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Zum Ende der Seite springen Vom einfachen Herzen 5 Bewertungen - Durchschnitt: 8,205 Bewertungen - Durchschnitt: 8,205 Bewertungen - Durchschnitt: 8,20
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tosamasi tosamasi ist weiblich
jenseits von gut und böse;-)


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Hallo pippilotta,

das mit dem Jenseits war etwas ironisch gemeint. Alles, was hier -sagen wir vorsichtig- nicht ganz einleuchtend erklärt werden kann, schiebt man gerne zur Erleuchtung ins Jenseits.

Z.B. sind 69% Prozent der Weltbevölkerung nicht christlich, haben aber dennoch ihren Glauben. Auch wenn es nicht der Dreieinige Gott ist, ist es bei den Moslems z.B. doch Gott, bei den Juden auch Gott.
Aber es gibt ja noch die Buddhisten, Hinduisten und andere kleinere Religionen, die ein ganz anderes Bild von Göttlichkeit und Jenseits haben.
Sie haben alle ihre Traditionen und versuchen wie wir, danach zu leben.

Sie haben vielleicht noch nie eine Ampel gesehen und würden glatt bei Rot über die Straße gehen. Wer wollte ihnen das zum Vorwurf machen?

__________________
Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

13.08.2010 18:36 tosamasi ist offline E-Mail an tosamasi senden Beiträge von tosamasi suchen Nehmen Sie tosamasi in Ihre Freundesliste auf
Alicia
unregistriert
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Zitat:
von Pippilotta

Hat Gott jemals verlangt seinen eigenen Willen auszuschalten? Das wäre mir neu!


Gott persönlich nicht-aber die Kirchen versuchen es gerne.
Warum sonst bedarf es so viele Regeln,unterschwellige Drohungen?

Die aber zum Glück heute nicht mehr in dem Maß verwendet werden wie früher-was ich als positiv ansehe.

Gerade Kindern wurde in der Kirche früher gerne Angst gemacht,um Gehorsam zu bekommen.

Unsere Eltern waren da zum Glück lockerer,wir durften vieles,was andere nicht durften.
Aber unterschwellig hatte man doch die Drohungen der Kirche im Hinterkopf.Das möchte Gott nicht.
Oder beim Karneval: Gott wird dich im Kostüm nicht erkennen.Wenn er jetzt die Seinen holt,wirst du nicht dabei sein.

In der Jugend war es schon wieder lockerer-da war vieles,was vorher verboten war erlaubt.

Ich finde es traurig und schade,gerade Kindern schon so etwas zu erzählen und sie zu verunsichern.

Sie sollten unbefangen und frei ihren Glauben und ihre Umwelt erleben.

Und Gehorsam,eine Eigenschaft,die von der Kirche gerne mit Kindern gleichgesetzt wird...
Wer testet mehr Grenzen aus,als Kinder?
Wer fragt mehr,als Kinder?
Sie vertrauen oft mehr und gehen unbefangener an alles ran-aber wird nicht genau das oft von Kirchen gestoppt?

Zitat:
von tosamasi
Und pippilotta, wenn wir unseren eigenen Willen nicht im Sinne Gottes einsetzen, folgt auch eine Strafe, wird uns angekündigt, bis hin zum ewigen Tod.
Wo bleibt der eigene Wille, wenn er -wenn auch zunächst mit psychologischen Mitteln- gebeugt wird?

Sehr treffend ausgedrückt.Als ich damals meinen Glauben verloren habe...
Nein-es war keine bewußte Entscheidung!
...kamen statt nachfragen warum oder können wir dir irgendwie helfen solche Sätze wie:
Tja,wenn du das ewige Leben einfach so wegwirfst und eines grausamen Todes sterben möchtest...

Im Anbetracht der Vorgeschichte,des Wissens um meine Angst vorm Tod nach dem Unfall-mehr als nur unsensibel.
Und ganz klar-ich habe es nie einfach so weggeworfen-es war ein Prozeß,der über Jahre ging.

Zitat:
von Pippilotta
Gott hat den Menschen mit eigenen Willen geschaffen und erhofft sich nichts weiter als ein freiwilliges Hinwenden zu ihm! Der Mensch entscheidet.

Glaube hat nicht nur mit entscheiden zu tun-Glaube ist auch ganz viel Gefühl.
Man muß fühlen,das es Gott gibt.

Beispiel:
Wenn mir jemand sagt"ich liebe dich",glaube ich ihm das auch nur,wenn ich es auch spüre.Liebe und Zuneigung ist wahrnehmbar-sonst wären es leere Worte.

Entscheiden ist hier das falsche Wort.

Ich kann mich entscheiden in die Kirche zu gehen,mich mit dem Glauben zu beschäftigen-mein Herz zu öffnen.

Aber ich kann nicht entscheiden: So,ich glaube jetzt mal eben an Gott und alles was in der Kirche so gepredigt wird.

Du glaubst in anderen Bereichen sicher auch nicht alles,was dir Menschen erzählen.
Genauso wenig kann dich jemand zum Glauben überreden.
Eins der größten Irrtümer und Vorurteile vieler,nicht aller Gläubigen:
Glauben ist doch so einfach.
Das ist es eben nicht-nur für die,die schon glauben scheint es so.

Zitat:
von tosamasi
Hallo pippilotta,
das mit dem Jenseits war etwas ironisch gemeint. Alles, was hier -sagen wir vorsichtig- nicht ganz einleuchtend erklärt werden kann, schiebt man gerne zur Erleuchtung ins Jenseits.

Ja,das ist immer der Spruch,der oft gesagt wird-wenn man keine Antwort weiß.Oder sich nicht mit etwas beschäftigen möchte.

Das ist für mich einer der beliebtesten"Abwehrsprüche"der NAK:
Wie oft habe ich etwas hinterfragt.Was ja völlig normal ist,wenn man sich mit dem Glauben beschäftigt.
Das geht ja nicht ohne Fragen.
Wie oft wurde dann abgeblockt: Das erfährst du dann im Jenseits!

Ganz klasse,so eine Floskel.Auch heute noch oft gebräuchlich.
Vor allem zu jemanden,der nun mal nicht an Gott glauben kann und somit auch nicht an ein Leben nach dem Tod.
Was soll man da dann noch fragen?
Wenn solche Antworten kommen?
Wenn man sagen würde,ich weiß es nicht oder ich möchte mich damit nicht beschäftigen-dann wäre das zumindest ehrlich.

Ich denke oft,wenn ihnen wirklich an jedem Menschen etwas liegt,müßte da auch ein wenig mehr Bereitschaft sein zu verstehen.Versuchen zu verstehen.
Denn nur dann kann man auch hifreich sein und nur dann legt man die Vorurteile ab.
Ich war und bin dem Glauben noch nie negativ gegenüber eingestellt gewesen.Aber andersherum gibt es schon immer wieder das ein oder andere Pauschalurteil.

Zitat:
von Excalibur
Wir hatten es schon, sind die Konventionen eigentlich wirklich göttlichen Ursprungs oder steckt nicht vielmehr immer dahinter eine Interpretation, die aber nicht den Anspruch auf universelle Richtigkeit hat?
Man kann es ja glauben, aber es ist eben nur ein Glaube und keine Gewissheit und hier greift das "Kind" in mir, ich möchte wissen was richtig und was falsch ist und wie man dieses und jenes zu verstehen hat und mir nicht irgendetwas vorbeten lassen, was andere für richtig befinden.


Das sehe ich ähnlich.
Glauben ist nicht Wissen.Gerade Kinder wollen alles genau erklärt haben.
Es ist schön von Herzen etwas glauben und einfach so annehmen zu können.Das würde ich keinem Gläubigen absprechen wollen.
Warum auch?
Jeder muß seinen Weg finden.
Es mag aber immer Menschen geben,die Fragen haben,auch mal Zweifel.
Ist das denn wirklich schlechter?So wie es oft ausgelegt wird?
Ist es nicht ganz natürlich zu fragen?
Nachzuforschen?
Das,was wir als Kinder selbstverständlich getan haben,was in der Schule,im Berufsleben oft positiv ausgelegt ist-von echtem Interesse zeugt.
Wie kann das im Glauben oft so negativ besetzt sein?

Wäre es da nicht oft hilfreicher,den Weg zu begleiten,auf der Suche nach Antworten zu unterstützen?
So wie Eltern versuchen ihren Kindern die Welt nahe zu bringen?

Gruß.Alicia wech

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Alicia: 13.08.2010 19:44.

13.08.2010 19:38
Dania
unregistriert
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Liebe Alicia,

sicher wäre es richtiger und besser, es würde versucht, auf Fragen auch Antworten zu geben und das Hinterfragen in Glaubensdingen auch zuzulassen. Es ist ja schon besser geworden. Dennoch, es war lange Fakt in unserer Kirche, glauben, nicht fragen, gar nicht drüber reden, einfach nur glauben. Das sitzt noch so drin, daß auch unter den Jüngeren durchaus der eine oder andere noch Schwierigkeiten hat, sich einer vernünftigen Gesprächskultur zu stellen. Da gibt es also Nachholbedarf und es muß auch geübt werden. Hoffen wir, es gibt bald gute Fortschritte.

Dania
13.08.2010 21:45
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