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Die Botschaft des J. G. Bischoff  |
Excalibur
jenseits von gut und böse;-)


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eigentlich nicht,
gerade weil der kieg verloren war und man die bittere lehre gezogen hat, hätte man einem absolutsheitsanspruch gegenüber kritisch sein sollen und nicht wenige waren es ja auch, wo war also der unterschied,
aber ein sehr wichtiger punkt ist nach wie vor unbeantwortet, jetzt nach jahrzehnten und beständiger mitgliedschaft und mitmachens in der nak, fällt so manchen auf, wie schlimm und schwer doch alles war und wie man gelitten hat, dabei war man schon damals ein verständiger mensch und alles andere als glücklich mit der situation, da stellt sich dann die frage, warum hat man es eben so hingenommen, glaube ist eine sache, aber nicht wenige sind eben doch aus dem system "ausgebrochen", nur haben die oftmals ihren frieden damit geschlossen,
Excalibur
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23.10.2009 19:20 |
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tosamasi

jenseits von gut und böse;-)


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Excalibur, dann geh mal auf die Aussteigerseiten und zeige mir was vom Frieden mit sich selbst. Da kommen mir manche sehr kaputt vor.
Ich kann nur für mich sprechen. Ich habe mich in der Kirche immer wohlgefühlt, ich war nie in ihr unglücklich. Es ist auch jetzt noch so, ich habe mir allerdings durch vielfältige Informationen, auch bedingt durch die Zeit, die ich mir jetzt dafür nehmen kann, also durch die neuen Möglichkeiten einen offeneren Blick angeeignet.
Und deshalb erlaube ich mir auch einen Blick zurück und sehe auch vergangene, erlebte Schieflagen, die von mir seinerzeit aufgrund äußerer Umstände nicht erkannt wurden. Von mir nicht und vielen anderen auch nicht.
Damals fühlte sich wohl kaum einer diktatorisch unterworfen -man konnte ja gehen und man ging- aber an die Hand genommen und geführt. Und das war vielen Recht, die nach diesen schlimmen Jahren Mühe hatten, sich zurecht zu finden.
__________________ Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi
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23.10.2009 19:31 |
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Excalibur
jenseits von gut und böse;-)


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nun da es keine aussteiger aus einer christlichen kirche geben kann, gibt es keine aussteigerseiten, das hatten wir aber schon und auch eben jene seiten, sind nicht wirklich die maßgabe, ebensowenig wie die 150% nak-seiten,
jetzt versteh ich gerade gar nichts mehr,
zwei beiträge weiter oben erzählt ihr uns, was euch so alles in euren nak leben widerfahren ist, was natürlich bedauerlich ist und nicht hätte passieren sollen und plötzlich füht ihr euch wieder wohl und die nak ist toll......äh ja *schulterzuck*
zum anderen, auch der nakler der vergangenheit lebte nicht isoliert und gerade wenn in der familie sich jemand fand der die kirche verließ, hätte man selber anfangen können nachzudenken, sicher hat man es nicht immer selbst als ungut wahrgenommen, aber es gab genug hinweise und zum anderen, auch der gläubige kann sich nicht ganz aus der verantwortung stehlen, immerhin hat er die kirche direkt oder indirekt unterstützt (ich bin mir der wirksamkeit der ungeschriebnen gesetze wohl bewußt), aber alles was in der nak zwischen 1945-2009 geschah beruht auf der wissentlichen und willentlichen mitwirkung des "kirchenvolks", das muss man ganz klar so sagen,
Excalibur
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23.10.2009 19:56 |
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h.e.a. unregistriert
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Dania schreibt:
Meine inneren Fragen lauteten damals schon. Was sagt Gott zu all dem?
Das ist für mich die entscheidende Frage:
Fassen wir doch einmal zusammen: nach neuapostolischem Glaubensveständnis hat Gott den Stammapostel Bischoff beauftragt, seine Kirche zu führen. Was macht Stammapostel Bischoff aus diesem hohen Auftrag. Er fälscht das Testomonium, er betreibt eine äußert zweifelhafte Anbiederung an das NS-Regime und versucht mit der sogenannten Botschaft göttliche Gesetze ausser Kraft zu setzen. Das kann Gott auch bei bestem Wohlwollen nicht für gut heißen und daher hat er ihm Juli 1960 gezeigt, wer der Herr im "göttlichen Haus" ist. Damals wie heute gibt es aber aus meiner Erfahrung sehr viele Menschen in der neuapostolischen Kirche, die den Sinn des Evangeliums verstanden haben, und darauf dürfen wir stolz sein, weil das keine Selbstverständlichkeit ist.
Nach meiner Meinung war es bei Stammapostel Bischoff ein Spiel mit der Macht, das ihm zu seinen Lebzeiten materiellen Wohlstand und Ansehen eingebracht hat. Letztendlich hat er das Spiel verloren. "Das Spiel ist aus". Darüber hat Jean Paul Satre ein interessantes Stück geschrieben. Dort begegnen sich zwei Menschen in der Welt der Schatten. Sie verlieben sich dort miteinander. Aber die Vergangenheit stellt ihre Forderungen und sie verlieren das zweite Leben an der Unfreiheit des ersten.
LG
von
H.E.A.
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23.10.2009 20:22 |
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Dania unregistriert
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Es ist wissenschaftlich belegt, Menschen die sich in einer sektenähnlichen Gemeinschaft oder auch klar Sekte haben einbinden lassen in deren Dogmen, aber irgendwann erkannt haben für sich, daß sie manipuliert, ja sogar ausgebeutet worden sind seelisch und auch körperlich, sind unfähig sich eben mal so aus solch einer Bindung zu verabschieden. Die Psyche ist nachhaltig geprägt - geschädigt und es bedarf einer langen intensiven Therapiie, um solche Wesen wieder fast normalen Empfindungen und Denkweisen zuführen zu können. Zur Gänze gelingt das nicht.
So uingefähr sehe ich auch den Verbleib vieler gläubigen NAKler in den 50/60iger Jahren. Sie waren eingehüllt in diesen Kokon aus (liebevoll empfundener) Führung, fest verankertem Glauben und sich zugleich der Bedrohung bewußt, die auf die eine oder andere Art sie erreichte. (Ich schrieb darüber).
Es hat zu jener Zeit Familien, Verwandtschaftsgefüge gegeben, die dann gespalten waren in pro NAK-Bischoff und anti NAK-Kuhlen. Diese Spaltung galt auch für das alltägliche Leben. Es wurde nicht mehr miteinander kommuniziert, begründet durch die jeweilige Sichtweise.
Mag man heute meinen, diejenigen die pro NAK geblieben sind hätten nicht genug nachgedacht, erkannt, sich konsequennt entschieden, dann muß ich sagen, nein so war es nicht. Es ist viel gesprochen, gewogen, verworfen, wieder zusammengefügt worden und letztendlich spielten dann die sicher eigenen Erkenntnisse und wohl auch eine Portion Gewohnheit eine Rolle mit, wenn die Entscheidung pro NAK gefallen warl.
Manche Schieflage ist auch nicht erkannt worden, genau so wie es tosamasi sehr richtig beschrieben hat, auch von mir nicht.
Der Hinweis auf die gerade überstandene Kriegszeit hatte dahingehend Auswirkungen, daß die Menschen sich nach viel grauenvollem Erleben nach Ruhe, nach der festen führenden Hand im Glauben sehnten und auf dieser Ebene eigentlich keine Störung erleben wollten. Als sie eintrat war sie ein Anlaß für die einen, nun noch fester an der Hand des Stap zu bleiben, für die anderen sich Ap. Kuhlen anzuschließen.
Viele Menschen lebten zu dieser Zeit in sehr bedrängten sozialen Verhältnissen. Das tägliche Leben zu meistern war große Aufgabe genug. Da blieb gar keine Zeit, keine Kraft, um sich auch noch intensiv mit dem Für und Wider NAK auseinanderzusetzen
Persönlich muß ich sagen, mein Leben war außergewöhnlich geprägt von seelischen Belastungen, unendlich viel schwerer Krankheit bei diversen Familienmitgliedern u. v. a. m. Diese Lebensumstände haben meine Verbindung zu Gott bestimmt und geprägt und genau wie tosamasi muß auch ich sagen, ich habe mich in der NAK immer wohl gefühlt, was nicht heißt, daß immer alles Friede, Freude, Eierkuchen war. Es gab Erlebnisse, die mich an den Rand meiner Glaubensfähigkeit geführt haben. In derartigen Situationen habe ich dann doch stets versucht zu erkennen, was ist der rein menschliche Anteil an der gegebenen unguten Situation, was betrifft meinen Glauben?
Dazu muß ich sagen, Gott hat mich immer wohl geführt, hat mir geholfen, auch in schwierigen Lagen meinen Glauben zu behalten, ihn zu festigen, bis heute.
Menschen, AT haben mich in der NAK mehr als einmal durch ihr menschliches Tun und Verhalten verletzt, gedemütigt, und meine Vergebungsbereitschaft ist dann stark strapaziert worden.
Dennoch, daß darf ich sagen, aus Gnaden darf ich glauben, aus Gnaden darf ich immer noch auf die baldige Widerkunft Christi warten. Mein Glaubensziel ist durch die erlebten Widerwärtigkeiten nie ins Wanken geraten, und ich habe weder in jungen Jahren noch heute im tertiären Lebensabschnitt das Bedürfnis mich von der NAK zu lösen.
Wenn auch in Bezug auf die Institution Kirche nicht alles optimal und beifallsfähig ist, so ist sie eben doch meine Kirche.
Dania
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23.10.2009 20:24 |
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tosamasi

jenseits von gut und böse;-)


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| Zitat: |
Excalibur schrieb:
glaube ist eine sache, aber nicht wenige sind eben doch aus dem system "ausgebrochen", nur haben die oftmals ihren frieden damit geschlossen, |
Darauf bezog sich mein Hinweis auf die Aussteiger und ihren Frieden. Die gänzlich Ausgestiegenen -hier meine ich die konsequente Abwendung von Gott, die Leugnung seiner Existenz- sind durchaus nicht immer friedlich, weder innerlich noch äußerlich. Aber es gibt sie, die in anderen Denominationen ruhen, genau wie die Ruhenden in der NAK.
| Zitat: |
| nun da es keine aussteiger aus einer christlichen kirche geben kann, gibt es keine aussteigerseiten, das hatten wir aber schon und auch eben jene seiten, sind nicht wirklich die maßgabe, ebensowenig wie die 150% nak-seiten, |
Das ist mir neu. Natürlich gibt es hier Aussteiger, auch wenn man sie anders nennt.
| Zitat: |
jetzt versteh ich gerade gar nichts mehr,
zwei beiträge weiter oben erzählt ihr uns, was euch so alles in euren nak leben widerfahren ist, was natürlich bedauerlich ist und nicht hätte passieren sollen und plötzlich füht ihr euch wieder wohl und die nak ist toll......äh ja *schulterzuck* |
Das wird deinen eigenen Vorgaben der Analyse nicht gerecht, es dünkt mich nach Bausch und Bogen und völlig undifferenziert.
Ich habe nirgends geschrieben, dass ich unglüklich war, sondern nur im Nachhinein manches sehe, was ich vorher nicht sah, weswegen ich deshalb auch gar nicht unglücklich hätte sein können. Hätte ich es gesehen, wäre eine innerliche und äußerliche Reaktion erfolgt.
Blick zurück im Zorn? Nein, eher ein bisschen verwundert. Blick nach vorn -eher ein bisschen verhalten. Gemachte Erfahrung schlägt sich ja nieder, insofern blickt man kritischer in Gegenwart und Zukunft.
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tosamasi
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23.10.2009 20:25 |
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tosamasi

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| Zitat: |
| Als er am 1. Weihnachtsfeiertag 1951 während des Gottesdienstes in Gießen aussprach, der Herr komme zu seiner Lebenszeit, bekannte er, daß er tatsächlich eine Zeitlang mit sich gekämpft habe, ob er dem Volk Gottes dies sagen könne. Einerseits war ihm bewußt, daß er eine solche Offenbarung auf keinen Fall den ihm Anvertrauten verschweigen dürfe, andererseits ahnte er, was er auch an Ungutem damit heraufbeschwören könnte. |
| Zitat: |
| Später bestätigte der Stammapostel seine Worte, indem er versicherte, daß er vom Herrn selbst die Botschaft erhalten habe, er käme zu seiner, des Stammapostel Bischoffs, Lebenszeit. |
| Zitat: |
Abertausende von Gotteskindern und Gottesknechten auf der ganzen Erde griffen sie freudig auf und stellten ihr Leben, wie der Stammapostel sie gemahnt hatte, völlig auf den nahen Tag der Wiederkunft Jesu ein. Doch es gab auch solche, die es zwar für möglich hielten, daß der Herr zur Lebenszeit des Stammapostels kommen werde, aber ebenso offen ließen, daß dies genauso gut auch später geschehen könne.
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Für Interessierte
hier
eine interessante Biografie des Stap. Bischoff.
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tosamasi
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16.11.2009 11:00 |
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Willibald
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Bei der Diskussion darf nicht vergessen werden, wie denn in den Jahren nach dem Tod Bischoffs die Kommunikationslage war! Heute ist es selbstverständlich, eben mal ins Internet zu gehen, zu telefonieren oder sich per EMail auszutauschen. Diese Möglichkeiten waren bis auf das Telefon nicht gegeben und viele hatten nicht einmal ein solches! Hinzu kam der dringende Appell von Stammapostel Schmidt: "Wir verhalten uns ruhig! Mit der Schlange spricht man nicht und Gift probiert man nicht!" Weiterhin sorgten auch die Kommentare und Angriffe gegen die Kirche dafür, dass man sich in die Gemeinschaft zurückzog unter Gleichgesinnte.
Zum richtigen Nachdenken über die Bischoffszeit und den damit begründeten Fanatismus sind viele erst später gekommen, als unter StAp Streckeisen das Eis zu brechen begann, das bis dahin alles Nachdenken gelähmt hatte und als dann unter StAp Urwyler Begriffe wie "Eigenverantwortung" u.ä. auftauchten.
Willibald
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17.11.2009 20:56 |
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