|

|
|
|
 |
Schwangerschafts-Spätabbruch     |
Erwin unregistriert
 |
|
Als ich diesen Artikel gelesen habe, da ist mir wirklich anders geworden...
http://www.zeit.de/2008/12/M-Spaetabtreibung
Weiß nicht, ob das hier reinpasst... aber es hat mich sehr bewegt. Ich habe sehr viel darüber nachgedacht, ob wir Kinder bekommen sollten. Das Risiko, dass entweder meine Frau oder das Kind stirbt ist leicht erhöht. Aber es ist eben nur ein Risko... und wir wünschen uns auf jeden Fall Kinder!
Das ist jetzt irgendwie platt ausgedrückt... aber was soll man nach einem solchen Artikel noch sagen?
LG
|
|
09.04.2008 16:44 |
|
|
puschel unregistriert
 |
|
es bleibt einem nur noch für die kleinen und ihre eltern zu beten!
und die gewissheit, das sie von unseren sternen liebevoll in ihrer mitte empfangen wurden!
das ist ihre große arbeit und beantwortet ein wenig unsere fragen nach dem "warum"-passt daher sehr gut hierherein.
betende, betroffene und stille grüße
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von puschel: 09.04.2008 19:17.
|
|
09.04.2008 19:11 |
|
|
Schmetterling unregistriert
 |
|

Für alle Sternenkinder
Lieber Erwin,
ich denke nicht, dass dieser Link hier falsch ist. Ja, es wird einem anders wenn man das liest und man ist erstmal sprachlos. Ich habe den Bericht vor gut 2 Stunden gelesen und muss mich immer noch sammeln.
Ich verurteile keine Eltern die diesen Schritt gehen; möchte ich selbst nämlich nicht vor dieser Entscheidung stehen müssen.
Denn ich wüsste nicht, wie ich mich entscheiden würde wenn mein Kind eine schwerwiegende Behinderung hätte die seine gesamte Lebensqualität beeinträchtigen würde.
Ich sage dies, obwohl ich zwei Kinder verloren habe - und das nicht in der Frühschwangerschaft (30. und 19. SSW). Beide Kinder sind in meinem Bauch gestorben und ich habe beide Kinder in einer normalen Geburt zur Welt gebracht; dies nur zur Erklärung meiner vielleicht hart rüber kommenden Worte.
Du sagst, es gibt bei Euch ein leichtes Riskio, dass Deiner Frau oder dem Kind etwas passiert.
Weißt Du, wenn man sich mit dem Thema Fehl-/Todgeburt beschäftigt und schlussendlich weiß, wieviele Schwangerschaften unglücklich enden, dann ist es überhaupt schon ein riesen Wunder, wenn ein Kind lebend zur Welt kommt.
Bei mir bestand kein Risiko. Unsere erste Tochter wurde vollkommen gesund geboren.
Unser Sohn starb für uns alle vollkommen überraschend in der 30. SSW, also 10 Wochen vor dem errechneten Termin an einer Nabelschnurumschlingung. Das die Welt zusammenfiel wie ein Kartenhaus brauch ich hier nicht zu erwähnen.
Nach langem hin und her und Gesprächen mit meinem Arzt und Hebamme kamen wir zu dem Entschluss, es noch einmal zu versuchen. Ein erhöhtes Risiko, dass so etwas noch einmal passiert gab es nicht wirklich.
Tja, alle (inkl. meines fassungslosen Arztes) wurden eines Besseren belehrt. 1 1/4 Jahr nach der Geburt unseres Sohnes wurde dann unsere kleine Tochter in der 19. SSW still geboren. Auch sie starb an einer Nabelschnurumschlingung.
Was ich eigentlich damit sagen will: So wenig wie es bei mir ein Risiko gab (die Wahrscheinlichkeit zwei Mal ein Kind im fortgeschrittenen Stadium zu verlieren liegt bei unter 0,225 % ), muss es bei Euch was bedeuten, dass es ein leichtes Risiko gibt.
Puh - schwer zu erklären bzw. zu schreiben. Ich hoffe, Du verstehst wie ich es meine.
Hmm, eigentlich sollte das ein Mut-mach-Posting sein,....
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Schmetterling: 09.04.2008 20:59.
|
|
09.04.2008 20:54 |
|
|
netti unregistriert
 |
|
Ich möchte nicht über Eltern die so eine Entscheidung treffen müssen urteilen..
Weil ich Gott sei dank nie in so einer Situation war.
Ich bewundere jeden der mit schwer kranken Kindern lebt und diese betreut.
Bin ich doch schon manchmal nahe der Verzweiflung bei meinen gesunden Kindern und voller Angst , wenn diese mal krank sind.
Ich selber habe 2 Sternenkinder. Eines ist der Zwilling meines Sohnes der in der frühen Schwangerschaft verstorben ist....
Bei dem anderen Kind habe ich nie die 100%ige Sicherheit gehabt , dass ich schwanger war (aber ich spüre es einfach heute noch, dass dort eine SS war)
Ich konnte es einfach nicht bekommen.......
LG
Netti
|
|
09.04.2008 22:06 |
|
|
Tine

Moderatorin
   

Dabei seit: 25.06.2004
Beiträge: 529
Gästebuch: aktiviert
Familienstand: Verheiratet Religion: neuapostolisch
 |
|
Tja, schwer schwer schwer...
@Schmetterling:
Ich kann deine Ausführungen gut nachvollziehen und auf deinen Satz...
| Zitat: |
"Weißt Du, wenn man sich mit dem Thema Fehl-/Todgeburt beschäftigt und schlussendlich weiß, wieviele Schwangerschaften unglücklich enden, dann ist es überhaupt schon ein riesen Wunder, wenn ein Kind lebend zur Welt kommt." |
... werde ich auch gleich nochmal näher eingehen.
Der medizinisch indizierte Abbruch ist wohl mit eine der schwersten Entscheidungen, die ein Elternpaar treffen kann...
Wir hörten einmal in einem Ämtergottesdienst des Stammapostels Fehr, dass ein Elternpaar wärend der Schwangerschaft von den behandelnden Ärzten erfuhr, dass ihr Kind vermutlich noch während der Schwangerschaft aber spätestens kurze Zeit nach der Geburt sterben würde. Den Eltern wurde angeboten und - wenn ich mich recht erinnere - sogar geraten, den Fetozid an ihrem Kind durchzuführen.
Diese Eltern waren der Meinung, dass ihr Kind den Moment des hinübergehens allein entscheiden soll. Das Kind überlebte die Schwangerschaft und es durfte dann in den Armen seiner Eltern wenige Minuten nach der Geburt in die Ewigkeit gehen.
Mein Mann und ich würden in der gleichen Situation genauso entscheiden.
Es gibt aber wohlgemerkt viel mehr Situationen. Es gibt eine große Spanne zwischen "keine Chance, aber..." und "große Chance, aber..."
Downsyndrom ist sicherlich eine der Erkrankungen, wo sich die Gemüter erhitzen wenn es um einen Abbruch der Schwangerschaft geht.
Aber es gibt unzählig mehr schwere Erkrankungen eines Kindes, von denen die allermeisten hier noch nie etwas gehört haben. Und die Varianten des Lebens des Kindes nach der Geburt sind noch einmal doppelt so hoch.
Wir hoffen, dass wir nie in die Situation kommen, solch eine Entscheidung treffen zu müssen. Wobei wir ein Downsyndrom - Baby auf jeden Fall bekommen würden.
Durch meine Tätigkeit habe ich gerade in der letzten Woche eine interessante Statistik (basierend auf der Gesundheitsdatenbank der Länder des Jahres 2006) für Thüringen aufgestellt.
Ich möchte euch gern mal zeigen, wie die Zahlen im Vergleich aussehen zwischen Lebendgeburt, Fehlgeburt, Abbruch und Abbruch mit medizinischer Indikation:
Lebendgeburten: 16.402
Totgeburten: 62
Fehlgeburten: 53.978
Abbruch nach medizinischer Indikation: 88
Abbruch nach Beratungsregelung: 4.118
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass sich die Zahlen in einem Kreisdiagramm noch viel viel schlimmer lesen wie einfach so als Text...
Ich für meinen Teil habe den Zahlen entnommen, dass die 88 Eltern, die sich für einen Abbruch nach medizinischer Indikation entschieden haben, ganz sicher lange mit ihrer Entscheidung gekämpft haben. Wenn es so "einfach" wäre, wäre die Zahl vermutlich höher...
53.978 fehlgeborene Kinder im Vergleich zu 16.402 Lebendgeburten ist schon ziemlich hart...
Da sind wir wieder bei Schmetterlings Satz:
"...dann ist es überhaupt schon ein riesen Wunder, wenn ein Kind lebend zur Welt kommt...".
Wieviele Eltern sehen ihr Kind nicht als WUNDER an??? Das macht MICH fassungslos.
Zurückkommend zum Thema:
Ich denke, niemand von uns hat das Recht, Eltern die sich für diese Möglichkeit entscheiden, zu verurteilen.
Diese Entscheidung ist so persönlich, dass da außer den Personen von denen sich die Eltern Rat einholen, sei es medizinisch oder auch psychologisch und seelsorgerisch, keine etwas zu zu sagen hat.
Dies ist meine persönliche Meinung.
Liebe Grüße
Tine
__________________ Manchmal hinterlassen die kleinsten Füße die größten Spuren...
|
|
09.04.2008 22:14 |
|
|
giggi unregistriert
 |
|
Ihr Lieben!
Als Mutter von zwei gesunden ew. Kindern und als Grossmutter kann ich nicht viel raten. In der ersten Schwangerschaft erlitt ich in der 9. Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt. Dieses Kind was ich nie gesehen habe begleitet mich aber mein ganzes Leben lang.
Meine leibliche Schwester hat nach zwei Fehlgeburten eine schwere Schwangerschaft mit vielen Hindernissen. Ein kräftiger scheinbar gesunde Junge wurde geboren. Dieser Junge hatte einen sehr schweren Herzfehler. Mit diesem Herzfehler überlebet nur 1 Kind von 3. Mein Neffe wurde sehr oft als Neugeborener operiet, aber er hat es mit Gottes Hilfe überlebt und ist heute 19 Jahre jung.
Auch meine Zweite und die dritte Schwagnerschaft waren voller Risiko.
Meine heute 21 jährige Tochter wäre ohne Gotteshilfe eine Frühgeburt gewesen.
Ich weiss auch von einer neuap. Mutter von zwei kleinen Kindern als sie wieder schwanger war. In der Mitte der Schwangerschaft stellten die Ärzte bei unsererSchwester eine sehr sehr bösartigen Krebs fest.
Die Schwangerschaft sollte unterbrochen werden, weil Kind und Mutter bei der Geburt sterben würden.
Die Mutter hat das Kind ausgetragen und Beide haben die Geburt überlebt. Die Gaubensschwester starb aber als der Junge so ca. 3 Monate alt war.
Leben geben heisst auch oft mit dem Tod ringen.
Dieser Betrag soll auch ein Mut machen sein für Jede und Jeden.
Nachdenkliche und stille Grüsse
Brigitte
|
|
09.04.2008 22:22 |
|
|
Helga unregistriert
 |
|
Nein, urteilen können und dürfen wir auch nicht. Keiner von uns, der nicht in dieser Situation war, weiß, wie er sich entscheiden würde.
Lieber Erwin, zu eurem Problem kann ich dir nur einen Rat geben: Betet, dass der liebe Gott euch richtige Entscheidungen treffen lässt.
Ihr selbst, also deine Frau und du, müsst abwägen wie groß das Risiko ist und wie ihr es einschätzt.
Ich wünsche euch, dass ihr die richtige Entscheidung trefft und dass der himmlische Vater euch zur Seite steht und immer die nötige Kraft schenkt, die ihr braucht.
LG Helga
|
|
10.04.2008 00:20 |
|
|
Tine

Moderatorin
   

Dabei seit: 25.06.2004
Beiträge: 529
Gästebuch: aktiviert
Familienstand: Verheiratet Religion: neuapostolisch
 |
|
| Zitat: |
Original von Erwin
...
Ich habe sehr viel darüber nachgedacht, ob wir Kinder bekommen sollten. Das Risiko, dass entweder meine Frau oder das Kind stirbt ist leicht erhöht. Aber es ist eben nur ein Risko... und wir wünschen uns auf jeden Fall Kinder!
...
|
Lieber Erwin,
ich kenne nicht die genauen medizinischen Hintergründe bei dir und deiner Frau. Wenn die wenigen Fakten die du hier geschrieben hast, bei uns so zutreffen würden - und wir noch kein Kind hätten - würden wir es vermutlich versuchen. Ist nur so ein Bauchgefühl...
Wir haben unsere Tochter hier, die wir in den Arm nehmen können. Auch wir haben nach meiner ersten Fehlgeburt gedacht "...nochmal wird es uns ja nicht treffen, wir versuchen es weiter...". Es traf uns - wie ja bekannt ist - mit unserem Sohn wieder.
Wenn wir unsere Tochter nicht hätten, würden wir es vermutlich weiter versuchen und das Risiko eingehen (gelte ja inzwischen auch als Risikoschwanger) wieder ein Kind zu verlieren.
Aber so....
... wir planen jedenfalls ganz bewußt keine weitere Schwangerschaft.
Auch ich wünsche euch beiden, dass ihr eine Entscheidung trefft, hinter der Ihr auch beide sehr gut stehen könnt. Aber ich wünsche euch auch die nötige Kraft, um den dann eingeschlagenen Weg gemeinsam zu gehen.
Liebe Grüße
Christine
__________________ Manchmal hinterlassen die kleinsten Füße die größten Spuren...
|
|
10.04.2008 08:51 |
|
|
Dania unregistriert
 |
|
In einer vergleichbaren Situation, wie sie hier der Gesprächsausgang ist, haben vor langer Zeit mein Mann und ich gestanden. Damals haben wir uns gesagt, ein Kind ist immer ein Geschenk Gottes, ein kleines Wunder und trotz unserer lebenden drei Kinder haben wir uns entschieden, trotz des Wissens, dass das zu erwartende Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit krank, behindert, sein würde, alles in Gottes Hände zu legen und anzunehmen, was er uns zugedacht hat.
Unser Sohn ist dann wirklich multimorbid gewesen, mehrfach behindert. Sechs Monate lang durften wir ihn erleben, durften ihn mit Eltern- und Geschwisterliebe umgeben, dann hat unser treuer Gott ihn aus unserer Mitte abberufen.
Die Entscheidung ja zu sagen zu einem evtl. behinderten Kind ist unendlich schwer zu treffen, und ich wünsche werdenden Eltern diese Situation nicht, und wenn sie doch Realität wird, dann würde ich jede Entscheidung akzeptieren, ohne darüber in irgendeiner Weise zu urteilen, denn ich weiß wie entsetzlich diese Situation ist.
Für Kinder, die unter solchen schlimmen Umständen in die Ewigkeit gehen, können wir beten und ganz besonders auch für die Eltern, damit alle letztendlich mit dem Geschehenen umgehen können.
Dania
|
|
10.04.2008 10:08 |
|
|
Nette

Administratorin
     

Dabei seit: 29.05.2006
Beiträge: 3.872
Gästebuch: aktiviert
Familienstand: Verheiratet Religion: neuapostolisch Herkunft: PM
 |
|
Zu diesem Thema haben wir auch viel nachgedacht.
Gott sei Dank darf ich sagen, dass niemals so eine schwerwiegende Entscheidung für uns anstand. Ich hätte zwar immer versucht, mich für das Kind zu entscheiden, da das aber blanke Theorie ist, kann ich nicht sagen, wie ich mich wirklich entschieden hätte.
Nun sind ja bewusste Abbruchentscheidungen im späteren Stadium einer Schwangerschaft meist Resultate einer intensiven pränatalen Diagnostik, und damit (mit PID) habe ich ein Problem. Sie suggeriert uns, dass jedes Kind, was zur Welt kommt, gesund sein kann, weil nicht gesunde Kinder eben schon vorab selektiert werden können. Aber es gibt keine Garantie! Und es gibt leider auch oft Fehldiagnosen...
Wir haben in unserem Ort eine Behinderteneinrichtung, in der auch mehrfach schwerstbehinderte Kinder leben. Ich fragte einmal die Leiterin (es ergab sich ein Gespräch), wie viele von diesen Kindern behindert sind aufgrund der Defekte, die mit der PID erkannt werden können. Es war nur ein sehr geringer Anteil. Viele Kinder dort sind behindert, weil es Probleme bei der Geburt gab, z. B. Sauerstoffmangel. Und dann, wenn diese Kinder geboren sind, gibt es keine Möglichkeit der Selektion mehr. Ich finde es sehr problematisch, dass mit Ungeborenen so umgegangen werden darf, und Geborene dann meist durch ein Hilfsraster fallen, sowohl Eltern als auch Kinder.
Ich lernte mal eine Frau kennen, die hatte Zwillingstöchter, und beide waren gleichzeitig schwanger. Die Frau erzählte mir, dass beide Töchter sämtliche PID-Möglichkeiten ausschöpften, sie wollten ja schließlich keine behinderten Kinder bekommen. Ich fand den Mut ihr zu sagen, dass ich das anders sähe, schließlich hätte auch niemand das Recht, einen Menschen, der durch einen Unfall behindert ist, zu erschießen. Erst sagte sie gar nichts, und nach langer Zeit dann: darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht, aber Sie haben recht...
Am meisten beeindruckt hat mich mal eine Reportage über eine Frau, deren Baby keine Nieren hatte. Es gibt nicht viele Fälle dieses Syndroms. Die Frau konsultierte mehrere Ärzte und an der Diagnose bestand kein Zweifel. Jeder Arzt riet ihr zur sofortigen Abtreibung, aber sie wollte es nicht. Schließlich fand sie doch noch eine Hebamme und einen Arzt, die sie betreuten, so dass sie ihr Baby zu Hause bekommen konnte, es noch zwei Stunden im Arm halten konnte und dann zu Grabe trug...
Mitfühlend mit allen Betroffenen
Nette
__________________ Das Gute, dieser Satz steht fest, ist stets das Böse, das man lässt.
(Wilhelm Busch, "Die fromme Helene")
|
|
10.04.2008 10:30 |
|
|
Tine

Moderatorin
   

Dabei seit: 25.06.2004
Beiträge: 529
Gästebuch: aktiviert
Familienstand: Verheiratet Religion: neuapostolisch
 |
|
| Zitat: |
Original von Nette
...
Ich lernte mal eine Frau kennen, die hatte Zwillingstöchter, und beide waren gleichzeitig schwanger. Die Frau erzählte mir, dass beide Töchter sämtliche PID-Möglichkeiten ausschöpften, sie wollten ja schließlich keine behinderten Kinder bekommen. Ich fand den Mut ihr zu sagen, dass ich das anders sähe, schließlich hätte auch niemand das Recht, einen Menschen, der durch einen Unfall behindert ist, zu erschießen. Erst sagte sie gar nichts, und nach langer Zeit dann: darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht, aber Sie haben recht...
|
Liebe Nette, ich bewundere dich für deine Reaktion in diesem Moment! Sehr gut formuliert...
PID ist wirklich oft ein zweischneidiges Schwert. Wir persönlich entschieden uns bei unserer Tochter dagegen, weil wir sagten, egal wie es kommt, wir würden sowieso keinen Abbruch durchführen lassen.
Heute würde ich es vermutlich machen lassen, aber mit dem Hauptgrund, dass so dem Kind bei zBsp. Herzfehler schnellstmöglich nach der Geburt geholfen werden kann. Also um dem Kind zu helfen und evtl. auch eine Spezielle Geburtsklinik aussuchen zu können usw.
Leider wird man dann evtl. auch vor die Entscheidung gestellt um die es in diesem Thread geht.
LG
Tine
LG
Tine
__________________ Manchmal hinterlassen die kleinsten Füße die größten Spuren...
|
|
10.04.2008 18:48 |
|
|
Julchen unregistriert
 |
|
| Zitat: |
| ...Heute würde ich es vermutlich machen lassen, aber mit dem Hauptgrund, dass so dem Kind bei zBsp. Herzfehler schnellstmöglich nach der Geburt geholfen werden kann. Also um dem Kind zu helfen und evtl. auch eine Spezielle Geburtsklinik aussuchen zu können usw. |
Ich sehe es ähnlich.
| Zitat: |
| Leider wird man dann evtl. auch vor die Entscheidung gestellt um die es in diesem Thread geht. |
Leider geht es seltener um das EVTL, eher stößt man auf Unverständnis bzw "Erstaunen", wenn man sich für das Leben entscheidet, bzw, dafür dem Kind selber, die Entscheidung zu überlassen, wann es geht (Steht weiter oben so sinngemäß). Sicher wird niemand dazu gedrängt werden (das hoffe ich jedenfalls) und sofort wird diese Entscheidung nicht getroffen. Ich hoffe, daß versteht jetzt niemand falsch, ich verurteile niemanden der sich so entscheidet, ich bin sehr dankbar, selber nicht vor dieser Entscheidung gestanden zu haben
Aber noch einen anderen Aspekt gibt es für Spätabrüche, Frauen die die Schwangerschaft lange verdrängen wegen psych. Probleme, die wegen Selbstmordgefahr auch weit nach der 12.SSW gesunde Kinder abtreiben lassen, mit einem entspr. Psychiatr. Gutachten.......
Denken wir auch an diese kleinen Sterne.....
nachdenkliche Grüße
Jule
|
|
11.04.2008 14:24 |
|
|
mr.s
Administrator
     

Dabei seit: 15.01.2007
Beiträge: 3.882
Gästebuch: aktiviert
Familienstand: Verheiratet Religion: neuapostolisch
 |
|
| Zitat: |
Original von Tine
PID ist wirklich oft ein zweischneidiges Schwert. Wir persönlich entschieden uns bei unserer Tochter dagegen, weil wir sagten, egal wie es kommt, wir würden sowieso keinen Abbruch durchführen lassen.
|
Aus eben dem selben Grund hatten wir uns bei allen 3 Kindern gegen eine Fruchtwasseruntersuchung entschieden! Der Frauenarzt von meiner Frau hat uns bei jedem Klind gefragt, und jedesmal war es die gleiche Antwort.
Geswiss, der Punkt
| Zitat: |
Original von Tine
Heute würde ich es vermutlich machen lassen, aber mit dem Hauptgrund, dass so dem Kind bei zBsp. Herzfehler schnellstmöglich nach der Geburt geholfen werden kann. Also um dem Kind zu helfen und evtl. auch eine Spezielle Geburtsklinik aussuchen zu können usw. |
ist auch wichtig. Ich denke, es muß jeder für sich entscheiden!
Dir, lieber Erwin, wünsche ich auf alle Fälle alles Gute, dass ihr die richtigen Entscheidung treffen könnt, und dass ihr immer die Hilfe und den Segen unseres himmlischen Vaters spüren dürft!!
__________________ LG Stefan
Wäre das Leben reines Zuckerschlecken, uns wäre bestimmt bald kotzübel.
~ © Helga Schäferling geb. Lösch ~ deutsche Sozialpädagogin *10.10.1957
|
|
11.04.2008 14:54 |
|
|
puschel unregistriert
 |
|
gestern gelesen.
"was passiert an einem tag in deutschland?"
3 morde
14verkehrstote
30 selbstmorde
320 schwangerschaftsabbrüche
.
.
.
1800 geburten
..."
(quelle: p.m.welt des wissens, ausgabe mai 2008)
betroffene grüße
puschel
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von puschel: 17.04.2008 00:47.
|
|
17.04.2008 00:47 |
|
|
|
|
|
 |
Views heute: 1.982 | Views gestern: 2.536 | Views gesamt: 9.624.711
 |
RSS Feeds abonnieren |
|