schwerkranke Kinder |
Sylvi67 unregistriert
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Ich fange hier mal ein sehr heikles Thema an, aber es interessiert mich einfach Eure Meinung dazu.
Wie würdet Ihr mit Eurem Kind umgehen, wenn Ihr eines Tages von einem Professor gesagt bekommt, dein eigenes Kind hat einen schweren Herzfehler, es kann jede Minute von der Erde gehen.
Ich würde meinem Kind alles geben....meine ganze Liebe...Wünsche erfüllen, jedoch nicht solche Wünsche erfüllen, wo ich von vornherein sehe, dass sie für den Leib, für die hinschleichende Krankheit gefährlich sein könnten, der Heilungsprozess dadurch schneller voran getrieben werden könnte, mein Kind schneller sterben könnte, als es bestimmt ist.
Freue mich auf Eure Beiträge.
[geändert von Sylvi67 am [TIME]1156766005[/TIME]]
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28.08.2006 13:52 |
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fazerBS

Moderatorin
   

Dabei seit: 21.01.2005
Beiträge: 1.933
Gästebuch: aktiviert
Religion: neuapostolisch
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Das ist eine ganz schwierige Frage, liebe Sylvi.
Ich kann nur sagen: so viel Liebe wie möglich geben, trotz allem Grenzen setzen. Jeden Tag bewußt erleben - sollten wir das als Eltern nicht alle?
Wir haben es uns seit einer Weile zur Gewohnheit gemacht (aufgrund tiefgreifender Veränderungen) uns abends einige Minuten Zeit zu nehmen das Positive des Tages aufzugreifen und zu nennen.
Also: weniger die Sorge um "morgen", mehr die Freude über das "heute". Weniger Negatives "das ist schief gelaufen, war nicht gut, ..." - mehr "das war schön, hat mir Freude gemacht, ...".
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28.08.2006 14:12 |
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Aschenputtel unregistriert
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| Zitat: |
Erstellt von Sylvi67
....wo ich von vornherein sehe, dass sie für den Leib, für die hinschleichende Krankheit gefährlich sein könnten, der Heilungsprozess dadurch schneller voran getrieben werden könnte....
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??? Meintest Du nicht eher Krankheitsverlauf anstelle von Heilungsprozeß? Verstehe das sonst nicht
Ansonsten ist das wirklich ein heikles Thema. Ich kann Dir gar keine gescheite Antwort darauf geben, denn ich wäre wahrscheinlich in der ersten Zeit sowas von daneben und wütend. Wahrscheinlich wächst man aber auch in sowas hinein.
Mir sagte letztens jemand; wenn man nicht in der Situation ist, sollte man sich auch nicht unbedingt -v.A. wenn es einen belastet- fiktiv mit so einem Sachverhalt befassen. Es kann einen absolut überfordern und nützt in den meisten Fällen nichts, weil man akut in so einer Situation sowieso instinktiv reagiert.
Ich will Dir damit nicht Dein Thema zerschießen, eigentlich heißt es lediglich......ich mag mich nicht damit auseinander setzen. Das schließt aber nicht aus, daß ich nicht für alle bete, denen so ein schweres Los beschieden ist.
Mit der Bitte um Verständnis
LG
Bärbel
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28.08.2006 14:15 |
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zumfrankiboy unregistriert
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Das ist wirklich ein schwieriges Thema
und ich möchte davon nicht betroffen sein.
Gehen wir doch mal davon aus, dass man sich Gedanken macht, ob der Liebste nicht gerade heute im Berufsverkehr einen Unfall hat.
Habe vor einer Stunde einen gesehen, es krachte, ein kleiner Hyundai wurde von einem Betonmischer ein Stückchen vorgeschoben und schon ruhte die ganze Kreuzung.
Ich glaub, es ist nichts weiter passiert, nur dass es jetzt in den Kleinwagen reinregnet.
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28.08.2006 17:28 |
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taddelfee unregistriert
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Hallo Sylvi67,
ich glaube, dass man die Frage - wenn man nicht selbst in einer solchen Situation steckt - nicht wirklich beantworten kann. Planen kann man viel für den Fall der Fälle, wenn er dann aber tatsächlich eintritt, denke ich, reagiert jeder anders. Der eine schiebt es weg und tut so, als wäre nichts. Der andere verliert den Boden unter den Füßen und kann keinen vernünftigen Gedanken mehr fassen. Und manche wiederum behalten scheinbar einen kühlen Kopf.
Also ich könnte echt nicht sagen, wie ich reagieren und was ich tun würde.
Und wie Aschenputtel schon gesagt hat, mach Dir nicht zu viele Gedanken über solche Fragen. Es ist zwar manchmal ganz gut, wenn man sich bewusst macht, welche Probleme man (nicht) hat, aber man soll sich von solchen negativen Dingen nicht runter ziehen lassen, sondern lieber auf das Positive schauen.
Liebe Grüße
taddelfee
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02.09.2006 17:31 |
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Moewe

Forenkönigin
   

Dabei seit: 18.12.2003
Beiträge: 1.935
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Religion: keine Angabe
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Hallo Sylvi,
ich weiß ja nicht, was dich bewogen hat diese Frage zu stellen... Es war so ein Spruch meiner Mutter "nicht über ungelegte Eier nachdenken" denn wenn es so kommt, dann anders als man denkt und dann handelt man spontan nach Gefühl und Instinkt... Ob das nun eine tödliche oder dauerhaft chronische, womöglich lebenslange Krankheit ist...
Fakt ist, in der betroffenen Familie ändert sich alles! Alles muss von Grund auf neu strukturiert werden, damit trotz allem keiner zu kurz kommt und die Prioritäten müssen vollkommen neu gesetzt werden.
Ich hatte in meiner Kindheit/Jugendzeit einen Jungen in der Gemeinde und in meiner Parallelklasse, der schwer an einer damals fast noch unheilbaren Krankheit (Leukämie) erkrankt war. Er wurde, so wie es irgendwie nur ging, von allen ganz normal behandelt. Keine Extrawürste und nicht besonders verwöhnt... Und das war für ihn auch das Beste. Er war so reif und ruhig, bevor er heimging und für alle ein Vorbild als Mensch und im Glauben, dass mir heute noch die Tränen kommen, wenn ich an ihn erinnert werde.
Normalerweise lieben Eltern ihre Kinder sowieso, wieso also besonders "die ganze Liebe" geben? Wünsche erfüllen? Normalerweise versucht man ja auch, auf die Kinder einzugehen und ihre Wünsche, sofern sie in einem vertretbaren Rahmen sind, zu erfüllen.
Das sind mal so meine Erfahrungen mit einem unheilbar erkrankten Jungen, den ich immerhin fast 10 Jahre kannte, auch wenn sie aus der Steinzeit stammen
LG Sandra
[geändert von Moewe am [TIME]1157227899[/TIME]]
__________________ Tempora mutantur, nos et mutamur in illis

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02.09.2006 22:07 |
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