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Ist die Ehe ein Auslaufmodel?    |
netti unregistriert
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Original von saba
Ich frage einfach so weil, ich weiß nicht.... in meiner Vorstellung .... angenommen ich würde jetzt in den nächsten 5 Jahren mit Kinder anfangen, hätte ich wahrscheinlich keine Lust mehr jemals wieder arbeiten zu gehen :-))
LG saba |
Ohhhh...ich schon
Zu der Zeit gerade als meine kids klein waren, war arbeiten gehen für mich wie Urlaub
Heute hätte ich gerne mal ab und an mehr Zeit für die Kinder, aber jetzt ist es so wie es ist.Und wir werden das auch alles irgentwie schaffen.
LG
netti
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25.08.2008 19:57 |
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Helga unregistriert
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Ach arbeiten in meinem Beruf wollte ich eigentlich immer, wenigstens halbtags als die Kinder in den Kindergarten und später in die Schule gingen.
Aber ich habe keine Arbeit bekommen.
Bin wohl immer zwischendurch in einem Heimverkauf tätig gewesen.
Erst Plastiktöpfe, dann Schmuck und dann wurde ich Tagesmutter und das bin ich nun schon seit 1985.
Nun bin ich 56 und komme garantiert nicht mehr in meinen Beruf.
Also bleibe ich bis zur Rente Tagesmutter(oma)
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25.08.2008 21:44 |
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Nette

Administratorin
     

Dabei seit: 29.05.2006
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Die Frage "Kinder oder arbeiten" stand für uns überhaupt nicht. Obwohl es gerade in NAK-Kreisen meist so war, dass Mutti mit Kleinkindern nicht arbeiten ging. Wir sind oft auf Unverständnis gestoßen, unser ältester Sohn ist mit einem halben Jahr den ganzen Tag in die Kinderkrippe gegangen. Sonst wären wir auch in der DDR finanziell nicht über die Runden gekommen. Für Verheiratete gab es erst ab dem 2. Kind ein bezahltes Babyjahr. So konnte ich nur die 20 Wochen nach der Geburt des Kindes bezahlt zu Hause bleiben. Klar, Brot, Milch und Miete und auch Bus fahren war billig, wirklich, aber ein Paar Schuhe oder eine Hose haben jeweils ca. 20 % meines monatlichen Einkommens gekostet. Oder ein Fernseher hat 4 Monatsgehälter gekostet. Zumindest in den Berufen, in denen mein Mann und ich arbeiteten. Wir hatten dummerweise beide keinen Beruf, wo man nach Feierabend noch dazuverdienen konnte. Also mussten wir zusehen.
Dazu kam auch noch, dass die Wohnungssituation eine völlig andere war. Wir haben unsere erste eigene Wohnung bekommen, als unser erstes Kind geboren war, vorher wohnten wir ein halbes Jahr noch jeder bei seinen Eltern und dann ein halbes Jahr gemeinsam bei meinen Eltern. Ohne Hochzeit und Kind hätten wir damals nie eine Wohnung bekommen.
Wir hatten uns kennen gelernt, da war ich 16 und beendete gerade die 10. Klasse. Dann begann ich mit meiner Ausbildung. Als die vorbei war, haben wir gesagt: worauf wollen wir warten? Ich war 18 Jahre und 8 Monate, als wir heirateten, und das ist nun schon 24 Jahre her.
Heute sind die Verhältnisse völlig anders, wer hat mit 18 eine abgeschlossene Ausbildung? Ich würde niemals von meinen Kindern verlangen, mit der Hochzeit bis nach der Ausbildung zu warten. Mir ist es "egal", ob ich mein unverheiratetes oder verheiratetes Kind finanziell unterstütze, bis es auf eigenen Füßen stehen kann. Es wäre schade, wenn sie die schönste Zeit ihres Lebens nicht mit jemandem teilen könnten...
Nette
__________________ Das Gute, dieser Satz steht fest, ist stets das Böse, das man lässt.
(Wilhelm Busch, "Die fromme Helene")
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26.08.2008 08:17 |
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bambo1 unregistriert
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Naja, es ist schon schön, zu Hause zu bleiben, wenn man Kinder hat. Dann kann man in Foren wie NEF stöbern und mit Freundinnen Kaffe trinken...
Ja, auch das hab ich genossen, besonders in den 8 Jahren, in denen ich NUR zu Hause war. Ich glaube allerdings, dass sich das heute keine (Ehe)frau mehr erlauben kann, allein schon wegen der zu erwartenden Rente (was wieder ein anderes Thema ist).
Aber eigentlich finde ich die Idee "Ehe für 7 Jahre" gar nicht so schlecht, da hätte man die Möglichkeit, das ganze noch mal zu überdenken und neu zu entscheiden, ob man dieses Leben so weiterführen will.
LG bambo1
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26.08.2008 08:33 |
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Helga unregistriert
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| Zitat: |
Original von bambo1
Naja, es ist schon schön, zu Hause zu bleiben, wenn man Kinder hat. Dann kann man in Foren wie NEF stöbern und mit Freundinnen Kaffe trinken...
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Na ja, wenn ich das hier so beobachte, ich glaube auch Berufstätige können die Zeit im NEF nutzen
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26.08.2008 08:48 |
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Excalibur
jenseits von gut und böse;-)


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aber mal ne frage von mir,
was ist euch so wichtig an der ehe, ich meine das zusammenleben und kinder kriegen usw, das geht auch ohne schein und kirchliche riten und das es erst sehr spät nen sakrament geworden ist, ist auch bekannt, also da zieht das mit der bibel auch nicht wirklich,
was ist also daran so unverzichtbar, das man um die ehe, gerade auch bei der debatte um die ehe bei homosexuellen paaren, so vehement und viel völlig neben der sachlage diskutiert,
Excalibur
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26.08.2008 09:34 |
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fazerBS

Moderatorin
   

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U.a. ist die rechtliche Lage eine andere - zumindest in Deutschland. Da geht es um Renten, Erbe, Sozialversicherung, ... um nur mal ein paar zu nennen. Die Ehe ist (hier) eine zivilrechtliche Geschichte.
Meines Wissens ist die Ehe in der NAK kein Sakrament - es gibt wohl einen Segen dazu.
| Zitat: |
| gerade auch bei der debatte um die ehe bei homosexuellen paaren |
War das hier in dem Thread ein Thema?
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26.08.2008 10:31 |
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Excalibur
jenseits von gut und böse;-)


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@ fazer
blenden wir mal die steuervorteile usw aus, das könnte man ja auch anders regeln und das mit den steuern ist ja auch noch gar nicht so lange her, das man das eingeführt hat,
ja die ehe ist ein sakrament, aber erst seit dem mittelalter,
davor und auch zu jesu zeiten, war es ein simples rechtsgeschäft zwischen zwei familien, ganz ohne sakramentalen charakter und in der nak ist die ehe keine sakrament,
deswegen muß man du sollst nicht ehebrechen und die teilweise sehr überzogene strafandrohung der alten zeit auch etwas differenzierter betrachten, immerhin ging es bei der heirat um viel geld etc,
nöö das mit den homosexuellen war kein teil der ersten frage, aber wenn man über ehe redet und das sie doch ein auslaufmodell ist, dann muß man auch dahin kommen und sagen das nicht alle eine ehe eingehen dürfen die da wollen,
Excalibur
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26.08.2008 10:44 |
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netti unregistriert
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| Zitat: |
Original von Excalibur
aber mal ne frage von mir,
was ist euch so wichtig an der ehe, ich meine das zusammenleben und kinder kriegen usw, das geht auch ohne schein und kirchliche riten und das es erst sehr spät nen sakrament geworden ist, ist auch bekannt, also da zieht das mit der bibel auch nicht wirklich,
was ist also daran so unverzichtbar, das man um die ehe, gerade auch bei der debatte um die ehe bei homosexuellen paaren, so vehement und viel völlig neben der sachlage diskutiert,
Excalibur |
Vor fast 16 jahren als ich das erste mal geheiratet habe, war es mir einfach wichtig ein geregeltes Leben zu führen.
Dazu gehörte heiraten (standesamtlich und kirchlich) und Kinder kriegen. Alles sollte der Norm entsprechen. Ich lernte meinen Mann kennen und lieben und dann war das relativ schnell klar,dass geheiratet wird.
Mit gereiftem Alter sehe ich das etwas anders.
Ich lebe seit längerer Zeit mit meinem Freund zusammen, führe also eigentlich schon ein normales Familienleben. Wozu dann nochmal heiraten?
Aber da ist noch was anderes:
Für mich ist es ein wirklicher Liebesbeweis und kein Dahergeplapper , wenn jemand fragt: Willst du mich heiraten ?
Ich bräuchte auch keine große Feier mehr. Standesamt,kleine Feier mit Freunden...fertig !!!!
Ihr seht, ich mach schon Gedanken
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26.08.2008 13:53 |
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Excalibur
jenseits von gut und böse;-)


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geheiratet haben schon viele im festen vorsatz das gesagte umzusetzen, die zeit zeigt manchmal das es nicht durchführbar ist,
ich mache mir nur so meine gedanken, macht eine heirat eine beziehung sicherer oder besser, als wie wenn man nur so zusammenlebt, aber dennoch eine familie mit kind und kegel führt
Excalibur
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26.08.2008 14:00 |
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Nette

Administratorin
     

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Immerhin unterschreibt man bei einer Heirat eine Urkunde und übernimmt öffentlich Verpflichtungen, was bei einem "einfachen" Zusammenleben nicht der Fall ist. Ob dadurch eine Beziehung besser oder stabiler wird, das steht auf einem anderen Blatt. Rein bürokratisch ist manche Hürde geringer, wenn man verheiratet ist und nicht nur "verpartnert"
Das finde ich gerade lustig: Familie mit Kind und Kegel. Ich habe neulich gelernt, dass der/die "Kegel" die außerehelichen Kinder bezeichnete
Nette
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(Wilhelm Busch, "Die fromme Helene")
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26.08.2008 14:09 |
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netti unregistriert
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Eine Trennung ohne Trauschein dürfte einfacher sein....nicht emotional , aber rechtlich .
Und preiswerter wahrscheinlich auch
Ob die Beziehung besser ist ? Vielleicht hat man dieses besondere "Wir-Gefühl".
Man zeigt damit auch anderen. Wir gehören zusammen und wollen es auch bleiben.
Das soll nicht heißen , dass nicht verheiratete ,keine besondere Beziehung führen .
Heirat ist einfach ein besonderes Liebeszeichen....für mich!
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26.08.2008 14:25 |
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ruth

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Eine meiner Freundinnen hat nach 10 Jahren des Zusammenlebens geheiratet, weil sie Kinder wollten, danach ging es nur abwärts, 2 Jahre weiter lagen sie in Scheidung (oder Trennung). Als sie in der Abschiedsphase dann noch ein Kind zeugten, blieben sie doch zusammen, und es geht wieder aufwärts. Denke, beim "freiwilligen Zusammenbleiben" bemüht man sich mehr als beim "Legalisierten".
Nun, der Höhepunkt einer Liebe soll wohl die Legalisierung derselben sein!
Man meint auch, Frauen streben das gerne an, das war aber mal.
Ich (als Frau) hätte vielleicht nie geheiratet, wenn meine Mutter nicht so sehr dafür gewesen wäre (der Junge aus der Nachbarschaft war so ideal). Heute "winke" ich lieber in die Ewigkeit, sorry.
Meine Verbindungen gehen eigentlich meist auseinander, weil ich NICHT heiraten will.
Zur Heirat nur kirchlich stellt die NAK sich ja abwartend hin, (war hier doch auch schonmal Gesprächsthema), können wir es dann machen wie teils Ausländer? (Die Liebe zur Landsmänn/in wird kirchlich gesegnet, die Ehe zur Deutschen legalisiert?) Denn eine offizielle Scheidung oder Ledigkeit ist dort nicht nachvollziehbar.
Hat natürlich alles Vor- und Nachteile.
Und eine rein "freundschaftliche" Freundschaft, mag man sie geschwisterliche Liebe oder sonstwie Liebe nennen und empfinden, ist auch kompliziert, allerdings hat das den eindeutigen Vorteil, dass dann das "Drumherum" nicht stimmen muss, aber irgendwie irgendwo anlehnen möchte sich wohl jeder gerne.
Aber da heute jeder selbstständiger werden kann/darf/muss, läuft die Ehe vielleicht tatsächlich mehr und mehr aus, wenn man auch staunt, wie die gleichgeschlechtlichen darum kämpfen. Da wurde mir aber gesagt, geht es viel um Rechte und Geld, was ich allerdings nicht so ganz glaube.
Liebe Grüße!
__________________ Liebe Grüße von Ruth
Welt, du bist uns zu klein;
wir gehn durch Jesu Leiten
hin in die Ewigkeiten:
Es soll nur Jesus sein.
(G. Tersteegen, 1738)
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26.08.2008 15:52 |
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fazerBS

Moderatorin
   

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Religion: neuapostolisch
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Nimmt man das Wort "Hochzeit" wörtlich, so geht es demnach nur noch abwärts
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26.08.2008 16:19 |
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