was sie wollen, der andere, weil sein Chef meint, auf ihn verzichten zu können und der Dritte aus Krankheitsgrunden, seien sie physischer oder psychischer Natur. Aber für das alles gibt es doch auch Spezialisten. Ärzte, Psychologen, Berufsberater, usw. Auf jeden Fall Leute, die Dich kompetent beraten können. Wenn Du das alles noch aus NAK-Sicht beleuchtet haben willst, dann gibt es fast immer die Möglichkeit jemanden zu finden, der neuapostolisch, vielleicht auch AT und dazu noch Spezialist auf dem gefragten Gebiet ist.

Was soll Dein AT denn anderes machen, als für Dich zu beten? Und das tut er doch bestimmt...

Viele Grüße,
Sonne
29.11.2003 10:20
peter
unregistriert
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Lieber Sonja,

ich hoffe, das wir beide nicht aneinander vorbei schreiben. Da ich selber Priester in einer Gemeinde bin weiss ich um vielerlei Sorgen und Probleme. Selbstverständlich gilt der absolut notwendige Verweis auf Fachleute, selbst wenn wir hier selber berufliche Kompetenz aufweisen, doch darum geht es nicht.

Ich habe Eingangs ein wenig die Situation während einer Behandlung geschildert. Diese wird vornehmlich durch die Ärzte gewährleistet. Doch wo bleibt die begleitende Seelsorge für die "geistigen Tiefpunkte"?

Absolut recht hast Du mit der Aussage hinsichtlich der Laienprediger. Trotzdem: Ich bin davon überzeugt, das in allen AT's der heilige geist durch das gegebene Amtsvermögen wirkt. Dieses muss auch bewusst abgerufen werden.

Nehme ich meine Situation: Warum wohl muss ich diese Erfahrungen sammeln? Ich denke, damit ich langfristig anderen betroffenen u.U. eine Hilfe sein könnte.

Da dieses auch andere Problemfelder betreffen kann, was ich hier jedoch nicht zur Diskussion gestellt hatte, sollte man einmal darüber nachdenken, ob nicht ggf. die Seelsorger für bestimmte Ereignisse aus ihrer Gemeinde abgezogen werden und in Nachbargemeinden wirken zu können.
Beispiel hierfür: In der Gemeinde X gibt es einen russisch sprechenden Priester. In der Gemeinde Y wohnt ein Bruder/Schwester aus Russland. Gemeinde Y betreut diese Geschwister. Welche Freude kann gewirkt werden, wenn ab und an der Priester aus der Gemeinde X hinzugezogen werden könnte?

Ebenso in den problembereichen, hier unerfüllter Kinderwunsch. Wie segensreich kann es sich auswirken, wenn ein AT zu Besuch kommt, der ähnliche Sorgen hatte. Es bedarf nicht vieler erklärender Worte, sondern man kann seinen gefühlen freien Lauf lassen. DAS ist mein Gedankenspiel.

Herzlichst

Peter
29.11.2003 11:16
Aschenputtel
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@ peter:

Ich verstehe genau was du meinst. Ich denke aber, daß sich diese Dinge in nächster Zeit positiver entwickeln werden. Denn ich finde es schon allein einen enormen Fortschritt daß von der Kirche an spez. Fachleute ( Therapeuten, Psychologen, Beratungsstellen) verwiesen wird. Das wäre vor Jahren noch undenkbar gewesen.

Andererseits gibt es allerdings immer noch AT´s, die der Meinung sind, immer und für jedes Problem eine Antwort parat haben zu müssen, und anstatt an die jeweilige Fachkraft zu verweisen, werden dann aus einer Notlösung heraus irgendwelche Standardratschläge gegeben. Versteht mich richtig; ich verlange von keinem Amtsträger, daß er immer genau das Richtige sagt, aber JEDER kann ab einem bestimmten Punkt sagen: "Ehrlich gesagt, da bin ich überfragt, geh´doch mal zu dem und dem, der hat damit Erfahrung"
Ich denke auch in dieser Hinsicht muß und wird sich auch noch Einiges ändern.
Liebe Grüße
29.11.2003 13:29
peter
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Liebe Aschenputtel,

ich kann Deinen Beitrag vollkommen unterstreichen.

Ich denke auch, das sich einiges positiv gestalten wird, bin mir jedoch auch bewusst, das hierzu auch konstruktive Kritiken und nachfragen gehören; ebenso übrigens, wie manchmal auf gewisse Änderungen (kurzfristig) zu verzichten.

Herzlichst

peter
29.11.2003 13:58
Cassy
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Auch wenn dieser Thread schon lange nicht mehr genutzt wurde, ich würde gerne meine Erfahrung auch hier rein setzen.
Auch wenn ich mittlerweile geschieden bin, vom Vater meiner Tochter, aber wir haben auch einiges in der Zeit erlebt.
Als wir gerade verheiratet waren, wollten wir gerne ein Kind haben, aber auch bei uns tat sich nichts. Alle Ursachen wurden ausgeleuchtet.
Zuerst suchte man den "Fehler" bei mir, doch selbst nach eine Bauchspiegelung kamen die Ärzte nur zu einem Ergebnis, vollkommen gesund und fruchtbar. Sogar mit einer Mehrlingsgeburt wäre jedes Mal zu rechnen. Nach ewigem Hin und Her ist mein Mann dann auch zu einem Arzt gegangen, leider hat sich unsere schlimmste Befürchtung damals bestätigt, das niederschmetternde Ergebnis der Ärzte, nicht zeugungsfähig.
Die Ursache war schnell gefunden, im Kindesalter hatte der Arzt nicht erkannt, dass seine Hoden nicht aussen, sondern innen waren. (Das kann zur Unfruchtbarkeit führen, da Spermien eine Temperatur über 37 Grad nicht überleben)
Wir waren bei Fachärzten, haben eine künstliche Befruchtung, nach Aufbereitung der Spermien, durchgeführt, da einige noch lebensfähig waren. Aber immer wieder passierte nichts.
ich gin durch die Hölle, da dann auch noch die Kommentare meine Schwiegermutter kamen, ich werde bald Oma, und sie meinte uns damit. Das tat unheimlich weh, vorallem da ich immer gerne Kinder haben wollte.
Dann haben wir alles unterlassen, haben versucht uns ein Leben ohne Kinder einzurichten und eines tages geschah, für mich, ein Wunder.
Ich musste wegen Übelkeit am Morgen (bis Mittags) zum Arzt, meine Arbeitkollegen haben mich nach Hause geschickt. Und bei meinem Arzt kam dann, für mich, das freudige Ergebnis, ich bin schwanger.

Ich schreibe das deswegen, weil selbst wenn die Ärzte sagen, einer ist unfruchtbar, kann es doch sein, das sie sich bedingt irren.
Eine minimale lebensfähigkeit hat mir meine Tochter beschert. Ich bin dafür sehr, sehr dankbar und hoffe, das andere hieraus Mut schöpfen können, auch wenn die Ärzte einem eine gegenteilige Meinung vermitteln wollen.
04.12.2005 23:23
Peter
unregistriert
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Liebe Cassy,

zuerst einmal möchte ich Dir mitteilen, wie sehr ich mich für Dich freue, das es trotz alledem mit einem Kind geklappt hat.

Wie Du ja lesen konntest hat es trotz Behandlung bei meiner Frau und mir nicht geklappt. Bei jeder einzelnen Behandlung wurde eine Hoffnung geweckt, durch Hormone meine Frau auf eine Schwangerschaft eingestellt und dann .... Nichts! Jedesmal ist meine Frau ein Stückchen verhärtet, innerlich gestorben. Selbst ich konnte meine Frau kaum noch auffangen.

Inzwischen sind 3 Jahre ins Land gezogen (seit der letzten Behandlung) und ganz allmählich kehrt Ruhe und Frieden zurück. Inzwischen können wir mit dem uns gegebenen IST-Zustand vernünftig klarkommen - aber ab und an, insbesondere bei Taufen, Kinderversiegleungen usw., erbebt das Herzchen. Wir wissen jedoch 100%ig, das Gott nur Gedanken des Friedens mit uns hat und alles richtig macht. Leider jedoch können wir dieses mit unserem beschränkten menschlichen Verstand nicht begreifen. Man sucht Händeringend nach Erklärungen, die einem helfen die Kinderlosigkeit zu tragen. Es ist unheimlich leicht Menschen den Rat zu geben:"Vertraue auf Gott, trage Dein Kreuz mit Geduld.", solange man nicht selber betroffen ist. Ich bemühe mich darin und versuche meine Frau zu stärken. Wir wissen, Gott ist vollkommen, aber dürfen wir ihn nicht zu einem Wunder hin nötigen, ihn mit unseren Wünschen in den Ohren liegen, ihn regelrecht abnerven? Und genau hier beginnt die Crux: Man steigert sich irgendwann in etwas hinein. Ich habe gelernt, das wir nicht nur beten:"Vater, Dein Wille geschehe...", sondern auch:"... und gebe uns die Kraft Deinen Willen tragen zu können." Bei uns hat unser himmlischer Vater kräftig geholfen und wir können uns inzwischen - bis auf o.g. Ausnahmesituationen- diesem Willen untereordnen und ihn tragen.

Ganz liebe Grüße

Peter
05.12.2005 08:55
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Hallo Peter,

schick dir und deiner Frau erst mal einen ganz lieben Gruß!

Ein Stück weit bewundere ich euch schon,das ihr gelernt habt so mit dem Thema umzugehn.

Liebe und nachdenkliche Grüße
05.12.2005 10:31 poehle ist offline Beiträge von poehle suchen Nehmen Sie poehle in Ihre Freundesliste auf
Mella
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Hallo Peter,
dein Beitrag ist zwar schon ein bischen her, aber als ihn gerade gelesen habe, wollte ich einfach dir bzw. euch kurz schreiben.
Jeder,wirklich jeder hat sein Kreuz zu tragen. Den meisten sieht man es nicht an und den inneren Schmerz oft auch nicht. Aber die Gewissheit, dass alles nur göttlicher Wille ist, macht vieles leichter. Oft dauert es nur sehr lange, bis sich dieses Gefühl einstellt.
Ich wünsche euch diese Kraft - es grüßt Mella
11.01.2006 22:18
Peter
unregistriert
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Hallo Ihr Lieben,

wieder einmal aus der Versenkung geholt:

Nach wie vor konnte ich leider nicht erreichen, das es für ungewollt kinderlose Paare eine individuelle Seelsorge gibt. Unsere Kirche hat sich weiterentwickelt und es wurden weitere spezielle Gruppen in die Seelsorgearbeit eingebunden - die von mir hier angesprochene Gruppe jedoch nicht.

Anyway, ich höre nicht auf für diese kleine Gruppe zu kämpfen, auch wenn sich bei mir gerade ein neuer Horizont aufgebaut hat - dazu im neuen Thema "göttliche Wunder?!".

Ich hoffe, das dieses Gesamtthema nicht einschlafen wird.

Peter
15.01.2007 15:58
hartmut
unregistriert
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Hallo Peter,ich könnte mir denken,dass dieses Thema durchaus in den Bereich Verlust/Trauerarbeit gehört.Letzendlich gehört zu jeden Verlust die Notwendigkeit wirksame Trauerarbeit zu leisten,um loszulassen,nach vorne zu gucken.
Und ich folgere daraus für mich : der Verlust der Möglichkeit auf natürliche Weise Kinder zu bekommen gehört zum Bereich Trauerarbeit genauso wie zb Scheidung(egal ob Partner oder Scheidungswaisen)
15.01.2007 19:23
giggi
unregistriert
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Hallo Peter,

ich weiss nicht wie alt Ihr Beide seid. Ich weiss auch nicht wo Ihr Beiden zu Hause seit.
Was ich aber wirklich weiss es gibt fast in jedem Ältestenbereich NAK Ehepaare die keine Kinder haben. Darunter sind auch AT´s. Fasse Mut und sprich solche Mitgeschwister an. Wenn der Erste Euch nicht helfen kann(will) , dann frag den oder die Nächste. Es gibt wie ich weiss Vorsteher die sich mit ihrer Gattin ein Kind gewünscht haben und keine Kinder haben. Sie gehen sehr liebe voll mit ihrern Mitgeschwistern die ungewollt Kinderlos sind um. Niemand versteht Euch besser als die Menschen die in der gleichen Lage sind.

LG

Giggi
15.01.2007 21:16
Peter
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Lieber Hartmut,

Trauerarbeit wäre vielleicht passend, aber ich empfinde es nicht als Strafe kinderlos zu sein, nur muss dieses Empfinden geweckt werden. Problematisch ist die Situation, wenn paare sich bemühen, also noch aktiv dabei sind. Wir hatten die ICSI-Methode probiert, dabei wurde meine Frau hormonell eine Schwangerschaft vorgegauckelt. Wow, Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie in solchen Momenten bei Frauen Gefühle Achterbahn fahren können. Von Himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt innerhalb von Sekunden geschockt und dann wieder die Nachricht: Sorry, vielleicht nächstesmal.

Hier habe ich begleitende Seelsorge erhofft und ich weiß aus Erfahrung und vielerlei Gesprächen, das meine Segensträger uns gerne helfen wollten, jedoch mit der Sachlage sich selber überfordert gefühlt hatten. Am guten Willen hat es nicht gelegen.

Das war der grund,warum ich nach wie vor anrege, in solchen Fällen auch überregionale Seelsorge durch betroffene Seelsorger anzubieten. Leider scheitert dieses i.d.R. an den zuständigen Vorangängern - bloß niemand fremdes in unsere Töpfe gucken lassen.

Und hiermit ziehe ich gleich Giggi mit hinzu:

Ich bin inzwischen 40 Jahre alt und habe mir die Seelsorge über Kontakte aus dem Internet gezogen. Ja, bis zu ganz hohen Amtsträgern durfte ich mein leid bringen, den Vorschlag der überregionalen Gruppen anführen usw. Ich habe wohl viel trost erhalten, aber mit dem Seelsorgevorschlag kam ich nicht weit. "Du hast doch auch Hilfe erhalten" war die meist zitierte Antwort. Ja, aber was ist mit meinen Geschwistern die nicht so offensiv mit dieser Beeinträchtigung zurecht kommen?

Ich möchte meine Erfahrungswerte gerne zur Verfügung stellen.

Liebe Grüße

Peter
15.01.2007 21:56
disiro
unregistriert
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Hallo ihr lieben Alle,

tief bewegt bin ich, nachdem ich diese Beiträge gelesen habe. Ich kenne das Gefühl , keine Kinder bekommen zu können. Mein Mann und ich versuchten acht Jahre unser Glück perfekt zu machen. Mit allen Mitteln , die zur Verfügung standen. Von Temperaturmethode- über Insemination bis zur künstlichen Befruchtung incl.Icsi-Methode.
Meine Mann hat damals sehr unter meinen Launen gelitten, es hat uns fester zusammen geschweißt. Wenn ich damals gewusst hätte, irgendwann klappt es doch, wären die acht Jahre nicht so schlimm geworden. Aber die Ärzte sagten mir, es gäbe ja nicht nur bei mir Probleme , sondern auch bei meinem Mann. Ich habe damals sehr darunter gelitten, denn ich arbeitete bei einem Frauenarzt, sah ständig Schwangere, meine ältere und auch meine jüngere Schwester bekamen ihre Kinder .....nur ich NICHT. Es war schon nicht mehr feierlich , wie es mich zerfraß. Sah ich einen Kinderwagen...heulte ich schon...Pamperswerbung.......ich nervte meinen Mann nur noch damit. (Adoptionsantrag lief schon seit 1992, bis heute noch keine Meldung).
Wir entschlossen uns dann 1997 zu einer künstlichen Befruchtung ,nachdem wir mit unserem Bischof darüber gesprochen hatten. Als dann der Anruf fällig war , ob ich nun Schwanger sei oder nicht....diesen Augenblick werden wir nie vergessen.
Heute ist unser Sohn acht Jahre alt und wir sind überglücklich.
Allerdings werden wir nie vergessen , wie es ist KEINE KINDER haben zu können .
Gebt die Hoffnung nie auf. Wie es hier schon jemand geschrieben hat, wenn Gott will dann wird es schon irgendwann klappen.. Es grüßt euch sehr herzlich ..

18.04.2007 13:19
Meerschweinchen Meerschweinchen ist weiblich
jenseits von gut und böse;-)


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Hallo !
Ich kann euch sogut vestehen. Mein Mann und Ich stehen im moment auch nicht auf der Sonnenseite des Lebens. Aber manchmal tut Schatten auch ganz gut .
Sicher ist man vieleich durch eigenes tun und handeln ein bischen selber schuld.
Wir beide haben änliches erlebt . Keinen guten schulabschlus keine Ausbildung
Man könnte sagen selbe schuld. Aber nur zum teil. Zum anderen teil an der Gesundheit. Aber in unseren möglichkeiten kommen wir doch irgendwie zu recht.
Nun hatten wir uns entschlossen 2001 Eltern zu werden. Als sich bis 2005 noch kein erfolg einstelte suchten wir einen Artzt auf. Schnel stand das Niederschmetternde
ergebnis fest mein Mann ist fast Zeugungsunfähig die Spermien sind zwar voll ausgebildet aber sie bewegen sich fast nicht. Na ja dan lassen wir uns Künstlich befruchten. Nach dem alle untersuchungen abgeschlossen waren riet man uns zu einer Insimination . Kosten für dise Behandlung 2000 € . Die Zaubere ich mir nicht mal eben aus der Tasche. Desweiteren soll ich die ganze schwangerschaft Medikamente einemen. Also machten wir uns weiter gedanken Pflegekinder, Adoption . Da ich einen Behinderungsgrad von 60 habe und weder ich noch mein Mann einen gut bezalten fest jop haben hatte sich dieses Tema Gleich wieder verworfen. Diese ungewolte Kinderlosigkeit ging so an die Nerfen das ich schon einige Scheinschwangerschaften hatte. Vor kurtzen bekam eine Befreundete Glaubensschwester ihr erstes Baby das war schlimmer als alles je zuvor . Ich war überglüklich und freute mich risig mit ihne aber die Ersten Wochen waren schlim wen sie mit der kleinen nach vorne gingen brach ich in Tränen aus. Da get es mir wie den anderen Frauen. Besonders grausam finde ich das wir uns nichts senlicher wünschen was andere einfach in den Müll schmeißen. Aber ich weis ich habe das getan was in meiner Macht stand. Von vielen wird mir gesagt. Seit froh das ihr keine Kinder habt und noch so vieles mehr. Als ich neulich mit mit eine Glaubensschwester über dieses Tema sprach sagte ich aber wir werden es dem Himmlischen Vater jetzt noch öfter im gebet sage, Bekam ich zur antwort wir sollen ihn nicht mit unseren gebeten Vergewaltigen . Noch kurtz zum schluß am Sontag hielt unser Älteste den Gd Und sprach auch die Mutter an die welche seien wollen und Keine sind . Das hat mich tief Bewegt .


Dies schrieben euch die beideb A Ps: Für die Rechtschreibung überneme ich keine
Gewer

__________________
Gib mir Kraft für einen Tag
15.05.2007 19:13 Meerschweinchen ist offline E-Mail an Meerschweinchen senden Beiträge von Meerschweinchen suchen Nehmen Sie Meerschweinchen in Ihre Freundesliste auf
mrsrobinson
unregistriert
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rechtschreibung ist schnurz. ich wünsche euch, daß es doch noch klappt, wenn es so sein soll.
15.05.2007 19:40
giggi
unregistriert
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ich (wir) wünschen jedem das es klappt mit dem Kinder kriegen.

lg

giggi und bergli
15.05.2007 20:48
Kathi-Bine
unregistriert
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Rechtschreibung ist egal...ich habe zwei Töchter die Legastheniker sind und beide sind einfach Prachtweiber smile

Ich wünsche Euch auch alles Gute und immer ein Stück heller Himmel über Euren Kopf.

Lieben Gruß, Bine
15.05.2007 21:00
helfu14
unregistriert
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Liebes Meerschweinchen,

sei versichert, der liebe Gott läßt sich nicht durch Gebete vergewaltigen. Sagt ihm immer Eure Sorgen. Werdet nicht müde darin. Und dann wird der liebe Gott Euch auch ein Kind schenken. Allerdings nur, wenn er das für richtig hält. Haltet Euch weiter an ihn, dann ist er auch immer bei Euch.

LG Helmut
15.05.2007 22:18
Aschenputtel
unregistriert
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Liebes Meerschweinchen,

Rechtschreibung ist unwichtig. Der Inhalt eines Beitrages zählt doch....und der hat mich sehr bewegt.

Wie grausam doch manchmal unsere Mitgeschwister sein können. Mit Gebeten vergewaltigen....das habe ich wirklich noch nie gehört.

Hat nicht letztens erst unser Stammapostel gesagt, dass wir den lieben Gott auch ruhig mal nötigen können?

Gebt die Hoffnung nicht auf, aber laßt Euch auch nicht durch manch ''blöden'' Spruch entmutigen. Ein Lieblingssatz in Fällen wie dem Euren ist auch ''Glaubt und betet nur, dann klappt das schon''.
Dieser Satz kann einen in tiefe Lebenskrisen stürzen..
Meine Freundin war immer sehr verzweifelt, wenn sie eben diesen Satz zu hören bekam. ''ja heißt dass, wenn ich nicht mein sehnlichst gewünschtes Kind bekomme, dass ich nicht genug glaube?''

Ein lieber Bez.-Ev. hat dazu nur einmal gesagt; ''man kann sich nichts erglauben!''

Ich wünsche Euch von Herzen, dass Euer Wunsch in Erfüllung geht, und ich reihe mich gern in die Schar der Beter mit einsmile

LG
Bärbel
15.05.2007 22:53
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