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Was ist eigentlich Liebe? |
mrsrobinson unregistriert
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| Was ist eigentlich Liebe? |
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Dieses Thema gab es sicher schon mal hier im Forum.
Man könnte es unter "Kaffeeklatsch", "Weltgeschehen", "Naki-Talk" oder Villa Kunterbunt" posten, Ich habe mich für diesen Platz entschieden, weil mit Sicherheit auch der Glaube zur Sprache kommen wird.
Und ich wollte so ein schönes Thema nicht irgendwo verstecken, es muss nicht versteckt werden.
In den letzten Tagen kam immer wieder das Thema Jesusliebe zur Sprache.
Wie sie sich äußert bzw äußern sollte.
Dann gibt es die Nächstenliebe: wer der Nächste ist...entscheide ich das selbst?
Ein großes Thema ist die Liebe unter zwei Menschen, wie oft denkt man, man hat seine Liebe gefunden und dann stellt sich heraus: offensichtlich war das Gefühl einseitig oder doch nur kurzzeitig.
Die Liebe zu Kindern ist eine besondere Liebe, die man nur versteht, wenn man selbst Kinder hat (denke ich mal..)
Erich Fromm hat in seinem bekannten Buch "Die Kunst des Liebens" die Nächstenliebe als Basis erkannt (so habe ich es zumindest verstanden).
Die Fähigkeit, andere Menschen lieben zu können, ist Voraussetzung für spezifische Lieben.
Kürzlich las ich eine kurze Geschichte, in der ein Mann in der Kneipe zu einen Zeitungsjungen sagte "ich liebe dich". Der Wirt, der das natürlich falsch verstand, sagte " er ist noch minderjährig."
Der Mann erzählte daraufhin, dass er erst lernen musste, zu lieben, und in der Vergangenheit seine Liebe zur Natur wie zu Menschen "übte".
Man muss also in sich gehen, um zu erkennen, ob man wirklich liebt..
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26.07.2010 11:36 |
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Dania unregistriert
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| Was ist eigentlich Liebe? |
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Liebe, egal ob in Bezug auf den Lebenspartner oder Kinder, lässt sich nicht erzwingen, und kann daher auch keine Pflicht sein. Bei Friedrich Nietzsche heißt es: "Was aus Liebe getan wird, geschieht immer jenseits von Gut und Böse" (Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, Nr. 153, in Werke, Bd IV
Kant verweist darauf das die Pflicht etwas Trauriges, die Liebe dagegen etwas Fröhliches, Spontanes, ist. "Was man aus Zwang tut, dass geschieht nicht aus Liebe." (Kant, Kritik der reinen praktischen Vernunft).
Im Umkehrschluss heißt das, was man aus Liebe tut, geschieht nicht aus Zwang, also nicht aus Pflicht.
Auch Augustinus macht mit seinem Ausspruch "Liebe, und tu was du willst", deutlich, dass der, dessen Tun von der Liebe bestimmt ist, bewußt niemandem Ungutes tut.
Was geschieht aber mit der romantischen Liebe in der Partnerschaft, die Liebe zu den Kindern aus dieser Parnterschaft, wenn die Beziehung eine Veränderung erfährt dahingehend, dass sich beim Partner eine Sucht (Spielsucht, Trunksucht, Etablierung in einem Bikermileu etc., entwickelt oder falls sie schon zu Beginn der Lebensgemeinschaft bestanden hat, sich stabilisiert und expandiert?
Wird von Seiten des Partners zunächst versucht, geboren aus Liebe und Fürsorge, eine Modifizierung der eingetretenen Verhältnisse zu erreichen, folgt alsbald die ernüchternde Erkenntnis, dass das Ziel nicht erreicht werden kann. In solchen Fällen entwickelt sich beim nichtsüchtigen PartnerIn dann die Co-Abhängigkeit mit all ihren Ausprägungen.
Mangelt es in einer Beziehung an Liebe, tritt an ihre Stelle die Moral; sie schreibt uns vor, aus Pflichtgefühl das zu tun, was die Liebe freiwillig getan hätte. Moralisch handeln, heißt handeln, als ob man lieben würde. "Die Moral ist jener Anschein von Liebe, durch den die Liebe möglich wird, die wiederum die Moral befreit." (André Comte-Sponville 1996, S. 264)
Liebe läßt sich nicht befehlen, denn sie selbst ist es, die befiehlt. Liebe ist ein Ideal.
Ohne Liebe zur Liebe sind wir verloren und vielleicht ist das die wahre Definition der Hölle. Wenn man die Liebe nicht liebt, muss der Mensch untergehen. Ohne Liebe ist wirklich Leben nicht möglich, nur vegetieren bis zum Tod, wenn man sich nicht schon durch Suizid verabschiedet hat.
Die Moral kommt mehr vom Gefühl als von der Logik, mehr vom Herzen, als von der Vernunft und selbst die Vernunft gebieteT oder dient in der Moral nur, insofern wir es wünschen.
Es gibt nur eine Liebe, aber in unterschiedlicher Intensiität, Auswirkung = dem Beleuchten vieler Facetten menschlichen Lebens und Liebens.
Die Liebe zum Kind ist eine fürsorgende, beschützende Liebe die sich u. a. im Verhalten einer stillenden Mutter, ihrer beruhigenden Stimme, zartem Streicheln, linderndem Trösten etc. oder den weichen Gesten des Mannes (Vaters), der seinem Kind in gleicher Weise wie vor begegnet, aber, indem er ihm über den Kopf streichelt, auf die Schulter klopft etc., sich auadrückt.
Diese Fürsorge, Zuwendung, Annahme des Kindes, so wie es ist, ohne Wenn und Aber, setzt sich fort, begleitet das Kind in sein eigenständiges Leben. Wird dieser Prozess gestört, kommt es zu negativen Auswirkungen bis hin zu Drogenabhängigkeit , Kriminalität.
Die Liebe zu unserem himmlischen Vater vegleiche ich gerne mit der Liebe zwischen Partnern. Immer wieder neu wird die Liebe begründet, gepflegt, intensiviert und im Gegenzug auch erlebt, erfahren. Vielfältige Hilfe, Beistand durch unseren treuen Gott, haben wir alle schon erlebt und können darüber auch berichten.
Die Liebe zu Gott, unser inniges Vertrauen, das von ihm nie von uns genommen wird, wenn wir denn nicht selbst die Voraussetzungen dafür schaffen, ist auch immer wieder neu Balsam für unsere Seele.
Liebe ist ein Motor, der uns immer wieder neu Kraft gibt, unser Leben zu meistern, unseren Glauben uns bewahren zu können, trotz mancherlei Widerwärtigkeiten.
Dania
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26.07.2010 12:53 |
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Alicia unregistriert
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| RE: Was ist eigentlich Liebe? |
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| Zitat: |
Original von mrsrobinson
Dieses Thema gab es sicher schon mal hier im Forum.
Man könnte es unter "Kaffeeklatsch", "Weltgeschehen", "Naki-Talk" oder Villa Kunterbunt" posten, Ich habe mich für diesen Platz entschieden, weil mit Sicherheit auch der Glaube zur Sprache kommen wird.
Und ich wollte so ein schönes Thema nicht irgendwo verstecken, es muss nicht versteckt werden. |
Liebe muß nie versteckt werden
| Zitat: |
In den letzten Tagen kam immer wieder das Thema Jesusliebe zur Sprache.
Wie sie sich äußert bzw äußern sollte.
Dann gibt es die Nächstenliebe: wer der Nächste ist...entscheide ich das selbst? |
Zu Jesuliebe kann ich mich nur von früher äußern.
Der Glaube nimmt einen Platz im Herzen ein,ist beständig.
Die Liebe zu Menschen und ihre Liebe kann ich verlieren.Jesuliebe nicht.
So habe ich früher empfunden.
Nun,da ich nicht mehr wirklich an Gott glauben kann-sieht das natürlich anders aus.
Nächstenliebe sehe ich so:
Bei Fremden-in dem ich achtsam und respektvoll mit ihnen umgehe.Sie wertschätze und respektiere.
Bei Freunden,Familie sieht diese Liebe in Teilen genauso aus-aber dort kann ich natürlich diese Liebe anders zeigen-zuhören,da sein,es aussprechen.
Helfen in Not ist für mich auch Nächstenliebe und nicht unbedingt abhängig davon,ob ich jemanden kenne oder nicht.
Nächstenliebe bedeutet z.B.nicht wegschauen,wenn man Elend sieht-sondern versuchen zu helfen.Im Rahmen seiner Möglichkeiten.
Auch ein freundliches Wort,ein lächeln,ein Händedruck ein"Ich denke an dich"kann Nächstenliebe zum Ausdruck bringen.
| Zitat: |
| Ein großes Thema ist die Liebe unter zwei Menschen, wie oft denkt man, man hat seine Liebe gefunden und dann stellt sich heraus: offensichtlich war das Gefühl einseitig oder doch nur kurzzeitig. |
Ein sehr großes und wahrlich schönes Thema.
Ein Mensch,der mich liebt,den ich liebe-innig miteinander verbunden.
Geborgenheit und füreinander da sein.Zusammenhalten in Freud und Leid-zueinander stehen.
Schmetterlinge im Bauch.Sich vermissen-auch wenn der andere gerade mal kurz weg ist.
Immer an beide zu denken,nicht nur an sich,den anderen glücklich machen wollen-zusammen glücklich sein.
Das ist für mich Liebe unter zwei Menschen und noch sooo viel mehr.
So eine Liebe und großes Glück hatte ich über 7 Jahre.
Diese Liebe kann an Umständen zerbrechen-aber die Erinnerung daran,das Gefühl...
All das bleibt im Herzen.
Es hat dort ein festen Platz in der Erinnerung.
Was zählt ist für mich nicht immer-ich kann es verlieren.
Ich denke das wichtigste ist,jeden dieser kostbaren Glücksmomente auszukosten und im Herzen zu bewahren.
Dankbar zu sein,so etwas wunderschönes kennen gelert zu haben.
Besser einmal solche Jahre voller Liebe und Glück mit Ende-als nie so geliebt.
Aus der Sichtweise kann das Licht der Liebe auch nach der Trennung als kleines Licht im Herzen weiter brennen.
Erinnerungen sind das einzige Paradies-aus dem uns niemand vertreiben kann.
Sorry-zu viel Schmalz...habe nur gerade in mich rein gehorcht.Liebe wirkt nach und ist groß.
| Zitat: |
| Die Liebe zu Kindern ist eine besondere Liebe, die man nur versteht, wenn man selbst Kinder hat (denke ich mal..) |
Hier ein Riesen-Veto von mir.
Liebe zu Kindern kann man auch ohne eigene Kinder spüren.
Ich liebe meine Nichten und Neffen von ganzem Herzen.
Die Kinder bei der Arbeit haben mein Herz berührt und sich oft ganz schnell dort eingeschlichen.
Gerade auch wenn ich mehrere Monate in einer Familie war-da kann ich mein Herz gar nicht vor den Kindern verschließen.
Und sie geben einem ja auch so viel echte Liebe.
Sicher mag die Liebe zu eigenen Kindern noch tiefer,inniger sein.Ist ja klar.
Aber ich liebe Kinder-auch wenn ich leider keine eigenen bekommen konnte-und sehe sie als kostbares Geschenk an.
| Zitat: |
Erich Fromm hat in seinem bekannten Buch "Die Kunst des Liebens" die Nächstenliebe als Basis erkannt (so habe ich es zumindest verstanden).
Die Fähigkeit, andere Menschen lieben zu können, ist Voraussetzung für spezifische Lieben.
Kürzlich las ich eine kurze Geschichte, in der ein Mann in der Kneipe zu einen Zeitungsjungen sagte "ich liebe dich". Der Wirt, der das natürlich falsch verstand, sagte " er ist noch minderjährig."
Der Mann erzählte daraufhin, dass er erst lernen musste, zu lieben, und in der Vergangenheit seine Liebe zur Natur wie zu Menschen "übte".
Man muss also in sich gehen, um zu erkennen, ob man wirklich liebt.. |
Ich denke,das Liebe zu leben immer auch die Bereitschaft vorraussetzt der Liebe Raum zu geben.
Oft ist es nach Enttäuschungen,Verletzungen schwer jemanden so nah an sich heran zu lassen,das es bis ins Herz berührt.
Außer die Liebe schlägt ein wie ein Blitz.Man trifft einen Menschen und es funkt sofort.
Egal ob es jetzt die Liebe in der Partnerschaft,zu Kindern oder in anderer Form zu Menschen,Freunden usw ist.
Obwohl ich da zwischen gern und lieb haben und lieben unterscheide.
Ein Bekannter,Freund usw kann mir viel bedeuten-ich kann ihn lieb haben.
So wie in deinem Beispiel-da hätte ich dann eher"Ich mag dich"oder"Ich hab dich lieb"gewählt.
Denn ich liebe dich ist für mich etwas ganz tiefes besonderes-was nur wenige betrifft.
Gern und lieb haben schon mehrere.
Was ist eigentlich Liebe?
Liebe ist für mich ein Gefühl-das auf welche Art auch immer-das Leben bereichert.
Liebe zu Menschen oder bei Gläubigen zu Gott-Liebe macht das Leben erfüllter,gibt allem einen besseren Sinn.
Liebe ist Balsam für die Seele
Gruß.Alicia
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26.07.2010 12:57 |
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Anja unregistriert
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Liebe ist das schönste und größte Gefühl.
Die Liebe läßt uns das richtige tun, sie erfüllt uns, macht das Leben schöner und wertvoller.
Die Liebe zu meinem Kind ist so groß - das läßt sich schwer in Worte fassen.
Die Liebe zu Gott gibt mir einen Halt, dem Leben einen tieferen Sinn - bis über den Tod hinaus - und läßt mich ein achtsameres Leben führen.
Nächstenliebe läßt mich meine Umgebung mit wacheren Augen sehen und gibt mir den Impuls zu helfen.
Alles zusammen ist für mich wichtig und ohne diese Liebe wäre mein Leben arm.
LG Anja
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26.07.2010 13:50 |
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mrsrobinson unregistriert
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Dem muss ich spontan widersprechen.
Liebe lässt uns nicht automatisch das Richtige tun, sondern manchmal, ob aus Angst, Unsicherheit oder Egoismus, genau das Falsche.
Das eigene Bedürfnis, wiedergeliebt zu werden, beeinflusst unser Verhalten ja.
Damit schränken wir Liebe aber ein, und Liebe kann Schranken nicht ertragen.
Alicia, natürlich kann man auch Kinder lieben, wenn man keine eigenen hat. Und trotzdem meine ich, dass es immer etwas anderes ist, eigene Kinder zu lieben und damit viel falsch oder richtig zu machen als wenn man einen gewissen Abstand hat. Ich liebe auch andere Kinder, aber anders als meine. Tiefer eben, selbstloser, und dadurch, wie oben beschrieben, immer unsicher, was davon Liebe ist und was davon Egoismus. Denn, so meine ich, je tiefer eine Liebe ist, egal wer der Empfänger ist, um so größer ist doch die Angst, sie zu verlieren; und wo die Angst eine Rolle spielt, geht es meistens um einen selbst.
Das Thema Jesuliebe ist hier des öfteren im Forum aufgetaucht, das hat mich ein bißchen nachdenklich gemacht.
Was ist denn Jesuliebe überhaupt?
Mutterliebe..ok. Man ist Mutter oder hat eine (oder auch man ist Vater oder hat einen..), da weiß man, was das ist.
Aber man ist weder Jesus noch hat man ihn; Wie kann man dann wissen, was Jesuliebe ist, wie kann man sie dann in sich tragen und sogar davon abgeben?
Jesus war Vorbild, er liebte alle Menschen, so heißt es. Er hat über Vorurteile hinweggesehen (was wir nicht gut können), er hat das Innere eines Menschen gesehen (was wir nicht gut können), er war sicher erfüllt von einer besonderen Liebe, weil er Gottes Sohn war und ein Teil von ihm ist. Was wir nicht sind.
Wir können ihm also nacheifern, aber ist das das einzige, was wir tun sollen?
Und Hand aufs Herz: wann tun wir das denn wirklich? Und was ist davon die eigene Genugtuung, wie oft klopfen wir uns auf die Schulter, weil wir so menschenfreundlich waren?
Ist das Liebe? Ich dachte, bei Liebe überlegt man gar nicht lange...und auch nicht danach, sie ist einfach da.
Es ist eigentlich ein unendliches Thema mit der Liebe, auch und besonders mit der partnerschaftlichen Liebe, ich hör hier aber erstmal auf.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von mrsrobinson: 26.07.2010 16:14.
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26.07.2010 16:12 |
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Anja unregistriert
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Ich kann ja hier nur für mich sprechen.
Aber gerade in der Liebe denkt man so oft an den anderen - das von Egoismus normalerweise keine Spur ist.
Gerade das ist doch Liebe- für beide das Beste und Glück zu wollen.
Nicht mehr in der Ich Form sondern im Wir zu denken.
So fühle und empfinde ich es.
Warum meinst du, das wir nur schwer über Vorurteile hinwegsehen können?
Nicht jeder hat Vorurteile. Der erste Schritt ist eigentlich immer unbefangen - ein vorsichtiges beschnuppern des anderen. Ein vorbehaltloses herantasten, wahrnehmen.
Oder nicht ins Innere schauen?
Versucht das nicht jeder?
Ist es nicht gerade das, was uns noch mehr lieben läßt?
Das wir einem anderen Menschen ins Herz schauen, versuchen ihn mit all seinen Gefühlen zu verstehen?
Natürlich ist das nicht zu Vergleichen mit Gottes Blick in unser Herz. Wir können es halt nur versuchen.
Wenn man jemandem hilft oder liebt, tut man das nicht, um sich auf die Schulter zu klopfen - sondern weil es ein Herzensbedürfnis ist.
So sollte es jedenfalls sein.
Sonst hätte es einen bitteren Beigeschmack. Oder?
Man erwartet nicht immer eine Gegenleistung.
Wie oft gibt man und bekommt doch wenig zurück?
Oder anders herum?
Liebe ist keine Berechnung, sondern ein Gefühl.
Gerade das macht es so besonders und so kostbar.
Du hast Recht in dem Punkt: Wer liebt überlegt nicht lange - er tut einfach.
Genau das macht den Unterschied zwischen Berechnung und Liebe oder Hilfe von Herzen.
Ohne etwas zu erwarten - ohne abwägen.
Keiner kann Jesus gleich werden.
Möchte das jemand?
Ich denke, nach den Werten zu leben und Liebe zu geben, das Beste zu geben - ohne Zwang.
Das macht Liebe aus und das ist eins der Ziele, eine der Möglichkeiten, die wir Menschen haben.
Für uns und unsere Umgebung.
LG, Anja
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26.07.2010 16:49 |
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Waage

Administratorin
     

Dabei seit: 17.06.2009
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Ich finde den Spruch, den Pippilotta als Signatur hat, ungemein zutreffend:
Liebe mich am meisten
wenn ich es am wenigsten verdiene,
denn genau dann
brauche ich Dich am meisten.
Das zeigt in meinen Augen das Wesen der Liebe am deutlichsten.
"Richtige" Liebe ist immer auch "Dennoch-Liebe" (oder vielleicht auch "Jetzt-Erst-Recht-Liebe
)
__________________ Liebe Grüße
Waage
Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut, sondern dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt (A. de Saint-Exupery).
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27.07.2010 10:51 |
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Pippilotta
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| Zitat: |
Original von Waage
Ich finde den Spruch, den Pippilotta als Signatur hat, ungemein zutreffend:
Liebe mich am meisten
wenn ich es am wenigsten verdiene,
denn genau dann
brauche ich Dich am meisten.
Das zeigt in meinen Augen das Wesen der Liebe am deutlichsten.
"Richtige" Liebe ist immer auch "Dennoch-Liebe" (oder vielleicht auch "Jetzt-Erst-Recht-Liebe
) |
Ich hatte echt nicht gedacht das meine Signatur inhaltlich wahrgenommen wird - umso erfreuter bin ich über deinen Beitrag.
Ich habe noch eine schwedische Weisheit dazu, die ich demnächst einstellen werde.
Liebe Grüße
und "Frozelmodus an"
bleibe mir wohl gewogen
Frotzelmodus aus
__________________ Es wird aussehen, als wäre ich tot,
und das wird nicht wahr sein....
Und wenn du dich getröstet hast,
wirst du froh sein,
mich gekannt zu haben.
Du wirst immer mein Freund sein,
du wirst Lust haben, mit mir zu lachen.
Und du wirst
manchmal dein Fenster öffnen,
gerade so zum Vergnügen....
Und deine Freunde
werden erstaunt sein,
wenn sie sehen,
dass du den Himmel anblickst
und lachst.
„Antoine de Saint-Exupéry“
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27.07.2010 10:57 |
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mrsrobinson unregistriert
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Also ich brauche das auch, wenn ichs verdiene. Außerdem meine ich, sowas muss man sich nicht verdienen..
Ich habe kürzlich in einem Interview gelesen, wenn man keine Antwort darauf weiß, warum man eine bestimmte Person liebt, dann ist es wirkliche Liebe.
Und es heißt ja auch, dass es ein großer Unterschied ist, ob man sagt: ich brauche dich, weil ich dich liebe- oder: ich liebe dich, weil ich dich brauche.
Das erstere sagt aus, dass man besagten Menschen ohne wenn und aber liebt und ohne ihn nicht sein kann und will; das zweite sagt aus, dass, wenn man ihn nicht mehr braucht, ihn auch nicht mehr liebt.
Oder sollte man doch vielleicht sagen: ich liebe dich, weil ich dich brauche, weil ich dich liebe?
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27.07.2010 11:02 |
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Waage

Administratorin
     

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| Zitat: |
Original von mrsrobinson
Also ich brauche das auch, wenn ichs verdiene. Außerdem meine ich, sowas muss man sich nicht verdienen..
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"Verdienen" verstehe ich hier im Sinne von "liebenswert sein". Dann ist Liebe so etwas wie ein "Selbstläufer", dann ist es leicht, jemanden zu lieben. Schwieriger wird es, wenn ich eigentlich so gar nicht liebenswert bin (oder mich so fühle) - weil ich vielleicht mit mir und der Welt unzufrieden bin - dann brauche ich die Liebe meiner Mitmenschen mehr als an den Tagen, an denen alles "rund" läuft.
__________________ Liebe Grüße
Waage
Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut, sondern dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt (A. de Saint-Exupery).
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27.07.2010 11:09 |
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poehle

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Original von Pippilotta
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Original von Waage
Ich finde den Spruch, den Pippilotta als Signatur hat, ungemein zutreffend:
Liebe mich am meisten
wenn ich es am wenigsten verdiene,
denn genau dann
brauche ich Dich am meisten.
Das zeigt in meinen Augen das Wesen der Liebe am deutlichsten.
"Richtige" Liebe ist immer auch "Dennoch-Liebe" (oder vielleicht auch "Jetzt-Erst-Recht-Liebe
) |
Ich hatte echt nicht gedacht das meine Signatur inhaltlich wahrgenommen wird - umso erfreuter bin ich über deinen Beitrag.
Ich habe noch eine schwedische Weisheit dazu, die ich demnächst einstellen werde.
Liebe Grüße
und "Frozelmodus an"
bleibe mir wohl gewogen
Frotzelmodus aus |
Hallo Peter, natürlich lese ich deine Signatur, was denkst du denn und ich finde sie sehr treffend!
__________________ Ewigkeit leuchte hell in die Zeit
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27.07.2010 11:14 |
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Pippilotta
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Hej,
hier also die schwedische Weisheit zum Thema was Liebe ist:
| Zitat: |
Allt som vi verkligen älskar är oersättligt, och allt som vi kunnat tänka oss ersätta har vi aldrig i sanning älskat
Alles was wir wirklich lieben ist unersetzlich,und alles, was wir uns vorstellen könnten zu ersetzen,haben wir niemals in Wahrheit geliebt.
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Ich finde, auch das ist ein trefflicher Spruch zum Thema Liebe.
__________________ Es wird aussehen, als wäre ich tot,
und das wird nicht wahr sein....
Und wenn du dich getröstet hast,
wirst du froh sein,
mich gekannt zu haben.
Du wirst immer mein Freund sein,
du wirst Lust haben, mit mir zu lachen.
Und du wirst
manchmal dein Fenster öffnen,
gerade so zum Vergnügen....
Und deine Freunde
werden erstaunt sein,
wenn sie sehen,
dass du den Himmel anblickst
und lachst.
„Antoine de Saint-Exupéry“
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27.07.2010 11:32 |
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Waage

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Hmmmmm, mit dem ersten Teil des Spruches stimme ich überein, mit dem zweiten Halbsatz weniger. Ich glaube, mich stört der Begriff "ersetzen". Kann man einen Menschen "ersetzen"? ich denke, nein, selbst dann nicht, wenn man ihn nicht liebt - er ist und bleibt einzigartig.
@Pippilotta: Alter Schwede - ich bleibe Dir trotzdem gewogen
__________________ Liebe Grüße
Waage
Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut, sondern dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt (A. de Saint-Exupery).
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27.07.2010 11:44 |
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Pippilotta
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| Zitat: |
Original von Waage
Hmmmmm, mit dem ersten Teil des Spruches stimme ich überein, mit dem zweiten Halbsatz weniger. Ich glaube, mich stört der Begriff "ersetzen". Kann man einen Menschen "ersetzen"? ich denke, nein, selbst dann nicht, wenn man ihn nicht liebt - er ist und bleibt einzigartig.
@Pippilotta: Alter Schwede - ich bleibe Dir trotzdem gewogen
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Ja, liebe Waage, das ist eine typische, schweidsche Wortspielerei. Ersetzen ist nicht zwingend mit der deutschen Bedeutung gleichgesetzt, sondern bedeutet in diesem Falle zuviel, als dass man das, was man liebt, nicht einmal gedanklich entbehren könnte.
In christlicher Liebe:
Jesus denkt nicht einen Augenblick daran auf uns zu verzichten - trotz all unserer Fehler
In Partnerschaft:
Echte Liebe lässt nicht einmal den gedanken zu seine/n Partner/in auszutauschen usw.
Hej hej
Peter
__________________ Es wird aussehen, als wäre ich tot,
und das wird nicht wahr sein....
Und wenn du dich getröstet hast,
wirst du froh sein,
mich gekannt zu haben.
Du wirst immer mein Freund sein,
du wirst Lust haben, mit mir zu lachen.
Und du wirst
manchmal dein Fenster öffnen,
gerade so zum Vergnügen....
Und deine Freunde
werden erstaunt sein,
wenn sie sehen,
dass du den Himmel anblickst
und lachst.
„Antoine de Saint-Exupéry“
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27.07.2010 12:12 |
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