NAK Elternforum - mächtig was los hier!


NAK Elternforum - mächtig was los hier! » Glaube in der heutigen Zeit » Bibelzitate » 8./9.9.2010 - Galater 6, 3.4 » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Zum Ende der Seite springen 8./9.9.2010 - Galater 6, 3.4
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
fred
unregistriert
8./9.9.2010 - Galater 6, 3.4 Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

5,13 – 6,10 BEFREIT ZUR LIEBE

5,13 – 5,15 Liebe als Realisierung von Freiheit
13 Geschwister, ihr seid zur Freiheit berufen! Doch gebraucht eure Freiheit nicht als Vorwand, um die Wünsche eurer selbstsüchtigen Natur zu befriedigen, sondern dient einander in Liebe. 14 Denn das ganze Gesetz ist in ei­nem einzigen Wort zusammengefasst, in dem Gebot: „Du sollst deine Mitmenschen lieben wie dich selbst.“ 15 Wenn ihr jedoch ´wie wilde Tiere aufeinander losgeht,` einander beißt und zerfleischt, dann passt nur auf! Sonst werdet ihr am Ende noch einer vom anderen aufgefressen.
5,16 – 5,24 Fleisch oder Geist
16 Was will ich damit sagen? Lasst den Geist ´Gottes` euer Verhalten bestimmen, dann werdet ihr nicht mehr den Begierden eurer eigenen Natur nachgeben. 17 Denn die menschliche Natur richtet sich mit ihrem Begehren gegen den Geist ´Gottes`, und der Geist ´Gottes` richtet sich mit seinem Begehren gegen die menschliche Natur. Die bei­den liegen im Streit miteinander, und jede Seite will verhindern, dass ihr das tut, wozu die andere Seite euch drängt. 18 Wenn ihr euch jedoch vom Geist ´Gottes` führen lasst, steht ihr nicht mehr unter ´der Herrschaft` des Gesetzes. 19 Im übrigen ist klar ersichtlich, was die Auswirkungen sind, wenn man sich von der eigenen Natur be­herrschen lässt: sexuelle Unmoral, Schamlosigkeit, Ausschweifung, 20 Götzendienst, okkulte Praktiken, Feindse­ligkeiten, Streit, Eifersucht, Wutausbrüche, Rechthaberei, Zerwürfnisse, Spaltungen, 21 Neid, Trunkenheit, Fress­gier und noch vieles andere, was genauso ´verwerflich` ist. Ich kann euch diesbezüglich nur warnen, wie ich es schon früher getan habe: Wer so ´lebt und` handelt, wird keinen Anteil am Reich Gottes bekommen, dem Erbe, das Gott für uns bereithält. 22 Die Frucht hingegen, die der Geist Gottes hervorbringt, besteht in Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, 23 Rücksichtnahme und Selbstbeherrschung. Gegen solches ´Ver­halten` hat kein Gesetz etwas einzuwenden. 24 Nun, wer zu Jesus Christus gehört, hat seine eigene Natur mit ih­ren Leidenschaften und Begierden gekreuzigt.
5,25 – 6,10 Leben im Geist
25 Da wir also durch ´Gottes` Geist ein ´neues` Leben haben, wollen wir uns jetzt auch auf Schritt und Tritt von diesem Geist bestimmen lassen. 26 Wir wollen nicht überheblich auftreten, einander nicht provozieren und nicht neidisch aufeinander sein!
Kap. 6, 1 Geschwister, wenn sich jemand zu einem Fehltritt verleiten lässt, sollt ihr, die ihr euch von Gottes Geist führen lasst, ihm voll Nachsicht wieder zurechthelfen. Dabei muss aber jeder von euch auf sich selbst achtgeben, damit er nicht auch in Versuchung gerät. 2 Helft einander, eure Lasten zu tragen! Auf diese Weise werdet ihr das Gesetz erfüllen, das Christus uns gegeben hat. 3 Wer sich jedoch einbildet, er sei etwas Besonderes – ob­wohl er in Wirklichkeit nichts ist –, der belügt sich selbst. 4 Vielmehr soll jeder sein eigenes Tun überprü­fen! Dann kann er sich mit dem rühmen, was er selbst tut, und muss sich nicht mit anderen vergleichen. 5 Jeder hat nämlich seine ganz persönliche Last zu tragen. 6 Wer in der Lehre des Evangeliums unterrichtet wird, soll mit allem, was er besitzt, zum Lebensunterhalt seines Lehrers beitragen. 7 Macht euch nichts vor! Gott lässt keinen Spott mit sich treiben. Was der Mensch sät, das wird er auch ernten. 8 Wer auf den Boden seiner selbstsüchtigen Natur sät, wird als Frucht seiner Selbstsucht das Verderben ernten. Wer dagegen auf den Boden von Gottes Geist sät, wird als Frucht des Geistes das ewige Leben ernten. 9 Lasst uns daher nicht müde werden, das zu tun, was gut und richtig ist. Denn wenn wir nicht aufgeben, werden wir zu der ´von Gott` bestimmten Zeit die Ernte einbringen. 10 Solange wir also noch Gelegenheit dazu haben, wollen wir allen Menschen Gutes tun, ganz besonders denen, die wie wir durch den Glauben zur Familie Gottes gehören.
(NGÜ – Neue Genfer Übersetzung; Titel: GNB – Gute Nachricht Bibel Senfkornausgabe; Überschriften: D. Lührmann „Der Brief an die Galater“ S.86/88/95)

Der dritte Briefteil (5,13 – 6,10)

enthält eine das Thema „Freiheit“ entfaltende Paränese*. Christliche Freiheit verwirklicht sich in der Lie­be (5,16-24); sie trifft angesichts der Alternative von „Fleisch“ und „Geist“ (5,16-24) die Entscheidung für ein Leben im Geist (5,25-6,10).
(von Jürgen Roloff aus „Einführung in das Neue Testament“, S.127, Reclam, 2007; *: [1] Mahnschrift, Ermahnungsschrift, Mahnpredigt, [2] die Nutzanwendung einer Predigt)

Leben im Geist

(V.2) Das ist eine andere Formulierung für das Liebesgebot von 5,14, und „gegenseitig“ [NGÜ: „einander“] schließt wohl ein, daß man auch selber bereit ist, sich die eigenen Lasten abnehmen zu lassen und nicht mehr der zu sein, der meint, heroisch immer nur anderer Lasten mittragen zu sollen.
Paulus bezeichnet das als Erfüllung des „Gesetzes Christi“, wie er beim Liebesgebot vom Erfüllen des Gesetzes sprach … Das „Gesetz Christi“ ist nur möglich durch die Freiheit von dem Gesetz, das am Sinai gegeben wurde.
Solcher Verzicht darauf, den anderen lediglich als Maßstab zur Feststellung der eigenen Überlegenheit zu benut­zen, schließt die eigene Selbstüberschätzung aus (V.3). Selbstprüfung soll sich auf die Betrachtung des eige­nen Werks beschränken (V.4). Sie braucht sicherlich keineswegs immer nur zu einem negativen Resultat zu führen, wie eine lange Tradition religiöser Praxis der Selbsterforschung vorgibt. Aber der Wert des eigenen Han­delns liegt eben nicht darin, daß es jedenfalls immer noch ein bißchen besser ist als das der anderen, sondern in einer nüchternen Bestandsaufnahme dessen, was man getan hat, was dabei herausgekommen ist und was zu tun bleibt.
(von Dieter Lührmann aus Zürcher Bibelkommentare, Der Brief an die Galater, S.96/97, TVZ, 1978)

meine persönlichen Gedanken zum Bibelwort und für den Gottesdienst

In Römer 5,5 schreibt Paulus: denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.
Damit ist ganz klar der Zusammenhang zwischen dem Heiligen Geist und der Liebe Gottes in uns aufgezeigt. Das Leben in und aus dem Heiligen Geist ist ein Leben in und aus der Liebe Gottes. Der Glaube in und aus dem Heiligen Geist ist ein Glaube in und aus der Liebe Gottes.

In und aus der Liebe Gottes er­wächst jedem einzelnen Christen Gottes Freiheit. Es ist eine Freiheit
- von Sünden,
- vom Getrennt-Sein von Gott,
- von Bedingungen für Gottes Heil,
- von Vorurteilen,
- vom Richten anderer,
- vom Vergleichen mit anderen (vgl.V.4),
- von zwischenmenschlicher Konkurrenz,
- von festgeschriebenen Lehren und Gesetzen.

Augustinus schrieb: liebe – und dann tue, was du willst ! Solange ich in und aus der Liebe zu Gott, zu mir selbst und zum Nächsten lebe und glaube, kann ich tun, was ich will – das nenne ich Freiheit! Da werden alle Lehren und Gesetze hinfällig:
1. weil ich sie automatisch erfülle,
2. weil Liebe jedes Mal neues und anderes Handeln erfordert – Liebe ist von außen nicht kontrollierbar.

Mehr als Liebe ist nicht notwendig, um in Jesu Wesen und seinen Umgang mit seinen Nächs­ten hin­ein zu wachsen.

Jede Predigt, die nicht die Liebe als Grundhaltung und als Ziel hat, verfehlt Jesu Vorbild und Wil­len. Dazu gehört die bedingungslose Annahme jedes Zuhörers, ohne Vorwürfe, ohne bedrängende Rück­schau und mit unbedingtem Zutrauen in das richtige Handeln jedes Hörers. Wer das nicht will, der bildet sich auto­matisch ein, er wäre etwas Besonderes, obwohl er in Wirklichkeit nichts ist, der belügt sich selbst (vgl.V.3) und sei­ne Nächsten. Jeder, wirklich Jeder, ist es wert, geliebt zu werden und so behandelt zu werden, besonders in Got­tesdienst und Seelsorge!

Liebe trägt mit und weiß, dass auch sie in Liebe getragen wird – das ist schon unter Men­schen so. Noch viel mehr ist es bei Gott so: er trägt dich und mich und wenn man doch fällt, kann man nur in die liebende Hand Gottes fallen.

Wer in und aus Gottes Liebe lebt, braucht sich nicht prüfen, denn liebend lebt er so, wie Gott es will, d. h. nach dem Evangelium Jesu und in Jesu Wesen. Beginnen kann man mit einer Haltungsände­rung zur Liebe hin und ersten Versuchen in und aus der Liebe Gottes zu handeln, den Rest gibt Gott dazu.

Ich wünsche uns allen einen zur Liebe befreienden Gottesdienst
Fred
08.09.2010 01:39
Dania
unregistriert
Liebe Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zu diesem Thema möchte ich mit einem kleinen Erleben antworten.
In meiner Gemeinde durfte ich etliche Jahre unter der Leitung eines sehr lieben, in seiner Art sehr feinen Diirigenten singen.
Dieser Dirigent und Priester bekleidete im Beruf eine hohe, verantwortungsvolle Position, in der Gemeinde war er sehr angesehen, sehr gemocht. Er strahlte Ruhe, Gelassenheit aus, hatte sehr viel Verständnis für seine Mitmenschen und war in seiner Rede stets sehr vorsichtig. Das hat mich z. B. sehr beeindruckt, auch nachdenklich gemacht, und ich habe mir vorgenommen zu jenem Zeitpunkt, ihm nachzueifern, weil ich es einfach ganz angenehm empfunden habe, wie wissend dieser Mann war und dennoch wie vorsichtig in seiner Rede gegen jedermann. Er war ein Vorbild, wie man es nicht häufig erlebt.
Noch keine 60 Jahre alt, erkrankte er sehr schwer. Von da an war er nicht mehr fähig zu sprechen, er mußte im Rollstuhl sitzen und auch geistig war er nicht mehr der, den ich und viele andere gekannt hatten.
Dennoch, er hat jeden Gottesdienst ausgekauft und wenn wir Geschwister ihm die Hand reichten, dann leuchteten Seine Augen und die alte Strahlkraft konnte abgeschwächt an ihm wahrgenommen werden. Er hat das Gebot, liebe deinen Nächsten wie dich selbst und Gott über alles,mit Taten gefüllt.
Es ist ein nachhaltiger Segen, solche Vorbilder gehabt zu haben.

Dania
08.09.2010 11:10
Baumstruktur | Brettstruktur
Gehe zu:
Neues Thema erstellen Antwort erstellen

Aktive Themen im NEF
Thread Gestartet Zugriffe Antworten Letzte Antwort
Neulich in Bayern (Forum: Fun-Ecke)   Heute, 13:18 von Waage   26 2   Heute, 15:25 von Waage  
Sind neu hier!! (Forum: Gottes besondere Kinder )   05.07.2006 23:02 von Berg   1.723 40   Heute, 08:10 von Waage  
11 Dateianhänge enthalten Wetterbericht (Forum: Kaffeeklatsch)   21.11.2008 16:51 von mr.s   7.393 1.866   Heute, 00:02 von Excalibur  
Laptop spinnt (Forum: Rund um den PC)   Gestern, 17:38 von Stier   27 3   Gestern, 23:58 von Excalibur  
typisch Katze ?? (Forum: Fun-Ecke)   13.11.2007 09:15 von    424 26   Gestern, 17:25 von Stier  

NAK Elternforum - mächtig was los hier! » Glaube in der heutigen Zeit » Bibelzitate » 8./9.9.2010 - Galater 6, 3.4

Views heute: 2.150 | Views gestern: 2.536 | Views gesamt: 9.624.879