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Eltern dürfen ruhig nein sagen     |
hartmut unregistriert
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| Eltern dürfen ruhig nein sagen |
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Autoritäre Erziehung,Antiautioräte Erziehung,christliche erziehung,humanistische erziehung
Noch wie war die Unsicherheit der Elterngenerationen so gross wie heute
Nun steht fest:Eltern dürfen ruhig mal nein sagen
Aber Erziehung darf nicht mit ständiger Belehrung verwechselt werden
Nachstehend nun ein Ausschnitt aus der Zeitschrift Baby und Familie.Dort stand der dänische Erziehungswissenschaftler Juul Rede und Antwort zu dem Thema
Jetzt das Zitat
"Viel wichtiger ist das Vorbild der Eltern: Wie reden die Menschen in der Familie miteinander? Wie sehr sind sie in der Lage, sich gegenseitig zuzuhören? Wie verhalten Eltern sich außerhalb der Familie? Wer freundlich den Nachbarn grüßt und ordentlich Messer und Gabel benutzt, kann sich sicher sein, dass Kinder sich solche Fertigkeiten von selbst aneignen. Dauernde Ermahnungen, bis der Nachwuchs keine Lust mehr hat zuzuhören, sind dann überflüssig. Jesper Juul spitzt die Folgerung daraus gern zu: "Im Grunde hat Erziehung überhaupt keinen Zweck." Vielmehr sit ein klarer Standpunkt gefragt, zu dem auch das unmissverständliche Nein gehört.
Etwas wissenschaftlicher drückt es Dr. Christiane Kaniak-Urban, Kinder- und Jugendpsychotherapeutin aus Rosenheim, aus: "Erziehung ist Beziehung." Kinder müssen sich angenommen fühlen und brauchen Vorbilder. Wenn Eltern das gelingt, dann könnten sie sich sogar jede Menge Fehler erlauben, die dem Kind und der Beziehung zu den Eltern nicht schaden. Der praktische Juul nennt sogar eine Zahl: "Zwanzig Fehler am Tag zu machen ist total in Ordnung", beruhigt er die Eltern. Wenn die Beziehung stimmt, wenn das Verhältnis von Liebe und Respekt geprägt ist, kann im Grunde nichts schief gehen. "Die Natur", schreibt der renommierte Schweizer Pädiater Professor Dr. Remo Largo, "rechnet nicht mit perfekten Eltern."
Quelle:http://www.presseportal.de/pm/54201/1162...by_und_familie/
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04.04.2008 17:00 |
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Helga unregistriert
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Es gibt keine perfekten Eltern.
Habe mir nicht die Zeit genommen den Link anzuklicken.
Ich finde auch, dass wir Eltern in erster Linie Vorbilder sein sollten bzw. auch sind, ob positiv oder negativ.
Aber mit den Kindern reden, ihnen Regeln zu erklären und bestimmte Anordnungen zu begründen, ist genau so wichtig, wie die Vorbildfunktion.
Natürlich muss ein Kind auch mal ein nein hören, aber ich finde auch ganz wichtig, zu erklären - auch schon einem kleinen Kind - warum man ein nein ausgesprochen hat.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Kinder, auch wenn sie noch sehr klein sind, Regeln dann besser akzeptieren, als wenn es nur das Wort nein hört.
LG Helga
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04.04.2008 21:56 |
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helfu14 unregistriert
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Ihr Lieben,
natürlich haben wir uns in der Erziehung unserer Kinder immer bemüht, es besser zu machen, als unsere eigenen Eltern. Dazu gehörte eben auch, nicht einfach nur "nein" zu sagen, weil wir das so wollten, sondern es auch immer zu erklären.
Wir haben aber auch festgestellt, als unsere Jungs im pubertären Alter waren, Kinder wollen Grenzen gezeigt kriegen. Wir haben daraus für uns eine Vorgehensweise geprägt, die vielleicht auch bei Euren Kindern funktioniert :
Mit Liebe und Verständnis Grenzen setzen.
LG Helmut
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05.04.2008 13:57 |
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Dania unregistriert
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| Eltern dürfen ruhig mal nein sagen |
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Jawohl, daß kann ich nur unterstreichen, Eltern dürfen, ja müssen sogar mal nein sagen. Es ist schon richtig, die Eltern/Kind-Beziehung wird geprägt durch Vorbild/Anschauung - Imitation des Elternverhaltens durch das Kind.
Der Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi hat in sein Bemühen um die Erziehung/Führung eines Kindes das "Wohnstubenprinzip" gestellt, daß bedeutet, ein Kind sollte sich in seinem jeweiligen Kontext (Elternhaus, Schule, Beruf, in unserem Fall auch Gemeinde) so wohlfühlen, so geliebt und verstanden fühlen dürfen wie es in einem guten Elternhaus der Fall ist bzw. sein sollte. Ganz besondere Bedeutung kommt dem Gespräch mit dem Kind zu. Eltern sollten nicht nur verbieten, sondern erklären, warum dies oder das so oder so getan, geschehen sollte. Kinder für etwas einsichtig machen, sie verstehend zu machen, ist vorrangig die Aufgabe, die Eltern zu erfüllen haben. Bleiben Kinder mit ihren Eltern in einem guten Gespräch, wird die Beziehung immer stabil sein und auch Aufgeregtheiten z. B. während der Pubertät gut überstehen. Auch ein "Nein" wird ein Kind dann akzeptieren ohne große Diskussion.
Dania
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06.04.2008 16:02 |
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giggi unregistriert
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| RE: Eltern dürfen ruhig mal nein sagen |
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Ja Dania, Du hast recht das Eltern nicht nur dürfen sondern auch nein sagen müssen. Die Kinder lernen es sonst nicht und halten ein Nein für ein Jaein.
Wie gut kann ich mich noch daran erinnern als meine damals 4 jährige Tochter zu ihrem 2 jährigen Bruder in einem Supermarkt sagte:
"Du weisst doch Mama hat nein gesagt und nein heisst nein und nicht ja."
Heute lachen wir noch über diese Begebenheit und sind glücklich das die Kinder es gegriffen haben.
lg
giggi
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09.04.2008 10:56 |
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ruth

Forenkönigin
   

Dabei seit: 13.04.2008
Beiträge: 1.217
Gästebuch: deaktiviert
Religion: neuapostolisch Herkunft: nrw
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| RE: Eltern dürfen ruhig nein sagen |
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Da haben wir es, der Gottesdienst für die Eltern von Bezirksapostel Brinkmann: wie Recht hat er.
Seien wir noch mehr Vorbild! In den großen Sachen und auch in Kleinigkeiten!
Allerdings
muss ich dazu aus eigener Erfahrung mitteilen: für die Kinder erscheinen die Eltern dann oft als zu perfekte Eltern, irgendwann bringt dann das Erkennen von großen Fehlern den Absturz!
Leider!
__________________ Liebe Grüße von Ruth
Welt, du bist uns zu klein;
wir gehn durch Jesu Leiten
hin in die Ewigkeiten:
Es soll nur Jesus sein.
(G. Tersteegen, 1738)
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15.04.2008 15:29 |
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Belle unregistriert
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| Zitat: |
| Wie verhalten Eltern sich außerhalb der Familie? Wer freundlich den Nachbarn grüßt und ordentlich Messer und Gabel benutzt, kann sich sicher sein, dass Kinder sich solche Fertigkeiten von selbst aneignen. |
Ich war mir schon immer ziemlich sicher, daß bei meinem Sohn alle Erziehungsratgeber versagen. Will sagen, ich sitze ihm seit 10 Jahren gegenüber und esse mit Messer und Gabeln, schaukle nicht mit dem Stuhl, bekleckere nicht bei jeder Mahlzeit Pullover, Tischdecke und Stuhl und schmatze nicht.
| Zitat: |
| Dauernde Ermahnungen, bis der Nachwuchs keine Lust mehr hat zuzuhören, sind dann überflüssig. |
Das allerdings trifft 100 % zu.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Belle: 16.04.2008 22:37.
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16.04.2008 22:36 |
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mheidrun unregistriert
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| Klare Ansagen sind besser als "rumgeeier" :-) |
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Hallo zusammen,
ich habe inzwischen die Erfahrung, dass es für unsere Kinder ganz Notwendig ist, auch mal NEIN zu sagen (wie schon geschrieben wurde).
Was ich aber auch sehr wichtig empfinde ist, auch konsequent dann zu sein. Also wenn man mit einem "Verbot" eine Konsequenz angekündigt hat, diese dann auch durchzuziehn. Also immer gut überlegen, kann ich das, was ich grad als "Druckmittel" einsetzen will, auch durchhalten ???
Ein Familientherapeut gab mir mal den Rat, die Kinder wählen zu lassen. So unter dem Motto: Du kannst Möglichkeit A wählen, dann wird das und das geschehen oder aber Möglichkeit B, dann ist dies oder jenes die Konsequenz.
Wir haben mit unseren 5 Kindern sehr gute Erfahrungen damit gemacht, denn so wussten die Kinder ganz klar, egal wie ich mich entscheide, es ist meine Entscheidung.
LG
Heidrun
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16.07.2008 14:12 |
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fazerBS

Moderatorin
   

Dabei seit: 21.01.2005
Beiträge: 1.933
Gästebuch: aktiviert
Religion: neuapostolisch
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Wichtig sind "Konsequenzen" - und keine "Strafen". Ein Fernsehverbot z.B. wird sicher nicht als "Konsequenz" eines unordentlichen Essens gesehen.
Manchmal habe ich auch den Eindruck, dass das beste Vorbild nichts nützt
.
Es gibt Situationen, wo ich ohne Diskussion "Stop" bzw. "Nein" sage - und dann anschließend (oder vorher schon) erkläre warum. Dies gilt bei Gefahren für "Leib und Leben" wie man so schön sagt. Ein Beispiel dafür ist der Straßenverkehr. Z.B. wird meine Tochter vor einer Fahrradtour noch einmal darauf eingeschworen - und wenn dann "Stop" kommt, dann heißt das sofort anhalten - und nicht 10 m später. Seit sie einmal als 4-jährige wegen Nichtbeachtung eine Woche Fahrradverbot hatte (das war konsequent, denn sie hatte mit dem Fahrrad am Straßenrand nicht gehalten!) akzeptiert sie dies - es hat bereits ihr Leben gerettet (oder sie zumindest vor einem schlimmen Unfall bewahrt)! Seitdem wird es umso besser umgesetzt.
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16.07.2008 22:54 |
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