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Zum Ende der Seite springen Der NAK Glaube in der ehemaligen DDR
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Sebastian
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Hallo Ihr Lieben,

angeregt durch einen kleinen Plausch, eröffne ich ein Thema zum NAK Glauben in der DDR. Ich erhoffe mir einige Erfahrungsberichte:

- Wie wurde das Thema NAK behandelt?
- Wurde man benachteiligt?
- Wie groß war das Verständnis?
- etc.

Da ich selbst in der DDR aufgewachsen bin, kann ich sicherlich einiges berichten. Vorab aber nur eine Begebenheit, welche schon 40 JAhre zurück liegt, aus unserer Familie:

Der Bruder meiner Oma war damals Lehrer in einer kleinen Schule auf einem Dorf. Ihm wurde der Direktorposten angeboten. Dafür sollte er aus der Kirche austreten und in die SED eintreten. Das hat er verweigert. Daraufhin hat man ihn "gemobbt". Er ist dann mit seiner Frau und seinen 3 jährigen Sohn mit nur einen Koffer nach den "Westen gemacht". Hat letzendlich hier (zufällig hier, wo ich jetzt auch wohne) eine Stelle als Lehrer bekommen und es zum Rektor geschafft. Namen lassen wir natürlich weg.

Nun seit ihr dran.

Danke.

Bitte nicht die DDR nieder machen! Alles war nun auch nicht schlecht!

Gruß,
Sebastian
12.06.2006 22:09
Sonnenschein
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Hallo Sebastian,

natürlich war nicht alles in der DDR schlecht, es gab auch gute Seiten.

Ich selbst bin in Stuttgart aufgewachsen, kann also nur aus Erzählungen bzw. aus Besuchen berichten.

Wir haben damals aber von unseren Gastgebern mitbekommen, dass der Sohn in der Schule benachteiligt war, weil er in die Kirche ging und sein Vater ein Amt hatte. Als dann auch noch die Konfirmation anstand, wurde es noch schlimmer.

Grüßle Birgit
12.06.2006 22:26
Sebastian
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Hallo Birgit,

ja das ist richtig. Zu meiner Konfirmationszeit war die DDR zwar schon "geschlossen" aber ich war in meiner Klasse der einzigste, der keine Jugendweihe hatte. Da steht man schnell als Außenseiter da.

GRuß,
Sebastian
12.06.2006 22:36
Jedro
unregistriert
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Das "Schlimmste" an der DDR waren die Tage nach der Grenzöffnung...als alle ihr Begrüßungsgeld abholten...selbst bei uns in der nordwestdeutschen Tiefebene tauchte "sie" in ihren damals markanten "DDR-Jeans" und Leder-Imitat-Aktentasche auf und legten die Pässe vor...jaja..so war das damals für uns Schalteraffen bei der Post schon etwas stressich großes Grinsen

Und jedes Jahr zu Weihnachten diese Fluten von Care-Paketen in die "Ostzone" Augenzwinkern

NAK'mäßig mochte ich immer die Chöre leiden..wie man heutzutage in den neuen BL singt weiß ich nicht...
12.06.2006 22:38
Sebastian
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jaja, die schönen Westpakete - dass war für uns Kinder immer ein Erlebnis. Allein der Geruch... mhm.

Übrigens: Auch ich war mit meinen Opa am 1. Tag im Westen! Das waren Eindrücke. Unvorstellbar.

Die Chöre waren zu BAP Karnick Zeiten erste Sahne. Es hat etwas nachgelassen, da auch viele junge Geschwister <schäm> abgehauen sind und der Nachwuchs fehlt. Aber damals haben wir viel mehr gesungen, gespielt, etc.. Das war damals in unserer Gemeinde fast schon Pflicht, dass jedes Kind ein Instrument spielen sollte. Anders gesehen, hatte wir auch mehr Zeit. Fernseher, Computer, etc. gab es ja schließlich für uns Kinder nicht.

Gruß
Sebastian
12.06.2006 22:47
Aquamarin
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@Sebastian

*so so*
Auch ein 'Karnick'-Großgewordner?
Tja, da wurde wohl die Liebe zur Musik geboren smile
Ich kann es verstehen und vollziehe es immer noch nach ....
Nein - wir schwelgen jetzt nicht in Erinnerungen smile

LG Aqua.
13.06.2006 09:54
Sylvi67
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hallo ehemaliger DDR-ler *grins*

Auch ich bin Einer von denen und muss es bestätigen von Sebastian, alles war nicht schlecht. Zum Beispiel das Schulnetz sowie das soziale Netz war weitaus besser als jetzt.

Die NAK hatte es sehr schwer, da sie nur als Sekte anerkannt wurde.
Zu jedem größeren Diensten von Apostel angefangen, auch großén Jugenddiensten sassen in der kIrche Stasizivielleute und horchten, ob die Kirche gegen den Staat predigte, was jedoch nie der FAll war.
Wir als Jugendliche wurden oft verhöhnt, wenn wir zu einem Jugendtag oder größeren Jugenddiensten wo der Apostel angesagt war mit unserer Schwarz-weiß- Kleidung in den Zügen sassen. Jedoch haben wir uns davon nicht beeindrucken lassen, sondern stimmten dann im Wagon Kirchenlieder an. Wir hatten dann den Wagon entweder ganz für uns alleine oder ein paar Einzelne setzten sich zu uns und lauschten den Liedern und kamen manchmal sogar mit uns ins Gespräch. Für uns Jugendliche war das damals ein Erleben der Weinbergsarbeit.

Leider hatte man auch Nachteile, wenn es an die Berufswahl ging, da zuerst immer gefragt wurde, wie man sich staatlich angagiert etc.

Ein Priester aus meiner ehemaligen Gemeinde lernte in den 70- iger Jahren seine Frau kennen und war im Polizeipräsidium tätig. Er mußte seinen Posten aufgeben, als er sich versiegeln ließ.

So das war ein kurzer Einblick von meiner Seite :-)
13.06.2006 13:54
Aquamarin
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Waggon?

Da denke ich doch glatt an den Jugendtag in Sangerhausen.
Ein Sonderzug von Stendal nach Sangerhausen.
Voll Jugendlicher in schwarz / weiß.
War schon 'irre'.

Bei der Berufswahl hatte ich in dem Sinne keine Schwierigkeiten, nur das Abi konnte ich nicht dort machen, wo es am nächsten gehen sollte: an der Schule im Ort, dafür war diese 'zu rot'. Aber mit Umwegen hatte ich dann doch zeitgleich mit der Wende das Diplom in der Tasche, trotz NAK.
Ja, dass natürlich die Eltern zum Direktor eingeladen wurden, weil es 'der Persönlichkeitsentwicklung der Tochter nicht gut tut', wenn diese nicht an der Jugendweihe teilnimmt ..... ist ja selbstverständlich ;) (nur ein kleines Beispiel)

Generell mag ich diese Jugend- und Studienzeit nicht missen wollen.
Es bleiben schöne Erinnerungen.

LG Aqua.
13.06.2006 14:30
Jedro
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Ja...es war echt ne schöne Zeit damals...keinen Soli-Zuschlag brauchte man zahlen großes Grinsen
13.06.2006 14:35
Sylvi67
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Zitat:
Erstellt von Jedro

Ja...es war echt ne schöne Zeit damals...keinen Soli-Zuschlag brauchte man zahlen großes Grinsen


ähm jedro.......wie keinen soli-zuschlag zahlen???

woher willst du das wissen? bist auch ein ehemaliger DDR-ler? .-)
13.06.2006 17:18
Nette Nette ist weiblich
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Zitat:
Erstellt von Sebastian

- Wie wurde das Thema NAK behandelt?
- Wurde man benachteiligt?
- Wie groß war das Verständnis?
- etc.



winkewinke
...das habe ich in Erinnerung:

Es kam mächtig darauf an, wen man vor sich hatte. Meine Schuldirektorin hat mich trotz 1,1 Durchschnitt nicht zum Abitur gelassen, meinen Klassenlehrer hat meine Religion nicht gestört, meine Deutschlehrerin ließ mich einen Aufsatz über die Konfirmation schreiben, als die anderen alle über die Jugendweihe schreiben mussten. Den Wunschberuf konnte ich nicht erlernen (wegen fehlender Jugendweihe und Nichtmitgliedschaft in der Jugendorganisation). Aus heutiger Sicht kein Nachteil, aber das konnte man damals nicht wissen. Aber direkt Repressalien im Alltag hatte ich nicht zu durchleben. Eher wurde man in persönlichen Gesprächen ausgefragt, was das denn für ein Glaube sei.

Wenn wir montags nach dem Schulchor in Berlin nach Hause fuhren (ganzes Abteil im Zug), kam manchmal der Schaffner gar nicht mehr durch: Ihr habt ja alle 'ne Fahrkahrte! Klar, haben wir da gesungen!

Ich finde, dass "damals" das Interesse für unseren Glauben ein bisschen größer war als heute, und zwar aus dem einfachen Grund, dass es heute viel mehr Religionsangebote gibt.

Machts gut
Nette

13.06.2006 18:39 Nette ist offline E-Mail an Nette senden Beiträge von Nette suchen Nehmen Sie Nette in Ihre Freundesliste auf
Jedro
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Zitat:
Erstellt von Jedro

Ja...es war echt ne schöne Zeit damals...keinen Soli-Zuschlag brauchte man zahlen großes Grinsen


Zitat:
Erstellt von Sylvi67

ähm jedro.......wie keinen soli-zuschlag zahlen???

woher willst du das wissen? bist auch ein ehemaliger DDR-ler? .-)


Na...ganz einfach...wir zahlen nun zwangsweise zich Jahre schon diesen ollen Soli-Zuschlach...und diese Gelder werden auch noch teilweise zweckentfremdet (kam gestern mal wieder in den Nachrichten)...also...damals zu BRD-DDR Zeiten gab es dieses Zwangsgeld nicht...das meinte ich damit Augenzwinkern
13.06.2006 19:35
Sylvi67
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Zitat:
...also...damals zu BRD-DDR Zeiten gab es dieses Zwangsgeld nicht...das meinte ich damit Augenzwinkern


hm........komisch das ich soli-zuschlag in der DDR immer fleissig gezahlt habe Augenzwinkern

also von daher stimmt deine devise ned ganz Augenzwinkern

müßte sogar noch den ausweis da haben....wo die marken fein eingeklebt drin stecken :-)
13.06.2006 21:47
Sonnenschein
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Hallo,

Zitat:
komisch das ich soli-zuschlag in der DDR immer fleissig gezahlt habe


verwirrt verwirrt verwirrt

Wir zahlen seit der Einheit treu und brav den Solidaritätszuschlag, ob wir wollen oder net!

Grüßle Birgit
13.06.2006 21:56
Kathi-Bine
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Ähem....hier geht es doch um die NAK in der DDR Augenzwinkern

Über den Solizuschlag kann man woanders disskutieren Zunge raus
13.06.2006 22:04
Sebastian
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Hallo,

ich melde mich auch nochmal zu Wort.

@aquamarin: Ja, Karnick Erziehung - Sicherlich sehr konservativ, aber ich möchte es nicht missen. Ich hatte die Gelegenheit ihn näher kennen zu lernen und habe viel über seine Kompositionen und Privatleben erfahren. Ein wirklich toller Mann und Vorangänger. Auch heute noch!

Sicherlich gab es manche Benachteiligungen. Bei der Weinbergsarbeit wurde man auch mal mit einem Gartenschlauch vertrieben oder "Kloppe" angeboten. Sekte halt. Wobei ich sagen muss, dass zu unseren Weihnachtskonzerten die Kirche voll mit Gästen war - auch der Bürgermeister war da. Seltsam, oder?

DA kommen wir zu den bereits in einigen Berichten genannten schönen ERlebnissen. DEr Zusammenhalt in der Jugend war natürlich super. Wir haben sehr viel zusammen unternommen.

Mich interessieren auch mal Glaubenserlebnisse in Zusammenhang mit der staatlichen Gewalt, bzw. trotz der staatlicehnGewalt. :-)

Gruß,
Sebastian
13.06.2006 22:47
Ines67
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Hallo Ihr :-)) Auch ich bin in der DDR aufgewachsen und es war sicher nicht alles schlecht.. Z.b wurde unheimlich viel für die Familien getan, wobei man heut ja schon - sorry - fast asozial ist, wenn man mehr als zwei Kinder hat.

Es gibt überall schlechte Menschen, im Osten und im Westen - auf jeden seine Einstellung kommt es an!! Und Menschen, die Vorurteile gegenüber "Ossis" haben, versteh ich überhaupt nicht. Womit ich auch immer wieder im beruflichen konfrontiert werde. Seit 1997 leb ich in Bayern und seit dem hab ich einiges hinzugelernt... ;-))

Was ich vemisst hab damals? Fernsehen, Kino, Disco.. denn irgendwie untersagte das die Kirche.. obwohl - ist untersagen das richtige Wort????

verwirrt

Bye :-)))
23.08.2006 17:50
Mozart
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Zitat:
Was ich vemisst hab damals? Fernsehen, Kino, Disco.. denn irgendwie untersagte das die Kirche.. obwohl - ist untersagen das richtige Wort????


Das war im Westen auch untersagt, bzw. man hat gedroht bekommen, dass man nicht dabei sein werde, wenn "der Herr komme", wenn man diese "luststätten der Welt" besuchen würde.

Untersagen, drohen.... das kann man so oder so nennen...


[geändert von Mozart am [TIME]1156350899[/TIME]]
23.08.2006 18:34
Ines67
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ja, so seh ich das auch... rotes Gesicht
23.08.2006 18:38
Willibald Willibald ist männlich
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Ich kam1991als "Aufbauhelfer" nach Sachsen-Anhalt und habe in dieser Zeit während meiner Freizeit in der dortigen Gemeinde am Ort mitgearbeitet. Meine Erfahrung war es, dass das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gemeinde weitaus stärker ausgeprägt war als im Westen. Leider war es auch die - wohl begründete - Furcht des Vorstehers, dass dieses mit der Zeit immer mehr schwinden würde. Fuhr jemand mit einem neuen Auto auf das Kirchengrundstück, begann leider auch Gerede und Neid. Und noch wenige Jahre vorher hatte die Gemeinde zusammen ein neues Kirchengebäude unter großen Schwierigkeiten errichtet, wobei alle mithalfen!
Wenn ich mit den Brüdern allein war, berichteten sie auch von Behinderungen und Schikanen durch die früheren staatlichen Stellen. Ein Evangelist berichtete, dass Zeugnisbringen und Singen in einem kleinen Ort in der Nachbarschaft mit dem Argument verboten wurde, die Brüder sollten sich ja vorsehen, sie ständen schon auf "der Liste".
Insgesamt gesehen aber erlebte ich Zustände, wie sie mir von meinen Eltern geschildert wurden, wie diese sie nach dem letzten Krieg erlebt hätten: Ein großes Gemeinschaftsgefühl, viel Verständnis füreinander und gegenseitige Hilfe in vielfacher Hinsicht!
23.08.2006 18:57 Willibald ist offline Beiträge von Willibald suchen Nehmen Sie Willibald in Ihre Freundesliste auf
Kugelblitz Kugelblitz ist weiblich
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ich selbst hab nich viel von der ddr mitbekomm, als die mauer gefallen war bin ich grad ma 2 jahre gewesen. aber mein opa hat immer viel erzählt. er war lehrer an einer landwirtschaftschule und irgendwann, da sollt er glaub direktor werden, wurde ihm gesagt das er sich zwischen seiner kirche und seiner arbeit entscheiden muss. da hat er mit arbeiten aufgehört um weiter in die kirche zu gehen, er warnämlich auch vorsteher.

__________________
Das Leben geht weiter egal was passiert.
28.06.2008 09:11 Kugelblitz ist offline Beiträge von Kugelblitz suchen Nehmen Sie Kugelblitz in Ihre Freundesliste auf
zumfrankiboy
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DDR-Glaube Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ich bin ja auch solch ein gelernter DDR-Bürger und ich kann sagen, dass ich mich unter dieser Decke wohlgefühlt habe.
Nur DDR-Glaube ist nicht gleich DDR-Glaube.
Während in Mecklenburg noch bis in die 70-er Jahre hinein ein Fernseher versteckt wurde, wenn der Vorsteher oder ein Priester zu Besuch kam (meine Großeltern stammen aus der Nähe der Knatter), war in Berlin die technische Errungenschaft schon Alltag.
Jedenfalls hatten viele Amtsträger eine Ausstrahlung, die ich heute vermisse.
Manche Ehen hielten zusammen, obwohl es besser gewesen wäre sich scheiden zu lassen (was soll' n denn die Geschwister denken), manche Hochzeit kam zustande, weil die Partnerin ein dickes Bäuchlein bekam.
Der Begriff Ehesegen hatte einen hohen Stellenwert.
Aus heutiger Sicht möchte ich meine damaligen Glaubenserfahrungen nicht missen.
04.07.2008 16:36
Nette Nette ist weiblich
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Zitat:
Original von h.e.a.
[...]Die hierarchischen Strukturen [...] fördern "Planwirtschaft", wie wir es z.B. in der DDR gesehen haben. Die Lebendigkeit wurde dort bis ins kleinste Detail vorgeschrieben bis sie tot war.[...]


Aus dem Nachbarthread hierher geholt.

Hier ist ja schon eine ganze Menge geschrieben worden.
Es gibt natürlich Pro und Kontra, ohne Frage. Und es hat sicherlich jeder anders erlebt.
Ich kann das nicht bestätigen. Die Planwirtschaft war nicht Schuld am Untergang der DDR (keine Angst, ich möchte sie nicht wieder haben!), sondern der dabei vergessene Faktor Egoismus einiger höhergesteller Persönlichkeiten, die aus der Planwirtschaft nur das heraus holten, was für sie interessant war.

Die Idee des Sozialismus ist doch hervorragend: Jeder trägt zur Gesellschaft bei, was er KANN, und bekommt von der Gesellschaft das, was er BRAUCHT. Das es nicht funktionieren kann, solange es Egoismus gibt, liegt auf der Hand...

__________________
Das Gute, dieser Satz steht fest, ist stets das Böse, das man lässt.
(Wilhelm Busch, "Die fromme Helene")

15.09.2009 09:26 Nette ist offline E-Mail an Nette senden Beiträge von Nette suchen Nehmen Sie Nette in Ihre Freundesliste auf
Dania
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Der NAK-Glaube in der DDR Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Sicher, pro und contra gibt es stets, eben auch in der vergagenen Planwirtschaft war das so und ist auch heute noch in allen Wirtschaftssystemen so. Ich denke, Egoismus ist ein Grundelement unseres Lebens, auch er kann ja durchaus positiv sein. Es kommt halt darauf an, in welchem Zusammenhang man ihn bewertet.

Dania
15.09.2009 10:19
joas
hat hier alles im Griff ...




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Beiträge: 513
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Hallo,

genau die Planwirtschaft war es, die an den Bedürfnissen der Menschen vorbei ging. Mein Opa hat tw. in leitender Position gearbeitet. Über allem stand der Plan und dessen Erfüllung. Das da getrickst wurde, kann man sich wohl gut vorstellen. Somit wurden Luftblasen erfüllt, was dann irgendwann offensichtlich wurde. Sicher gab es auch in der DDR Experten, die den Untergang vorher gesehen haben. Die Führung bestach aber durch fehlendes Geschick (man denke an die Entwicklung des HL-Chips für mind. 30 Mrd. DDR-Mark, der in den Papierkorb wanderte). Die Planwirtschaft (Arbeit für alle) hat zur Faulheit von einigen Menschen beigetragen, die dann durchgeschleppt wurden. Manche Auswirkungen sieht man heute noch.

Gruß joas
15.09.2009 14:11 joas ist offline E-Mail an joas senden Beiträge von joas suchen Nehmen Sie joas in Ihre Freundesliste auf
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