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Gundula Engels
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Ein herzliches Hallo an ALLE, die mit "Besonderen Kinder" zu tun haben.

Kinder, die ein Merkmal mit auf ihren Lebensweg bekommen haben, den man auf den 1. Blick nicht sieht.

Z.B. Entwicklungsverzögerungen, Lernstörungen, Epilepsie, Autismus, ADS/ADHS, Stoffwechselerkrankungen, Gendefekte, Zwänge, etc.

Angesprochen sind alle Eltern solcher besonderen Kinder aber auch die Lehrkräfte, die im Kinderunterricht mit diesem Thema konfrontiert werden.

Unter http://www.inbeki.de/ könnt Ihr Euch über uns informieren. Wir freuen uns sehr über Eurer Interesse und auch regen email-Verkehr.

Schaut auch mal unter Terminen nach. Wir treffen uns bald und es sind noch Betten frei :-))) Z.Zt. sind 40 Personen angemeldet!

Liebe Grüße

Eure Gundula
08.09.2010 11:10
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Ich finde das eine tolle Sache.

Herzlich willkommen im Forum, Gundula.

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Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt
tosamasi

08.09.2010 11:48 tosamasi ist offline E-Mail an tosamasi senden Beiträge von tosamasi suchen Nehmen Sie tosamasi in Ihre Freundesliste auf
Gundula Engels
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Dankeschön! Ich freue mich, auch im Namen der gesamten Initiative, wenn das Thema regen Zuspruch erfährt. Dein Sinnspruch sagt es sehr schön aus: Nur der Einfältige fürchtet die Vielfalt.
Darf ich den Spruch auf unserer Homepage mit integrieren? Er sagt sooo viel aus und gibt "Munition" für eine rege Diskussion und viele neue Gedankenansätze.

Schließlich: Was ist schon Normal oder wer legt eigentlich eine Norm fest? Ist es nicht schön, wenn wir alle unterschiedlich sind? Und jeder hat doch irgendwie seine Ecken und Kanten ;-)))))

Darum haben wir in unserem Logo auch "gottgewollt anders" geschrieben.

Wichtig bei Allem ist immer, das alle Kinder und somit später auch Jugendliche und Erwachsene angenommen werden, so wie sie sind.

Danke für Deine Antwort Tosamasi
08.09.2010 12:04
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Hallo Gundula,

klar darfst du.

Ich bewundere die Geduld der Eltern mit ihren besonderen Kindern und auch die Ausdauer. Manchmal denke ich, dass diese Kinder mehr Liebe bekommen, als die "normalen" und sicherlich manche auch mehr zurück geben. Das habe ich jedenfalls bei Kindern mit Down-Syndrom beobachtet.

Die Schwelle zum "erwachsen" werden ist bei den besonderen Kinden in der Regel keine Lösung von den Eltern. Gänzlich ist es die sowieso nie, aber eben doch ein bisschen anders und sicher keine einfache Situation.

Man muss den Eltern hohen Respekt zollen und kann ihnen nur viel Kraft wünschen.

__________________
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08.09.2010 12:18 tosamasi ist offline E-Mail an tosamasi senden Beiträge von tosamasi suchen Nehmen Sie tosamasi in Ihre Freundesliste auf
fazerBS fazerBS ist weiblich
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Hallo Gundula und herzlich willkommen im Forum. In wieweit ist diese Initiative mit den Handicapped Kids aus NRW involviert? Ist das eine Alternative / Ergänzung / anderes Bundesland?

Ich begrüße es ungemein, wenn diese Kinder ein Forum und auch die notwendige Unterstützung aus dem Umfeld bekommen und stehe selbst in dem Thema drin: als Sonntagsschullehrkraft und Mutter.
08.09.2010 12:27 fazerBS ist offline E-Mail an fazerBS senden Beiträge von fazerBS suchen Nehmen Sie fazerBS in Ihre Freundesliste auf
Gundula Engels
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Tosamasi, ja es ist oftmals ein großer Gewaltakt für die betroffenen Eltern. Auch wir sind betroffen. Unser Sohn hat Entwicklungsverzögerungen und hatte eine starke Epilepsie aufgrund eines Impfschadens (jedoch mit alternativer Medizin absolut geheilt).
Doch die Schule ist sehr schwierig und unsere Nerven liegen schon mal platt. Doch- wie Du schon geschrieben hast, diese Kinder geben soooooviel zurück, dass sie einfach deshalb schon so wunderbare und besondere Kinder sind. Doch das sehen eben nicht alle so. Sie sind eben anders, und damit setzt sich nicht jeder gern mit auseinander.

WIR ARBEITEN DARAN !!!! ;-))))))

So, lieben Dank auch für Deine Antwort FazerBS!

Wir haben nicht direkt etwas mit Hndicapped Kids zu tun, da sich diese Initiative mehr um die "offensichtlichen Behinderungen" kümmert. Wir haben wohl Kontakt dazu, doch der Wunsch wurde geäußert, nochmals zu unterscheiden, um was für Besonderheiten es sich handelt.

Das ist auch sehr wichtig für die Kinder, auch wenn wir sehr aufgeschlossen sind, beides auch einmal zusammen zu bringen.
Doch der Erfahrungsaustausch wird immer schwieriger, je mehr unterschiedliche Behinderungen teilnehmen. So haben wir eben die Bezeichnung gewählt : Merkmale, die man auf den 1. Blick nicht erkennt. Man sollte das nicht unterschätzen, darin genau liegt nämlich die Schwierigkeit. Die Kinder werden oft überfordert, da man ihnen die Besonderheit nicht ansieht. Erst, wenn man sich mit dem Kind beschäftigt, fällt es auf. Im Unterricht z.B. an den Leseschwierigkeiten oder der mangelnden Aufnahmefähigkeit.

Die Initiative ist zunächst bundesweit. Das Treffen auf der Wasserkuppe im Oktober ist bunt gemischt. Von Brandenburg über Niedersachsen, NRW über Rheinland-Pfalz bis Baden-W. ist alles vertreten. Wir freuen uns schon sehr.

Wir begrüßen es aber sehr, wenn dann einzelne Gebietskirchen Gesprächskreise bilden. Das erleichtert die Anfahrt und den Geldbeutel ;-))

Da es uns eigentlich erst seit Pfingsten diesen Jahres gibt, sind wir ganz am Anfang und freuen uns über jede Unterstützung und auch viele Beiträge.

Lieben Gruß in die Runde

Gundula
tt
08.09.2010 12:44
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Hallo Gundula,

das mit der nicht vorhandenen Offensichtlichkeit leuchtet ein.

Kleines Beispiel: Meine jüngste Tochter war als Kind sehr groß für ihr Alter und sah ca. zwei Jahre älter aus, als sie war. Als sie fünf war, fragte mich mal jemand im Urlaub, ob sie behindert sei, sie könne ja noch nicht mal rechnen.
Von da ab flocht ich immer vorsichtshalber ihr Alter ein. Augenzwinkern

Heute ist sie selbst Mami (und sieht eher jünger aus, als sie ist smile ) einer für ihr Alter ziemlich groß gewachsenen Tochter, weshalb sie diese frühzeitig eingeschult hat.

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von tosamasi: 08.09.2010 14:38.

08.09.2010 14:38 tosamasi ist offline E-Mail an tosamasi senden Beiträge von tosamasi suchen Nehmen Sie tosamasi in Ihre Freundesliste auf
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Hallo Gundula,

eine tolle Seite habt Ihr da. Ich habe gleich mal ein Lesezeichen reingelegt.

Ich selbst habe einen Sohn mit ADHS und Asperger-Syndrom und kenne die Probleme, die das anders sein mit sich bringen. Für andere nicht ersichtlich, warum das Kind sich so verhält, wird es schnell als Erziehungsfehler abgestempelt.

Inzwischen ist mein Großer in Therapie. Auch in unserer Gemeinde habe ich Aufklärungsarbeit geleistet und aus dem Unverständnis ist Verständnis geworden. Die Sonntagsschule leite ich selbst und da kann ich mit dem Verhalten meines Großen gut umgehen.

Bei Gelegenheit kann ich auf der inbeki-Seite gern mal einen Erfahrungsbericht schreiben.

Ich bin selbst noch im Andersweltforum aktiv. Ich weiß nicht, ob Du es kennst.

LG Andrea

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08.09.2010 20:08 Mama-Schaf ist offline Homepage von Mama-Schaf Beiträge von Mama-Schaf suchen Nehmen Sie Mama-Schaf in Ihre Freundesliste auf
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@Gundula: Nun ja, ich hatte Handicapped Kids nicht so verstanden, dass es sich nur um "offensichtliche" Behinderungen handelt, denn es werden ausdrücklich auch Menschen mit AD(H)S, Rheuma, chronischen Erkrankungen, ... dort mit eingeladen.

Wobei das "offensichtlich" und "nicht offensichtlich" auch schon wieder so eine Sache ist.

Habe mir die Seite mal verlinkt. Aber eigentlich ist jedes Kind "besonders" Pfeif
09.09.2010 10:10 fazerBS ist offline E-Mail an fazerBS senden Beiträge von fazerBS suchen Nehmen Sie fazerBS in Ihre Freundesliste auf
Gundula Engels
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Hallo fazerBS,

ich gebe Dir vollkommen recht - jedes Kind ist etwas ganz Besonderes!
Und doch gibt es einen großen Unterschied.
Hast Du ein völlig gesundes Kind, dann ist es leider/oder selbstverständlich so, dass Du viele Dinge als gegeben hin nimmst!
Es ist eben ganz "normal", dass Dein Kind abends einschläft und morgens wieder gesund aufwacht - dass es sprechen lernt und im GD. still sitzen bleibt (irgendwann) - dass es lesen und schreiben lernt - dass es gut wächst und die Organe super funktionieren. Im schlimmsten Fall bekommt es mal einen Hustensaft - aber keine Hammermedikamente!
Und es ist auch o.k., dass man sich darüber nicht unbedingt große Gedanken macht.
Ist es nicht so, dass wenn man dann von einem kranken Kind hört, man erst merkt, wie schön das alles ist?

So, und nun zu den Kindern, bei denen eben nicht alles ganz selbstverständlich läuft. Im GD. wird man evtl. schief angeschaut, weil das Kind so zappelt, jähzornig ist oder sich eben nicht so gut ausdrücken kann. Vielleicht weint es oft und ist irgendwie unzufrieden. Was nun?

Und trotzdem ist das Kind aber vielleicht "besonders" liebevoll zur Mutter, da es große Dankbarkeit verspürt - der "Draht" zu den Eltern ist besonders intensiv, weil man sich super kümmern muß. Nichts läuft von alleine! Für jeden Entwicklungsschritt ist man doppelt dankbar, man freut sich über jede Kleinigkeit - und wenn es nur ist, dass das Kind endlich gelernt hat ein Puzzle ohne Hektik ganz alleine zu puzzlen.

Und es ist ein Unterschied, ob man es direkt sehen kann (Rollstuhl etc.) oder nicht. Denn das Umfeld vergleicht mit den anderen Kindern, und kann einfach nicht nachvollziehen, warum das Kind anders "tickt".

Nun zu den Handicapped-Kids.

Ich war noch nicht bei den Treffen. Das muss ich fairerweise sagen. Doch mir haben Betroffene gesagt, dass es vermehrt um Behinderungen geht, die offensichtlich sind. Der Wunsch ist an mich herangebracht worden, eine seperate Gruppe zu bilden. Auch größere Kinder/Jugendliche suchen mehr "Ihresgleichen".

Wir möchten uns nicht als "Konkurenz" sehen, sondern als Ergänzung.

Hinzu kommt, dass Eltern bei den von uns beschriebenen Krankheiten sehr viele Hemmungen haben, damit in die Öffentlichkeit zu gehen. Es ist ein langer Schritt, bis man überhaupt eine Diagnose hat. Das ist auch noch anders gegenüber den offensichtlichen Behinderungen.
Hoffnungen werden zerstört - manchmal erst im Schulalter!
Damit muss man erst einmal zurechtkommen. Wir möchten sensibel machen und ganz vorsichtig Mut machen!

Je mehr gleiche Krankheiten sich "finden", umso schöner ist es für die Eltern und auch für die Kinder.

Ich hoffe, dass ich Deine Bedenken ein wenig auflösen konnte.

Ganz liebe Grüße und vielen Dank für Deine ehrlichen Äußerungen.

Gundula
10.09.2010 11:07
fazerBS fazerBS ist weiblich
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@Gundula: ich kenne das Problem bestens - und von zwei Seiten wie schon geschrieben.

Viele Kinder mögen auch nicht "behindert" genannt werden.

Leider wird man oft von der Gesellschaft, Institutionen, etc. "behindert", wenn man nicht ins Raster passt.

Weiß nicht von wem der Spruch stammt: "Behindert ist man nicht, behindert wird man."
10.09.2010 11:35 fazerBS ist offline E-Mail an fazerBS senden Beiträge von fazerBS suchen Nehmen Sie fazerBS in Ihre Freundesliste auf
Gundula Engels
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Hallo Mama Schaf,

schön, dass Dir die Seite gefällt. Entschuldige, aber irgendwie habe ich wohl das Antworten vergessen..... verwirrt .

Nein, ich kenne das Forum nicht, werde aber schnell mal nachschauen.
Ich bin immer sehr interessiert, was man noch alles dazulernen kann.

An Alle: Macht doch in Eurem Umfeld einmal Werbung für uns.
Wir freuen uns, wenn sich diese Initiative richtig gut rumspricht.
So kurbeln wir überall Gespräche und Prozesse an.......es gibt immer noch soooooo viele, die sich einfach nicht mit "so komplizierten" Dingen beschäftigen möchten.....aber es gehört doch auch zu unserer Gesellschaft und in unsere Gemeinden Jo!

Ein schönes Wochenende in die Runde

Gundula
10.09.2010 16:51
Anja
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Ich finde es eigentlich auch richtig gut, das etwas zu trennen. Jo!

Denn in der heutigen Gesellschaft wird man sehr schnell abgestempelt und dementsprechend hoch sind die Hemmschwellen.

Ich bin nicht betroffen, ich kenne aber einen Teenager mit ADHS und würdest du ihn in eine Gruppe mit offensichtlich Behinderter (soll keinerlei Abwertung sein) stecken - er würde ausrasten.

Was verständlich ist - denn oft sind diese Begriffe von der Umgebung doch negativ besetzt.

Er sagt immer: Ich bin anders und nicht krank oder behindert.

LG Anja wech
10.09.2010 19:28
Gundula Engels
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Liebe Anja,

ja, Du hast genau den Nagel auf den Kopf getroffen. Wir sollten einmal die Kinder fragen, was sie darüber denken. Auch sie möchten nicht mit allen in einen Topf geworfen werden. Und das ist auch gut so smile

Dann noch etwas, was mir immer wieder unangenehm auffällt:

Wer ist denn behindert, und wer nicht? Sind wir im Grunde nicht alle
behindert? Niemand ist eben perfekt! Auch das ist gut so smile

Also wer gibt denn eigentlich den Maßstab vor? Unsere Gesellschaft ist sehr intollerant - schaut mal auf unsere Homepage www.inbeki.de
Unter der Rubrik VIP sind bekannte Persönlichkeiten mit besonderen Merkmalen. Also es können auch wichtige Persönlichkeiten unserer Gesellschaft anders sein. Da sagt komischerweise niemand etwas dazu.

Im Gegenteil - gerade weil diese Menschen ja auch Talente mitbekommen haben, sind sie sehr hoch angesehen.

Das bedeutet für mich z.B., dass man aus diesen Kindern die Talente herauslesen muß, um sie dann entsprechend zu fördern. Wir werden uns wundern, was da alles zu Tage kommt Jo! Laßt uns nicht so viel darüber sprechen, was diese Kinder nicht können, sondern wir sollten über das sprechen, was sie gut können.

Also, wir sehen in unserer Initiative die Möglichkeiten, über Therapien und Chancen aufzuklären und mit den vielen Vorurteilen aufzuräumen.

Anstatt Behinderung sagen wir eben Anderssein! Und damit sind ALLE
Menschen eingeschlossen. Jeder ist ANDERS als der ANDERE! Und das ist gut so!!!!!!!

Damit passt dann auch wieder der Spruch von tosamasi:

Nur der Einfältige scheut die Vielfältigkeit! Daumen hoch rechts
11.09.2010 16:00
Waage Waage ist weiblich
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Vorausgeschickt muss ich sagen, dass ich es sehr begrüßenswert finde, wenn solche Initiativen wie INBEKI gegründet und betrieben werde. Es gibt sicherliche noch sehr viel Informationsbedarf für "unsichtbare" Formen von Anderssein (ich drücke es jetzt einfach mal so aus smile )

Dabei gilt es immer noch zu unterscheiden - wie gehen Erwachsene mit "besonderen" Kindern um und wie gehen die Kinder untereinander um. Ich habe ja zwei Töchter, die verschiedentlich Kontakt zu ADS- bzw. AHDS-erkrankten Kindern. Ich weiss und verstehe, dass es sicher für die betroffenen Eltern und Kindern eine Riesenbelastung ist. Die andere Seite ist, dass meine große Tochter mehrmals mit verstauchtem Arm oder Fuß von der Schule nach Hause kam oder mit Prellungen, weil sie einem AHDS-Kind aus ihrer Klasse zum falschen Zeitpunkt "über den Weg gelaufen" ist. Da kann man dem Kind noch so sehr erklären, dass ihr Schulkamerad krank ist - die Freude an der Schule ist erstmal dahin. Ebenso die Freude an der Sonntagsschule, wenn dort ähnliche Dinge vorfallen.

Bewundernswert fand ich den Ausspruch meiner älteren Tochter über ihren Klassenkameraden: "Den xxx mag ich eigentlich sehr gern und es ist immer lustig mit ihm - nur dann nicht, wenn er gerade seine "fünf Minuten" hat." smile smile

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Waage


Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut, sondern dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt (A. de Saint-Exupery).
13.09.2010 08:34 Waage ist offline E-Mail an Waage senden Beiträge von Waage suchen Nehmen Sie Waage in Ihre Freundesliste auf
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Wenn mein Sohn seine "fünf-Minuten" hat, denn geht es auch schonmal hoch her. Allerdings wird das immer seltener, weil ich das nicht akzeptiere. Mir ist völlig klar, dass das mit seinem Asperger-Autismus zusammenhängt und er einfach nur in Ruhe gelassen werden möchte.

Ich sage ihm immerwieder, dass seine Ausraster ihm selbst Ärger bringen. Wir überlegen gemeinsam, was wir dagegen machen könnten. Mein Sohn hat sich echt gebessert. Früher war jeden Tag was. Jetzt rastet er zu Hause nur sehr selten aus und in der Schule wird es auch immer weniger.

Wenn man dem Kind auch noch sugeriert, dass es nichts für sein Verhalten kann, wird es nur schlimmer. Da spreche ich aus eigener Erfahrung.

LG Andrea

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14.09.2010 09:41 Mama-Schaf ist offline Homepage von Mama-Schaf Beiträge von Mama-Schaf suchen Nehmen Sie Mama-Schaf in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Zitat: Mama-Schaf

Wenn man dem Kind auch noch sugeriert, dass es nichts für sein Verhalten kann, wird es nur schlimmer. Da spreche ich aus eigener Erfahrung.

LG Andrea


Das hatte ich damals auch, zumindest bei dem Schulkameraden, vermisst: Dass nicht immer "'rausgehängt" wird, dass er an AHDS erkrankt ist und nichts dafür kann. Es ging zum Teil so weit, dass mein Mann und ich uns vom Schulleiter sagen lassen mussten, dass wir doch dann bitte schön unsere Tochter zu einem selbstbewussteren Menschen erziehen sollten, damit sie sich durchsetzen kann - so nach dem Motto: Selber schuld, wenn du Opfer bist! Erst nachdem wir massiv geworden sind und mit Strafanzeige wegen Körperverletzung drohten (was uns angesichts der Problematik eigentlich gegen den Strich ging) wurden Schritte eingeleitet und der Junge musste die Schule wechseln. Problem sicherlich nur verlagert, aber (St. Florian lässt grüßen) uns war es in diesem Fall recht.

Deshalb: Hut ab vor allen Eltern mit "besonderen" Kindern, die sich nicht hinter der Krankheit verstecken und mit der Besonderheit alles entschuldigen wollen sondern kämpfen tup4

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14.09.2010 12:00 Waage ist offline E-Mail an Waage senden Beiträge von Waage suchen Nehmen Sie Waage in Ihre Freundesliste auf
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Ihr Lieben,

das ist ein guter Gedanke Jo! - mit der Besonderheit alles entschuldigen zu wollen -

Das geht nämlich gar nicht. Erziehung muss trotzdem noch sein, auch wenn es tatsächlich manchmal schwer fällt. Irgendwie hat man als Mama auch immer so einen Beschützerinstinkt und neigt leicht zu Übertreibungen oder Untertreibungen Pfeif

Typisches Beispiel: Ein Kind bekommt nicht genügend Aufmerksamkeit von anderen Kindern - also nervt es andere mal mit Neckereien oder nervigen Störungen im Unterricht.

Falsch wäre es jetzt, die anderen Kinder zu beschuldigen, weil sie vielleicht nicht mit dem Kind spielen wollen. Nach dem Motto:
Spielt halt mit ihm. Warum macht ihr nicht was zusammen? Ihr seid eben selbst schuld!

Richtig ist: Mit dem Kind sprechen, dass es mit dem nervigen Verhalten nichts erreicht, oder das Gegenteil erreicht. Aufzeigen, wie es vielleicht
auf andere Weise mitspielen kann oder auf andere positiv wirken kann.

Ich weiß, dass das nicht immer leicht ist. Doch auch ein Kind mit besonderen Merkmalen kann das lernen!!!! Jo! .....wenn auch manchmal langsam... verwirrt

Übrigens neigen unsere Kinder auch oft geziel dazu, die Krankheit auszuspielen. Das bringt einen dann an den Rand des Wahnsinns !
Es dauert oft sehr lange, bis man dieses Spielchen durchschaut Patsch
Und dann muss man gleich gegensteuern!
Auch ich spreche hier aus eigener manchmal sehr bitteren Erfahrung.

Gruß in die Runde

Gundula
14.09.2010 12:48
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Zitat:
Zitat: Gundula Engels...
Übrigens neigen unsere Kinder auch oft geziel dazu, die Krankheit auszuspielen. Das bringt einen dann an den Rand des Wahnsinns !
Es dauert oft sehr lange, bis man dieses Spielchen durchschaut Patsch
Und dann muss man gleich gegensteuern!
Auch ich spreche hier aus eigener manchmal sehr bitteren Erfahrung.
...


Ja, diese Erfahrung habe ich auch gesammelt Pfeif Bis dahin habe ich ihn auch mit seinem Anders sein entschuldigt. Irgendwann wurde mir klar, dass er das selbst für alles als Ausrede nimmt. Da habe ich dann den Schlussstrich gezogen.

Ich habe ihm erklärt, dass ich verstehe, dass manches ihm ganz schwer fällt, ich aber nicht akzeptiere, wenn er durchdreht. Mein Sohn sagt heute noch, dass ihm sein Gehirn das sagt und er das nicht steuern kann. Dann sage ich ihm: "Du bist der Boss! Du bestimmst über Dein Handeln und Tun! Wenn Dein Gehirn etwas anderes sagt, dann musst Du dagegen ankämpfen!"

Auch seine Lehrerin hat schon bemerkt, dass er hin und wieder so tut, als ob.

Auch wenn mein Sohn echt anstrengend ist, ich liebe ihn so sehr, dass ich ihn ständig knuddeln könnte (leider mag er das nicht smile ). Er bringt mich so oft zum Lachen, vor allem weil er immer alles sehr wörtlich nimmt.

Schönes Beispiel dazu: Letztens stand in seinem Hausaufgabenheft "Kopiergeld 7 Euro". Ich packe ihm das Geld ein und mein Großer meinte: "Nein, nein! Du musst das Geld kopieren!"

LG Andrea

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14.09.2010 21:26 Mama-Schaf ist offline Homepage von Mama-Schaf Beiträge von Mama-Schaf suchen Nehmen Sie Mama-Schaf in Ihre Freundesliste auf
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@Mama-Schaf bitte erkläre mir per PN den Autismus Deines Sohnes.

Danke

lg

Giggi
14.09.2010 22:28
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In der Klasse meiner Tochter sind Kinder, die "normal" sind und "andere" integriert. Sie haben auch einen Autisten, der eine Begleitung hat. Er hat z.B. ein großes Zeichentalent, muss aber im Unterricht immer wieder "auf den Punkt" gebracht werden. Natürlich hat er auch Therapien, ... Nun stehen die Praktika an, und er will keine Begleitung. So wird es gehandhabt: erst mal wird eine Begleitperson ernannt, die auch in dem Zeitraum zur Verfügung steht. Er geht allein, und wenn es nicht klappt, dann kommt die Begleitperson dazu.

Ich denke die Kinder wollen einfach "normal" sein in dem Alter. Sie wollen nicht "anders" behandelt werden als andere. Sie wollen sich selbst und ihrer Umwelt beweisen, dass sie es allein können. Gut, wenn das dann auch respektiert wird - aber auch ein "Notstopfen" da ist.

Albert Einstein soll Autist gewesen sein - hab ich in einem Buch über ihn gelesen. Er war für seine Umwelt wohl auch nie einfach. Damals gab es aber noch keine Therapien wie heute.

Eine "Besonderheit" als Entschuldigung? Nein, auf gar keinen Fall. Nur als Begründung für manche Dinge, die vielleicht gar nicht so funktionieren können. So wird ein Blinder nie den Text von einer Tafel lesen können - da muss er dann andere Hilfsmittel haben. Aber Lesen kann er lernen.

Am Verhalten kann jeder Mensch selbst arbeiten, ob Choleriker, AD(H)S-ler, Autist, Phlegmatiker, ...

Als Eltern(teil) kommt einem die nette Rolle des Peitschenschwingers Kloppe zu, wenn man dann mal wieder die Grenzen zu erweitern sucht. Wird von der Umwelt auch oft bekrittelt Haare raufen . Und die besonderen Kinder haben immer ihren besonderen Kampf: mit sich selbst, mit der Umwelt, mit den Problemen. Sie brauchen daher besondere Unterstützung.

Da jedes Kind "besonders" ist, ist das die Hauptaufgabe der Eltern: jedes Kind seinen Möglichkeiten entsprechend zu fördern und zu fordern.

Da sollte sich auch "die Kirche" nicht ausschließen. Ich kenne es nicht anders, als dass man sich um jedes Kind liebevoll bemüht.
15.09.2010 13:08 fazerBS ist offline E-Mail an fazerBS senden Beiträge von fazerBS suchen Nehmen Sie fazerBS in Ihre Freundesliste auf
Mok
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Kann Fazer da nur zustimmen.

Lieben Gruss Markus smile
15.10.2010 23:14
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