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Vater der Kinder redet kein Wort mehr mit mir?! |
Sommerfeeling unregistriert
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Hallo Ihr Lieben,
ich nutze diese Plattform, um einfach ein bisschen Frust loszuwerden, bzw. vielleicht kennt jemand diese Situation.
Seit 7 Jahren getrennt, seid 6 Jahren geschieden, die Kinder sind heute 10 und 12 Jahre alt. Sie gehen regelmässig alle 14 Tage am WE zu ihm. Er hat eine neue Familie, einen kleinen Sohn. Unser Verhältnis war "neutral" bisher. Vor 2 Wochen kam es zum Riesenstreit wegen Geld, Unterhalt, Schuldzuweisungen (ich hatte mich damals getrennt, da ein Zusammenleben nicht mehr möglich war). Ich war völlig verdattert, da ich meinen Ex noch nie so aggressiv, wütend und laut erlebt hatte. Er warf mich regelrecht aus seiner Wohnung. Leider bekamen die Kinder das alles mit, die seither verstört wirken und nichts und niemand an sie ranlassen. Mein Sohn hatte Geburtstag, der Papa kam (zum ersten Mal) nicht vorbei. Mein Sohn war sehr traurig und enttäuscht, eine Erfahrung, die ihm bisher erspart geblieben war und ich stehe fassungslos davor, da mein Ex jegliches Gespräch verweigert und mit mir - nach seinen eigenen Aussagen - nie mehr sprechen möchte. Er sieht sich als Opfer und die Depression, unter der er auch schon seit Jahren leidet scheint nun in Aggression umzuschwenken.
Es ist für mich sehr schwer auszuhalten und ich sehe die Kinder leiden, was mir fast das Herz zerreißt, denn sie kennen es, dass ihre Eltern geschieden sind, aber sie kannten es nicht, dass soviel Ablehnung und Hass dazukommt.
Ich würde mir jetzt Aufmunterung wünschen :-))
Danke
VG
Marlene
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08.07.2007 14:24 |
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Detlef
jenseits von gut und böse;-)


Dabei seit: 20.07.2005
Beiträge: 3.317
Gästebuch: aktiviert
Familienstand: Verheiratet Religion: neuapostolisch Herkunft: Essen (NRW)
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Hallo Marlene,
da fällt es schwer "aufmunternde" Wort für Dich zu finden. Sätze wie "das wird schon wieder" und "die Zeit heilt heilt die Wunden" sind zwar nicht unbedingt falsch, helfen jedoch in Deiner und Deiner Kinder Verfassung momentan nicht wirklich (Vielleicht können das nur ähnlich Betroffene richtig nachfühlen).
Ich denke, das Wichtige ist weniger DEINE Beziehung zu ihm sondern die Deiner Kinder zu Ihrem Vater mit viel Geduld und Spucke (Beten hilft oft auch
) wieder auf eine schöne und vertrauensvolle Basis zu stellen. Also wenn er mit Dir nichts zu tun haben will im Moment halte Dich vielleicht zurück und lass die Kinder sich vorsichtig wieder rantasten an den Papa. Das darf (und kann wohl auch nicht) mit "Hauruck" gehen...vielleicht ganz kleine Schritte, Telefonate usw. usw..
Irgendwann normalisiert sich dann (wenn nicht etwas wirklich krankhaftes vorliegt) vielleicht auch Euere Beziehung wieder so, dass die Kinder damit leben können.
Ich wünsche Dir viel Fingerspitzengefühl und ich versuche es dann mit dem Einzigen, was mir möglich ist:
ich bete für Euch!
liebe Grüße
Detlef
__________________ Mit der Liebe ist es, wie mit den Broten und Fischen bei der sogenannten Speisung der 5000:
Du hast scheinbar nie genug davon!
WANN fängst Du endlich an auszuteilen??
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08.07.2007 16:56 |
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zumfrankiboy unregistriert
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Aufmunterung
Tja was da Detlef so geschrieben hat, da ist was dran.
Leider fehlen mir und auch den Anderen die Hintergrundinformationen zum Streit.
Zum Streiten gehören immer zwei und es fällt dem Verletzten, der sich schuldlos fühlt am Streit besonders schwer, damit dann klar zu kommen.
Zeit ist ein geduldiger Faktor und kann auch ganz schön nerven.
Gebete können helfen.
Mir fällt gerade ein, dass ihr mal zusammen beten solltet, du und deine Kinder.
Es sollte ein Kind beten und dann hör dir mal an, was diesem auf dem Herzen liegt.
Vielleicht hilft es dir.
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08.07.2007 17:04 |
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Zaubermaus unregistriert
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Als Aufmunterung kann ich dir auch "nur" eine Umarmung und das Versprechen, fuer dich zu beten, geben.
Trennungsgeschichten sind immer schwierig, besonders, wenn sich der Hass und die Wut irgendwann auf das Verhaeltnis zu den Kindern uebertraegt, wie jetzt bei euch. Die Kinder koennen dieses Verhalten naemlich gar nicht deuten, bekommen Angst und sind verunsichert. Sie befuerchten, dass der Vater sie nicht mehr liebt.
Ich wuerde dir auch den Rat geben, dein Verhaeltnis zu deinem Exmann hinten an zu stellen und auch nicht mehr den Versuch zu machen, mit ihm zu reden. Er hat dir deutlich zu verstehen gegeben, dass er mit dir nicht (mehr) sprechen moechte.
Aber du solltest den Kindern 1. helfen, weiter an die Liebe ihres Papas zu glauben und 2. Kontakt zu ihm zu suchen. Sie koennten ihm einen Brief schreiben, in dem sie ihm sagen, dass sie ihn vermissen und lieb haben. Das duerfte ihn eigentlich nicht kalt lassen.
So haetten zumindest die Kinder eine Chance auf ein (gutes) Verhaeltnis zu ihrem Papa. Du musst ja theoretisch keines mehr zu ihm haben.
LG
Birgit
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08.07.2007 18:31 |
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Sonnenschein unregistriert
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Hallo Marlene,
haben Deine Kids schon mal versucht, ihren Papa telefonisch zu erreichen? Halte Dich selbst möglichst im Hintergrund. Wenn der Papa seine Kinder zur Zeit nicht sehen möchte, unternimm einfach selbst etwas mit den beiden, dann verspüren sie es vielleicht nicht ganz so stark.
Ich stell mal wieder fest, dass ich doch trotz allem Glück gehabt hab. Auch ich bin ein Scheidungskind und mein Vater wollte nie etwas von mir wissen, so dass ich ihn auch nicht vermisst habe.
Grüßle Birgit
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08.07.2007 20:03 |
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Helga unregistriert
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Hallo Marlene,
ich kann nun als Außenstehende nicht mehr sagen als all die Anderen.
Ich habe auch schon mal in ähnlicher Situation- ich meine mit Streit - nicht mit meinem Mann, damit bin ich jetzt fast 35 Jahre verheiratet - gesteckt.
Wenn nun per Telefon nichts mehr zu machen ist, warum schreibst du nicht persönlich einen Brief. Schreibe doch ruhig, dass es dir leid tut, wie nun dieser Besuch ausgegangen wäre. Vor allem wegen der Kinder und bitte deinen Ex doch, wenn schon nicht mit dir aber wenigstens mit den Kindern zu sprechen.
Dann würde ich - wenn ich ausgerechnet habe, dass er den Brief bekommen haben muss - die Kinder animieren doch mal den Papa anzurufen.
Ohne vorher mit ihm brieflichen Kontakt aufgenommen zu haben, könnte es sein, dass er sofort das Gespräch der Kinder beendet, denn nach so langer Trennung könnte er euch für eine "Einheit" halten. Und da du ja schreibst, dass er Depressionen hat oder hatte, reagiert er ja wahrscheinlich sowie so anders als wir es erwarten.
Ich denke mal, selbst wenn es nicht gerecht ist, um der Kinder wegen, kann man doch ruhig mal den untersten Weg gehen und sich auch mal entschuldigen, auch wenn man sich vielleicht gar nicht schuldig fühlt.
Deine Kinder sind nun eh im kritischen Alter und brauchen nun den Vater wohl noch mehr denn je zuvor.
Aber wie schon von Detlef geschrieben, wir sind hier alle Außenstehende und können eigentlich nicht wirklich alles optimal beurteilen und erst recht ist es schwer Ratschläge zu geben.
Dich aufzumuntern wird mir nun auch nicht gelingen, dafür ist nun auch die Situation zu verfahren.
Aber beten werde ich auch für dich, deine Kinder und die missliche Situation.
LG Helga
[geändert von Helga am [TIME]1183929221[/TIME]]
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08.07.2007 23:10 |
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Sommerfeeling unregistriert
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Hallo Ihr Lieben,
ich danke Euch allen für Eure mitfühlenden Worte. Mir ist schon klar, dass Aussenstehende nur bedingt einen Rat geben können. Aber es tut auch gut, einfach nur zu hören, dass es weitergehen kann.
Das Schlimme ist einfach nur, dass er die Kinder mit reinzieht, also den Kindern erklärt, wie schlimm ich sei und dass er plant, Deutschland mit seiner neuen Familie zu verlassen, da ich ihn so sehr mit meinem Gerede nerven würde, dass die Kinder natürlich Angst haben, ihn für immer zu verlassen - und wer ist die "Schuldige"?? Na, ich, klar. Das macht mich auch so wütend.
Aber es sind jetzt schon wieder einige Tage vergangen, die Zeit mildert die Wut und auch den Schmerz,ich bin mit meinen Jungs viel im Gespräch, wir kuscheln und ich habe auch wieder Hoffnung, dass sich alles wieder so regelt, dass die Kinder weiterhin ihren Papa sehen können, ihn liebhaben können und ich mich im Hintergrund (wie die letzten 7 Jahre eigentlich auch schon) halten werde.
Danke für Eure Mut-Mach-Worte.
liebe Grüsse
Marlene
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09.07.2007 10:46 |
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