Excalibur
jenseits von gut und böse;-)


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Frére Rogér schrieb:
| Zitat: |
Im Evangelium sagt Jesus eines Tages zu den Jüngern: „Laßt die Kinder zu mir kommen! Menschen, die ihnen gleichen, gehört das Reich Gottes.“
Ist Christus nicht gerade denen zugänglich, die im Herzen einfach sind?
In allem ein innerer Friede, Ein Jahresbegleitbuch von Frère Roger, Taizé. Verlag Herder. |
Ich denke weder die Person von Frére Roger noch das verwendete Zitat müssen näher vorgestellt werden. Interessanter ist der Vergleich der Kinder und das die, die im Herzen einfach sind, Christus am nächsten wären.
Was sagen uns diese Zeilen?
Ich möchte dem vorran einmal meine Gedanken dazu niederschreiben.
Oftmals hört man im Zusammenhang mit diesem Wort, man solle doch kindlich gläubig sein, nachfolgen, eigene Gedanken hinten an stellen und so manches mehr. Ich denke das ist aber damit nicht gemeint. Wie sind denn Kinder? Glauben die etwas? Folgen die nach? Mitnichten, einem Kind kann man desöfteren sagen, dieses und jenes ist heiß und man solle es nicht anfassen, es wird vergebens sein, das Kind wird es ausprobieren wollen, ein Kind glaubt nichts, es will seine Umwelt erfahren. Ein Kind hat aber Vertrauen, es vertraut darauf das es immer zu seinen Eltern kommen kann, in jeder Lebenslage, auch wenn es sich mal wieder selbst in Schwierigkeiten gebracht hat.
Bei dem Gedanken an Kinder und das Himmelreich musste ich automatisch an eine Gruppe Kinder aus verschiedenen Ethnien denken. Wie gehen diese Kinder um mit den offenschichtlichen Unterschieden in Hautfarbe, Geschlecht und auch Sprache?
Sicher werden die Unterschiede mit Interesse und Neugier betrachtet, aber schnell wird festgestellt, die oder der sieht zwar anders aus, aber sie sind genauso wie ich selbst und vieles was die da so erzählen, spielen und singen ist interessant, neu und muss unbedingt ausprobiert, übernommen werden.
Was hat aber nun das mit dem einfachen Herzen zu tun, ein einfaches Herz ist nicht erkennbar am Bildungsstand oder an der Treue zu einer Kirche oder am frommen Lebenswandel. Ein einfaches Herz ist ein unvoreingenommenes Herz. Betrachten wir doch noch einmal das Bild der Kinder, diese sind noch nicht geprägt von den Stereotypen die wir Erwachsenen verinnerlicht haben und oftmals auch an unsere Kinder weitergeben. Das alles finden wir dort nicht, wir finden nur Interesse und Akzeptanz, Unterschiede spielen keine Rolle, die Verschiedenheit wird zur Stärke der Gruppe.
Übertragen wir wir das nun auf das Geistige und das Glaubensleben. Wie unvoreingenomen geht man denn auf Unbekanntes zu?
Wie wird mit den Menschen umgegangen, die eine andere Meinung vertreten.
Wird Verschiedenheit denn akzeptiert oder wird nicht vielmehr ein Ideal favorisiert und alle haben sich danach zu richten?
Auch unter den Menschen wird denn erkannt das uns Menschen mehr verbindet als uns trennt. Nehmen wir doch einmal die drei großen monotheisischen Religionen, was verbindet sie und was trennt sie, wenn man es genau betrachtet verbindet sehr viel mehr als trennt, aber wird das wahrgenommen? Will man nicht allzuoft sein Profil schärfen und vergisst dabei genau das was Jesus sagte, habt ein einfaches Herz, seit wie die Kinder? Ist Christus nicht da wo Friede ist, wo die Menschen trotz so manchen Unterschiedes zusammenarbeiten und ihre Eigenheiten einbringen zum Wohle aller.
Schon Paulus wusste:
| Zitat: |
| Hier ist kein Jude noch Grieche, hier ist kein Knecht noch Freier, hier ist kein Mann noch Weib; denn ihr seid allzumal einer in Christo Jesu. Galater 3/28 |
Die Frage die sich daraus für die Zukunft ergibt: Vermitteln wir das auch unseren Kindern, dass Schwester und Bruder, auch wenn sie sich unterscheiden, genauso gut sind wie wir selbst?
Nun so mögen hier sich zahlreich Gedanken sammeln.
Falls dieses Thema und meine Gedanken als störend empfunden werden, so solle man dieses den Verantwortlichen antragen, da wird dann sicher eine vernünftige Lösung gefunden.
mit besten Grüßen
Excalibur
P.S. Ein gutes Beispiel für Gemeinsamkeit ist, dass das Buch von Frére Roger, einen studierten evangelischen Theologen im katholisch orientierten Herder Verlag veröffentlicht wurde. Ist nur ein kleines Beispiel, trotz aller Verschiedenheit hat man doch das gemeinsame Ziel erkannt.
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Excalibur: 11.08.2010 00:26.
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11.08.2010 00:16 |
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Alicia unregistriert
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Sehr schöne und treffende Gedanken
Wollte ich nur schreiben
,mehr geht gerade nicht.
Gruß.Alicia
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11.08.2010 08:41 |
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Dania unregistriert
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Lieber Excalibur,
herzlichen Dank für Deinen sehr schönen, tiefgründigen Beitrag. Er gibt Anlaß nachzudenken, zu reflektieren, wie sieht es bei mir ganz persönlich aus.
Ein einfaches Herz, daß ist etwas ganz Wunderbares, etwas das es möglich werden läßt jeden Menschen anzunehmen wie er ist, ohne wenn und aber.
Es sieht stets das Gute im Anderen, ist stets um Milde, Fürsorge, Zugewandtheit bemüht, ebenso aber auch um Verstehen des Anderen in seinem Denken, Verhalten und Erleben.
Ein einfaches Herz kann sehr viel Liebe schenken, kann vergeben, wenn ihm Ungutes widerfahren ist. Ein einfaches Herz ist ein Friedensbringer, etwas was man gar nicht hoch genug einschätzen kann.
Unterscheide, Verschiedenheit auf diversen Ebenen berühren ein einfaches Herz nicht dahingehend, den allgemeinen Stereotypen für solche Fälle zu entsprechen. Es nimmt den Menschen in seiner innersten Persönlichkeit wahr und erkennt, wir sind uns ähnlich, auch wenn uns manches trennt. Ein einfaches Herz überwindet also Gegensätze.
Es gibt das schöen Gedicht, dessen Text ich leider nicht mehr zur Verfügung habe - Dein Bruder ist so gut wie du -. Vielleicht kennt es jemand und kann es einstellen. Es würde gut zu diesem Thema passen.
Die Erkenntnis aus allem lautet für mich, kindlich gläubig, daß heißt, vertrauensvoll auf Gott, unseren Vater schauen und das Evangelium von Jesu mehr und mehr Raum in meinem Herzen gewinnen zu lassen.
Dania
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11.08.2010 10:50 |
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Niramelian

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Dein Bruder ist so gut wie du
Auch er sucht seiner Seele Ruh
Auch er hat seine Sorgen Last
So schlimm wie du die deine hast.
Er hofft, er plant und schafft
Wie du mit deiner ganzen Kraft.
Er wünscht Erfolg sich immer zu
Zu seinem Werk so wie auch du.
Dein Bruder hat verborgnes Weh
Im eigenen Gethsemane
Dort weint er oft und seufzt dazu
Und klagt und fleht so wie auch du.
Und wenn er etwas anders ist
Nach seiner Art als du es bist
Das lässt doch nicht das Urteil zu
Das er nicht ist so gut wie du.
Und ist er auch mal kreuz und quer
Bist du`s nicht auch so schlimm wie er
Drum liebe Ihn und laß es zu
Dein Bruder ist so gut wie du.
Dein Bruder will auch selig sein
Er wünscht zu lieben fromm und rein
Nimm es in acht und richt ihn nicht
Dein Bruder ist so gut wie du.
__________________ LG Silke
wer Schreibfehler findet darf sie behalten
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11.08.2010 11:19 |
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detlef
jenseits von gut und böse;-)


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@Dania: Dein Wunsch ist mir Befehl
:
Dein Bruder ist so gut wie Du, auch er sucht seiner Seele Ruh',
auch er hat seine Sorgenlast so gut wie Du die deine hast!
Dein Bruder hat verborgnes Weh im eigenen Gethsemane,
dort weint er oft und seufzt dazu und ringt und fleht, genau wie Du!
Er hofft und plant, er sorgt und schafft wie Du - mit seiner ganzen Kraft.
Er wünscht auch den Erfolg dazu bei seinem Werk - genau wie Du!
Und wenn er auch gleich anders ist in seiner Art, als du es bist;
das lässt noch nicht das Urteil zu, dass er drum schlechter sei als Du!
Und ist er manchmal auch verquer, - bist Du nicht auch so schlimm wie er?
Drum liebe ihn und lass es zu: Dein Bruder ist so gut wie Du!
........
Excalibur schrieb:
"Ein Kind hat aber Vertrauen, es vertraut darauf das es immer zu seinen Eltern kommen kann, in jeder Lebenslage, auch wenn es sich mal wieder selbst in Schwierigkeiten gebracht hat."
Ich denke, genau das! ist der Knackpunkt im Leben: nicht das Bewußtsein: ich habe es geschafft/ich bin der Größte sondern: mein Gott liebt mich so sehr, dass ich immer - und gerade den Augenblicken der Niederlage - zu ihm kommen kann ohne dass er mich wegstösst (wie ich es ja nach menschlichem Ermessen bestimmt hier u. da verdient hätte)
Excalibur schrieb:
"Ist Christus nicht da wo Friede ist, wo die Menschen trotz so manchen Unterschiedes zusammenarbeiten und ihre Eigenheiten einbringen zum Wohle aller."
Ich glaube, hier muß man vor dem Automatismus warnen: jedes Wer welches dem Frieden dient/ihn fördert wird von Gott bestimmt "freundlich" gesehen.. aber zufrieden kann er m.E. erst sein, wenn dieses Werk aus meinem mit seiner Liebe geprägten Herzen kommt. Das sollte mir innewohnen..sprich: ich handle selbstverständlich ohne mir jedes Mal sagen zu müssen: "das erfreut jetzt Gott" oder "weil Gott das so will"...diese Liebe sollte einfach Teil meines Wesens sein: dann habe ich möglicherweise dieses "einfache Herz"!
(im Gegensatz dazu kann auch durchaus Frieden aus "Berechnung" geschaffen werden)
Huch Silke: da warst Du einen Tick schneller als ich
ich lass es trotzdem stehen: doppelt gemoppelt hält besser
__________________ Mit der Liebe ist es, wie mit den Broten und Fischen bei der sogenannten Speisung der 5000:
Du hast scheinbar nie genug davon!
WANN fängst Du endlich an auszuteilen??
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von detlef: 11.08.2010 11:31.
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11.08.2010 11:29 |
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Excalibur
jenseits von gut und böse;-)


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Es gibt noch einen zweiten Aspekt: Freiheit.
Kinder sind frei, frei von den Konventionen und Regeln die wir uns selbst gegeben haben, gerade in unserem Verhältnis zu Gott.
Jesus gab uns drei Hinweise, liebt Gott, wer jemanden liebt, der kennt keine Berührungsängste. Zu oft wird darauf hingewiesen, man solle Ehrfurcht haben vor Gott, seine Majestät erkennen, alles richtig und gut, aber wer liebt redet und handelt anders. Da redet man Vertrauensvoll, sucht die Nähe und kniet nicht vor dem, den man liebt. Wenn Kinder beten, dann tun sie das ehrlich, so als würden sie mit einem ihrer Freunde reden, ich denke daran sollten wir Erwachsenen uns ein Beispiel nehmen und die selbst errichteten Schranken wieder abbauen. Wie soll Gott ein liebender Vater sein, wenn das Kind nicht zu ihm kommt sondern abstand hält und das Verhältnis mehr eins von Untergebenen und Herrscher ist.
Respektiert euch als Menschen untereinander, da wären wir dann wieder bei dem Unvoreingenommen sein und jeden Menschen anzuerkennen.
Als drittes dann, agiert wie Menschen, wir alle haben Bedürfnisse, Wünsche, Ziele, nehmen wir es an, leben wir frei. Jesus hat uns aus der Enge des Gesetzes befreit. Erinnern wir uns an all die Gebötlein der damaligen Zeit. Sicher war vieles nicht verkehrt und hatte seinen Sinn, aber es war unerheblich um Gott nahe zu kommen. Es spielt eben keine Rolle ob die Kleidung nun aus diesem und jenem Material besteht oder ob man sein Haupt bedeckt, rasiert oder nicht rasiert ist, alles Nebensache.
Jesus hat die Menschen davon befreit, aber was tun wir Menschen? Wir geben neue Regeln, sei es nun das man Heiraten müssen, dass dieser nicht mit dem, dass man dieses und jenes tun müsse um Gott wohlgefällig zu sein. Da sind wir dann wieder bei der Unfreiheit die nicht gewünscht ist. Gott hat uns als Menschen erschaffen und warum sollte er etwas schlechtes schaffen?
Nun sicher muss das menschliche Zusammenleben gewissen Regeln folgen, wahre Freiheit kann in diesem Zusammenhang nur im Rahmen des Gesetzes erlangt werden, aber auch das ist bekannt, wenn ein jeder Mensch seinen Nächsten respektiert und achtet, dann ist auch das problemlos.
Mehr aber nicht, all die kirchlichen Regeln, Lehrmeinungen, was denn nun göttliche Ordnung sei, so gesehen alles überholt und genau das hat die Theologie der letzten 50 Jahre auch festgestellt, es wird auch schon mehr und mehr umgesetzt.
Das einzige was zählt. eben wie bei den Kindern, ist das offene Verhältnis zu Gott und den Menschen.
Ich denke viele Menschen finden in ihrer Kirche Sicherheit, das ist auch nicht verkehrt, dennoch sollte man sich die Worte Benjamin Franklins im immer wieder mahnend vor Augen stellen: Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, der wird am Ende beides verlieren.
mit besten Grüßen
Excalibur
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11.08.2010 12:54 |
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Waage

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| Zitat: |
Original von Excalibur
Jesus gab uns drei Hinweise, liebt Gott, wer jemanden liebt, der kennt keine Berührungsängste. Zu oft wird darauf hingewiesen, man solle Ehrfurcht haben vor Gott, seine Majestät erkennen, alles richtig und gut, aber wer liebt redet und handelt anders. Da redet man Vertrauensvoll, sucht die Nähe und kniet nicht vor dem, den man liebt. Wenn Kinder beten, dann tun sie das ehrlich, so als würden sie mit einem ihrer Freunde reden, ich denke daran sollten wir Erwachsenen uns ein Beispiel nehmen und die selbst errichteten Schranken wieder abbauen. Wie soll Gott ein liebender Vater sein, wenn das Kind nicht zu ihm kommt sondern abstand hält und das Verhältnis mehr eins von Untergebenen und Herrscher ist.
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Ich meine: Das eine schließt das andere nicht aus. Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, in der meine Kinder klein waren. Sie habe damals ihre Eltern als allwissend und allmächtig wahrgenommen, uns aber dennoch unvoreingenommen geliebt, uns vertraut und alles mit uns vorbehaltslos besprochen.
Gehe ich mal von mir aus meine ich, gerade wenn ich meinen Himmlischen Vater als allmächtig, groß und erhaben ansehe, weiss ich doch umso mehr, dass ich ihm unbedingt vertrauen kann - er macht keine Fehler, lügt nicht und ist nicht, wie manche Menschen, auf seinen eigenen Vorteil bedacht - gerade deshalb kann ich "kindlich" zu ihm beten, ihm meine Anliegen sagen - er hört es und er hat die Kompetenz zu helfen. Mir ist schon bewusst, wenn ich bete, dass ich mich dann zu einem Gott hinwende, der in seiner Größe nicht fassbar ist. Aber diese Ehrfurcht lähmt mich nicht sondern ermuntert mich eher, ihm alles zu sagen.
__________________ Liebe Grüße
Waage
Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut, sondern dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt (A. de Saint-Exupery).
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11.08.2010 13:43 |
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detlef
jenseits von gut und böse;-)


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Ehrfurcht vor Gott hat nichts zu tun mit "zu Kreuze kriechen"...
ich denke, Du hast das gut beschrieben Waage
__________________ Mit der Liebe ist es, wie mit den Broten und Fischen bei der sogenannten Speisung der 5000:
Du hast scheinbar nie genug davon!
WANN fängst Du endlich an auszuteilen??
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11.08.2010 13:50 |
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Excalibur
jenseits von gut und böse;-)


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Ich habe so meine Sorge mit der Definition von Ehrfurcht, denn Ehrfrucht schafft Abstand.
Bleiben wir bei den Kindern, die nehmen oftmals ihre Eltern als allwissen und allmächtig war, es gibt nichts was Mutter und Vater nicht können, aber das ist keine Ehrfurcht.
Schauen wir doch Kinder an, wenn sie einem Würdenträger begegnen, wir Erwachsenen nähern uns dem nur langsam und halten immer gebührenden Abstand, eben weil wir Ehrfurcht haben, Kindern kennen so etwas nicht, Kinder sehen nur einen Menschen der etwas bewirken kann, aber sie rennen doch auf ihn zu, ganz unbefangen.
Seien wir doch genauso unbefangen in unserem Umgang mit Gott und auch den Menschen, das heißt ja nicht das man die Fähigkeiten und die Person nicht anerkennt, vielmehr schafft man eine gemeinsame Basis. Gott hat sich ja nun nicht selbst auf einen Thron gesetzt, das waren wir Menschen, das Gott sich mit uns auf Augenhöhe treffen will hat er ja schon durch Jesus bewiesen, warum also schaffen wir als Menschen wieder eine Grenze?
mit besten Grüßen
Excalibur
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11.08.2010 14:35 |
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Dania unregistriert
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Gott hat uns mit den Geboten ja auch Gesetze, Regeln, sozusagen aufoktroyiert, und wir sind gehalten, im Rahmen dieser Gebote/Gesetze uns zu bewegen, unser Leben zu gestalten. Tun wir das ganz selbstverständlich, tun wir es im Vertrauen zu Gott, unserem Vater. Wir wissen, ihm ist alles bekannt und weil das so ist, wissen wir auch, er liebt uns, auch dann, wenn wir seine Gebote mal übetreten. Sind wir dann reuige Sünder, so wird Gott das wohlgefallen.
Eine völlige Freiheit hat es eigentlich nie gegeben, und ich denke, die Menschen brauchen Gebote, Regeln, Gesetze, weil sie sonst dazu neigen würden sich zu Barbaren zu entwickeln.
Je mehr sich die Menschen, besonders beobachtbar in unserer heutigen Zeit, sich von Gott abwenden, seine Gebote als faulen Zauber abtun und dergleichen, desto mehr ist der Mensch aufgefordert sich Gesetze zu seinem eigenen Schutz zu geben und deren Einhaltung zu erzwingen unter Androhung diverser Strafen.
Ich denke, ein einfaches Herz, wie es Excalibur beschrieben hat und auch aus meinem nachfolgenden Beitrag zu entnehmen ist,wird sich frei fühlen in der Gewissheit von Gott geliebt zu werden, ihm voll vertrauen zu können und der Rahmen der göttlichen Gesetze ist ausreichend und wir geachtet.
Dania
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11.08.2010 14:36 |
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Excalibur
jenseits von gut und böse;-)


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Ich glaube nicht das sich die Menschen von Gott abwenden. Diverse Studien und Umfragen beweisen ja eben genau das Gegenteil, die Menschen suchen verstärkt nach Gott. Wovon die Menschen sich abwenden sind die Kirchen mit ihren Regularien und vermittelten Bildern, Kirchen erreichen eben die Menschen nicht mehr.
Als Wissenschaftler sehe ich den Dekalog eben auch nicht als Gottes Gravur auf Stein, eben weil ich um die Entstehungsgeschichte weiß. Das schließt aber nicht aus das ich den Dekalog als sinnvolle Einrichtung sehe, eben weil er recht klar strukturiert ist und sich mit dem respektiere und achte deinen Nächsten sehr einfach umsetzen lässt.
Die Menschen haben aber heute ein anderes Wissen. Heute wissen wir, Sexualität ist keine Sünde, es ist keine Sünde zweierlei Arten von Stoff am Körper zu tragen und wir wissen auch das zwischenmenschliche Beziehungen sich ändern. Heute wissen wir auch,wir sollen keinen steinigen, wenn er am Sonntag seinem Beruf nachgeht (wie denn auch, sollen wir Sonntags alle Kraftwerke schließen?)
Da sind wir wieder bei den Gefängnissen in die wir uns mit seltsamen und selbstgemachten Regeln einsperren, aus denen Jesus uns befreit hat.
Das ist eben das Bild von den Kindern, die kennen all diese Konventionen noch nicht und handeln eben frei und unbefangen, Wir Erwachsenen sollten öfter mal unsere Regeln und Konventionen auf den Prüfstand stellen.
mit besten Grüßen
Excalibur
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11.08.2010 14:46 |
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Pippilotta
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| Zitat: |
Original von Excalibur
Ich glaube nicht das sich die Menschen von Gott abwenden. Diverse Studien und Umfragen beweisen ja eben genau das Gegenteil, die Menschen suchen verstärkt nach Gott. Wovon die Menschen sich abwenden sind die Kirchen mit ihren Regularien und vermittelten Bildern, Kirchen erreichen eben die Menschen nicht mehr.
(...)
mit besten Grüßen
Excalibur |
Hej,
ich sehe das absolut anders, unerheblich der vermeintlichen Studien und Umfragen.
Ich sehe es so, als das die Menschen sich einen "Gott nach ihrem Gutdünken" suchen, gleich dem damaligen Volk, die sich ein goldenes Kalb bauten.
In unserer heutigen Zeit wird mit aller Macht versucht Gott zu vermenschlichen, und genau darin liegt die Gefahr!
Einen Gott der Liebe, wie es unser himmlischer Vater ist, den muss man nicht devot hinten rein kriechen, sondern reines Herzen suchen, annehmen und lieben - dann offenbart sich auch die göttliche Liebe in uns.Versuchen wir jedoch Gott auf "Augenhöhe" zu suchen, dann erniedrigen wir Gott und können seine Liebe gar nicht greifen, denn wir stellen uns dann über ihn.
Ehrfurcht bedeutet für mich, das ich mich fürchte aus seiner Gnade und Liebe zu fallen, weil ich mich versuche über seinen Willen zu stellen. Das hat nichts mit Knechtschaft zu tun, sondern mit dem Anerkenntnis das Gott allmächtig ist und Gedanken des Friedens mit uns hat.
Hej hej
Peter
__________________ Es wird aussehen, als wäre ich tot,
und das wird nicht wahr sein....
Und wenn du dich getröstet hast,
wirst du froh sein,
mich gekannt zu haben.
Du wirst immer mein Freund sein,
du wirst Lust haben, mit mir zu lachen.
Und du wirst
manchmal dein Fenster öffnen,
gerade so zum Vergnügen....
Und deine Freunde
werden erstaunt sein,
wenn sie sehen,
dass du den Himmel anblickst
und lachst.
„Antoine de Saint-Exupéry“
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11.08.2010 15:05 |
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Waage

Administratorin
     

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| Zitat: |
Original von Excalibur
Das ist eben das Bild von den Kindern, die kennen all diese Konventionen noch nicht und handeln eben frei und unbefangen, Wir Erwachsenen sollten öfter mal unsere Regeln und Konventionen auf den Prüfstand stellen.
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Darum geht es doch letztlich - unsere eigenen Regeln, unsere eingefahrenen Denkmuster auf den Prüfstand stellen, zu hinterfragen. Dass Erwachsene nicht so unbefangen reagiéren können wie Kinder war Jesus sicherlich auch bewusst, darum hat er ihnen Kinder als Vorbild gegeben und den Menschen gezeigt, wie unvoreingenommen und unverfälscht sie handeln. Er hat umgekehrt den Menschen ja nicht verboten, auf gemachte Lebenserfahrung zurückzugreifen. Aber er hat darauf aufmerksam gemacht, dass wir alle nicht nur in unseren eingefahrenen Gleisen, unserer Denke, bleiben sollen sondern uns fortentwickeln sollen.
Man sagt ja auch den besten und genialsten Forschern nach, dass sie kindlich neugierig geblieben sind, dass sie nicht das Erreichte als absolut Erreichbares ansehen oder allenfalls noch weiter entwickeln sondern dass sie völlig neue Wege suchen, von einer ganz neuen Seite an eine Sache herangehen. Dabei werfen sie sicherlich auch nicht ihre Erfahrungen über Bord sondern behalten diese im Hinterkopf.
__________________ Liebe Grüße
Waage
Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut, sondern dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt (A. de Saint-Exupery).
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11.08.2010 15:10 |
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dlareg
hat hier alles im Griff ...
 

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@ Pippilotta
Zuerst, warum sind das "vermeintliche" Studien und Umfragen?
Aber prinzipiell, ich sehe das nicht so, dass sich Menschen einen "Gott nach eigenem Gutdünken" machen, sondern viele können mit dem Gott, den Kirchen vermitteln, nichts mehr anfangen, und deshalb suchen sie sich eigene Wege. Das bedeutet nicht, sich den Weg leichter zu machen, denn der Gott, den Kirchen vermitteln, ist relativ leicht zu fassen. Und wenn klare Regeln durch Kirchen vorgegeben sind, dann hat man zumindest klare Vorgaben, was zu tun ist oder nicht.
Aber viele haben erkannt, dass das nicht der Weg sein kann. Und die Suche nach Gott ist viel aufwendiger, und auch das Leben nach diesen Regeln viel schwieriger, aber letztendlich auch viel erfüllender.
Und der Gott auf Menschenhöhe, das ist doch genau der Gott, der in der Vergangenheit immer vermittelt wurde. Der Gott mit menschlichen Eigenschaften, nachtragend, strafend usw.
Und den Gott der Liebe suchen, das ist was viele Menschen machen, und gerade das Verlangen nach dem Gott der Liebe wird von vielen Kirchen nicht gestillt. Und nach dem Gebot der Liebe leben ist ungleich schwerer als das Befolgen menschlicher oder krichlicher Gebote
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11.08.2010 16:21 |
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Excalibur
jenseits von gut und böse;-)


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Religion: keine Angabe
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Natürlich soll keiner seine Erfahrungen über Bord werfen, das wäre etwas unklug.
Aber es ist genau das was Waage schrieb, die derzeitigen Grenzen nicht immer als absolut hinnehmen, sondern nach dem streben was dahinter ist.
Kinder tun das, für die gibt es keine unüberwinbaren Hindernisse, würden sie diese sehen, dann würden sie sich nicht entwickeln, denken wir nur mal daran wie groß eine Treppenstufe war als Kind, man hat sich aber nicht gescheut diese zu überwinden.
Ähnlich sollte man doch heute mal mit den ganzen Konventionen und Richtlinien verfahren, nicht alles was so an geschriebenen und ungeschriebenen Gesetzen und Regeln existiert ist richtig und gut. Es fehlt nur oft der Mut sich dem zu stellen und auch mal gegen den Strom zu schwimmen.
Hier wurden Gedanken offenbar die mich etwas irritieren. Das Evangelium sagt uns ja, wir können nicht aus der Gnade und Liebe Gottes fallen, kein Vater, keine Mutter würde sein Kind verstoßen, nur weil es gerade Unsinn anstellt. Eben wegen solcher vermittelten Botschaften strömen die Menschen aus den Kirchen und suchen ihren Weg zu Gott und bauen damit eben nicht das Goldene Kalb, sondern sind wieder auf dem Weg des Ursprungs.
Probleme bereiten doch oftmals in den Regeln und Gebote, die da meinen Kausalitäten konstruieren zu müssen, sonst würde man nicht unter die Wirksamkeit Gottes gelangen.
Da ist er wieder der Punkt der Unfreiheit, es wird oftmals gesagt der Buchstabe tötet oder schließt ein, es ist der Buchstabe des sakrosankten Dogmas der tötet und die Wirksamkeit Gottes einschließt.
Es wäre schön wenn auch die Kirchen und deren Vertreter das langsam merken würden, es ist ja nun auch schon unter Theologen aller Richtungen unbestritten.
Allzumal uns Gemeinschaft wie Taizé eindrucksvoll vor Augen führen, dass vor allem junge Menschen die Verbindung zu Gott suchen, wenn man sie denn lässt und nicht in enge Kirchenmauern einzwängt.
Auch wenn ich jetzt die Terminologie vom Goldenen Kalb aufgegriffen habe, finde ich das doch etwas unschön. Es steht keinen Menschen zu, die Glaubensüberzeugungen anderer entsprechend konnotiert zu brandmarken.
Ein kleiner Satz zum Level, Gott wird auch nicht auf Augenhöhe gezogen, sondern er begibt sich zu uns auf Augenhöhe. Gott will keine Diener und Knechte, die alles was er sagt willenlos tun, sondern Gott will mit uns Menschen Gemeinschaft haben und mit uns unseren Lebensweg zusammen beschreiten, nicht als Kontrollinstanz sondern als väterlicher Freund.
mit besten Grüßen
Excalibur
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Excalibur: 11.08.2010 16:43.
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11.08.2010 16:22 |
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Pippilotta
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| Zitat: |
Original von dlareg
@ Pippilotta
Zuerst, warum sind das "vermeintliche" Studien und Umfragen?
Aber prinzipiell, ich sehe das nicht so, dass sich Menschen einen "Gott nach eigenem Gutdünken" machen, sondern viele können mit dem Gott, den Kirchen vermitteln, nichts mehr anfangen, und deshalb suchen sie sich eigene Wege. Das bedeutet nicht, sich den Weg leichter zu machen, denn der Gott, den Kirchen vermitteln, ist relativ leicht zu fassen. Und wenn klare Regeln durch Kirchen vorgegeben sind, dann hat man zumindest klare Vorgaben, was zu tun ist oder nicht.
Aber viele haben erkannt, dass das nicht der Weg sein kann. Und die Suche nach Gott ist viel aufwendiger, und auch das Leben nach diesen Regeln viel schwieriger, aber letztendlich auch viel erfüllender.
Und der Gott auf Menschenhöhe, das ist doch genau der Gott, der in der Vergangenheit immer vermittelt wurde. Der Gott mit menschlichen Eigenschaften, nachtragend, strafend usw.
Und den Gott der Liebe suchen, das ist was viele Menschen machen, und gerade das Verlangen nach dem Gott der Liebe wird von vielen Kirchen nicht gestillt. Und nach dem Gebot der Liebe leben ist ungleich schwerer als das Befolgen menschlicher oder krichlicher Gebote |
Hej,
alle Angaben zu Studien und Umfragen und nachvollziehbare Quellen sind für mich erst einmal vermeintlich. Argumentativ vorgebracht kommt man leicht in die Versuchung diesen Aussagen einen großen Wert zuzuschreiben ohne zu wissen nach welchem System diese Auskünfte erfragt worden sind.
Zum 2 Punkt (Gott der Kirchen):
Auch die Kirchen habe ich in meiner Ausführung einbezogen. Kirchen die sich teilweise Gott so drehen wie es ihnen passt. Luther hatte dieses am Beispiel des Ablaßhandels festgemacht (und an weiteren Merkmalen, aber das würde dieses Thema sprengen).
Dein letzter Absatz wäre diskussionswürdig, ich kann den gedanken zum Großteil folgen und sogar zustimmen, aber esgibt dabei auch einige Interpretation denen ich nicht zustimme (strafender, nachtragender Gott). Ja, die Kirche hat vieles instrumentalisiert um sich "unentbehrlich" zu machen, aber die Gesandten des Herrn sind unentbehrlich - das jedoch ist hier nicht Diskussionsgrundlage und würde wieder in einen "stillliegenden Nachbarthtread" führen.
Fakt ist:
Die heilige Schrift vermittelt uns 10 gebote, die ersten 3 behaneln unser Verhältnis zu Gott und die letzten 7 unser Wandel untereinander. Ich glaube nicht, das irgendjemand alle gebote ständig hält, aber sie gelten als Richtschnur. Das Bemühen segnet Gott. Unser Erkennen der eigenen Unvollkommenheit lässt uns Gott ehren, denn er ist vollkommen (ach, ich kann es nicht formulieren, hoffe jedoch, du verstehst was ich meine).
@ Excalibur,
ich lese deine Beiträge, primär den zuvor stehenden, und bin geneigt zu sagen: Richtig, dem folge ich - und dann ist da so ein kleiner Zwischenton, den ich aktuell nicht festmachen kann, der mich aber stark irritiert - vielleicht erläuterst du es genauer, ich kann dem nicht folgen.
| Zitat: |
| Ein kleiner Satz zum Level, Gott wird auch nicht auf Augenhöhe gezogen, sondern er begibt sich zu uns auf Augenhöhe. Gott will keine Diener und Knechte, die alles was er sagt willenlos tun, sondern Gott will mit uns Menschen Gemeinschaft haben und mit uns unseren Lebensweg zusammen beschreiten, nicht als Kontrollinstanz sondern als väterlicher Freund. |
Ich bedenke hierbei den Sündenfall mit der bis zum heutigen Tag gültigen Konsequenz und kann es von daher nicht nachvollziehen.
Hejdå
Peter
__________________ Es wird aussehen, als wäre ich tot,
und das wird nicht wahr sein....
Und wenn du dich getröstet hast,
wirst du froh sein,
mich gekannt zu haben.
Du wirst immer mein Freund sein,
du wirst Lust haben, mit mir zu lachen.
Und du wirst
manchmal dein Fenster öffnen,
gerade so zum Vergnügen....
Und deine Freunde
werden erstaunt sein,
wenn sie sehen,
dass du den Himmel anblickst
und lachst.
„Antoine de Saint-Exupéry“
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11.08.2010 16:42 |
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dlareg
hat hier alles im Griff ...
 

Dabei seit: 09.07.2010
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Das ist noch ein zweiter Aspekt, den ich vorhin eigentlich nicht beantworten wollte.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Gott uns aus seiner Gnade und Liebe fallen lässt. Er ist Liebe, und er liebt uns so wie wir sind, und diese Liebe kann nicht plötzlich aufhören. Die Gefahr wäre nur, dass wir seine Gnade und Liebe nicht mehr suchen würden. Und diese Gefahr könnte aus der Selbstgerechtigkeit, der Werkgerechtigkeit resultieren. Was uns wieder zur Eingangsfrage bringt: Lassen wir unser Herz sprechen oder befolgen wir Konventionen.
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11.08.2010 16:44 |
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Excalibur
jenseits von gut und böse;-)


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Es wäre hierzu hilfreich zu wissen, Sündenfall (das Buch Esra erwähnt ihn zwar, jedoch ist das ganze Buch Esra recht umstritten) und Erbsünde waren zu Jesu Zeiten vollkommen unbekannt, insofern dürfen wir davon ausgehen, das jene Begriffe ihre heutige Ausprägung erst durch Paulus und dann durch die Sündentheologie des kommenden Christentums. Es ist schon bezeichnend das die Evangelien keine Erbsünde und keinen Sündenfall erwähnen, dafür aber Gott als den Begleiter im täglichen Leben und allen Lebenslagen skizzieren.
mit besten Grüßen
Excalibur
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11.08.2010 16:52 |
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detlef
jenseits von gut und böse;-)


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kurzer! Einwurf:
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Original von Pippilotta
Ja, die Kirche hat vieles instrumentalisiert um sich "unentbehrlich" zu machen, aber die Gesandten des Herrn sind unentbehrlich - das jedoch ist hier nicht Diskussionsgrundlage und würde wieder in einen "stillliegenden Nachbarthtread" führen. |
....wenn Du damit "die Gesandten" meinst, die mir jetzt so spontan ins Hirn springen, ist diese Aussage oben ein Widerspruch in sich...aber wie Du schon schreibst: das wäre Gesprächsgrundlage in einem anderen thread und könnte außerdem schnellstens zum Ausschluß aus diesem Forum führen
__________________ Mit der Liebe ist es, wie mit den Broten und Fischen bei der sogenannten Speisung der 5000:
Du hast scheinbar nie genug davon!
WANN fängst Du endlich an auszuteilen??
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11.08.2010 17:10 |
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Michael
jenseits von gut und böse;-)


Dabei seit: 19.02.2006
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Beim Lesen der Zeilen kommt mir spontan in den Sinn: Kinder können auch grausam sein, wenn sie ihre Meinung ungefiltert und "platt" anbringen - wie manche Kritiker, die nicht empfinden können, wann es besser ist zu schweigen. Hat Gott sie deshalb weniger lieb? nein!
Im Gegenteil - man nimmt solche Kinder wahr und kümmert sich besonders um sie - schlecht wenn das nicht so ist -unser himmlischer Vater macht es auch so...
LG
Michael
__________________ Alles wird gut!
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11.08.2010 23:12 |
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Excalibur
jenseits von gut und böse;-)


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Also die Zuwendungen dürfen gerne behalten werden, sorry, aber neeeee......
Was die Gesandten Gottes angeht (die man an ihren Taten erkennen wird), es ist wie überall die sind austauschbar, auf die Botschaft kommt es an.
Da sind wie dann wieder bei den Konventionen, was nützt ein begabter Botschafter, wenn die Botschaft nichts taugt? Da macht es dann auch nicht die Sympathie für den Botschafter.
mit besten Grüßen
Excalibur
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11.08.2010 23:24 |
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Pippilotta
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| Zitat: |
Original von Excalibur
Es wäre hierzu hilfreich zu wissen, Sündenfall (das Buch Esra erwähnt ihn zwar, jedoch ist das ganze Buch Esra recht umstritten) und Erbsünde waren zu Jesu Zeiten vollkommen unbekannt, insofern dürfen wir davon ausgehen, das jene Begriffe ihre heutige Ausprägung erst durch Paulus und dann durch die Sündentheologie des kommenden Christentums. Es ist schon bezeichnend das die Evangelien keine Erbsünde und keinen Sündenfall erwähnen, dafür aber Gott als den Begleiter im täglichen Leben und allen Lebenslagen skizzieren.
mit besten Grüßen
Excalibur |
Hej,
eine sehr gut gewählte Kritik. Du hast Recht, den Begriff "Erbsünde" kennen die Evangelien nicht, aber....
Sowohl die orthodoxen, wie auch die evangelischen Kirchen anerkennen den Begriff der Erbsünde, wonach durch den Sündenfall die Trennung zu Gott stattgefunden hatte. Ausschließlich durch Jesus Christus kann diese Trennung wieder aufgehoben werden. Bis dahin gehen die christlichen Konfessionen konform, jedoch über den Weg Jesus Christus gibt es unterschiedliche Sehensweisen - aber auch das wäre ein anderes Thema.
Da Jesus die Unvollkommenheit der Menschheit aufheben möchte braucht er - und somit auch die Evangelien - nicht von der Erbsünde zu sprechen, vielmehr sprechen sie über die gesamte Verderbtheit der Welt, setzen also plastisch ein.
Apostel Paulus thematisierte den Sündenfall, bekannt dafür steht folgende Ausführung:
| Zitat: |
| Denn wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden |
1. Kor. 15,22
Führen wir die paulinischen Gedanken aus, so gelangt man dahin, als das alle Menschen die Möglichkeit haben sich zum Guten zu entscheiden - mit Hilfe und Gande Gottes! Die Erbsünde bezeichnet Paulus als Mangelzustand in unserem Verhältnis zu Gott. Hieraus ergibt sich für Paulus die Notwendigkeit der Erlösung. Diese wurde uns angeboten durch die Menschwerdung Jesus Christus! Durch Jesus Opfer können wir rein werden. Durch Hinnahme der Taufe unterliegen wir nicht mehr der Erbsünde, bleiben dieser aber trotzdem behaftet im sterblichen Wandel auf dieser Welt.
Ich denke daher, das deine obige Aussage zwar inhaltich stimmt, jedoch dem Kern des Christentums konträr gegenübersteht - das halte ich ebenfalls für wichtig zu wissen ;-)
__________________ Es wird aussehen, als wäre ich tot,
und das wird nicht wahr sein....
Und wenn du dich getröstet hast,
wirst du froh sein,
mich gekannt zu haben.
Du wirst immer mein Freund sein,
du wirst Lust haben, mit mir zu lachen.
Und du wirst
manchmal dein Fenster öffnen,
gerade so zum Vergnügen....
Und deine Freunde
werden erstaunt sein,
wenn sie sehen,
dass du den Himmel anblickst
und lachst.
„Antoine de Saint-Exupéry“
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12.08.2010 08:39 |
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Pippilotta
Administrator
     

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| Zitat: |
Original von detlef
kurzer! Einwurf:
| Zitat: |
Original von Pippilotta
Ja, die Kirche hat vieles instrumentalisiert um sich "unentbehrlich" zu machen, aber die Gesandten des Herrn sind unentbehrlich - das jedoch ist hier nicht Diskussionsgrundlage und würde wieder in einen "stillliegenden Nachbarthtread" führen. |
....wenn Du damit "die Gesandten" meinst, die mir jetzt so spontan ins Hirn springen, ist diese Aussage oben ein Widerspruch in sich...aber wie Du schon schreibst: das wäre Gesprächsgrundlage in einem anderen thread und könnte außerdem schnellstens zum Ausschluß aus diesem Forum führen |
Off topic:
Hier gelangen wir an die Crux der Prophetengeschichte. Schon im alten Bund wurden die priesterlichen Ämter aktiv, trachteten aber oftmals mehr nach ihren eigenen Vorteilen als nach dem Willen Gottes. Got berief Propheten, welche zuerst die Priester und dann das Volk wachrütteln sollten!
| Zitat: |
Höret des HERRN Wort, ihr Fürsten von Sodom! Nimm zu Ohren unsers Gottes Gesetz, du Volk von Gomorra! aber bei den Propheten zu Jerusalem sehe ich Greuel, wie sie ehebrechen und gehen mit Lügen um und stärken die Boshaften, auf daß sich ja niemand bekehre von seiner Bosheit. Sie sind alle vor mir gleichwie Sodom, und die Bürger zu Jerusalem wie Gomorra.
Die Missetat der Tochter meines Volks ist größer denn die Sünde Sodoms, die plötzlich umgekehrt ward, und kam keine Hand dazu.
Was soll mir die Menge eurer Opfer? spricht der HERR. Ich bin satt der Brandopfer von Widdern und des Fetten von den Gemästeten und habe keine Lust zum Blut der Farren, der Lämmer und Böcke.
Deines Opfers halber strafe ich dich nicht, sind doch deine Brandopfer immer vor mir.
Der Gottlosen Opfer ist ein Greuel; denn es wird in Sünden geopfert. Was frage ich nach Weihrauch aus Reicharabien und nach den guten Zimtrinden, die aus fernen Landen kommen? Eure Brandopfer sind mir nicht angenehm, und eure Opfer gefallen mir nicht.
Und ob ihr mir gleich Brandopfer und Speisopfer opfert so habe ich keinen Gefallen daran; so mag ich auch eure feisten Dankopfer nicht ansehen.
Wenn ihr hereinkommt, zu erscheinen vor mir, wer fordert solches von euren Händen, daß ihr auf meinen Vorhof tretet? Bringt nicht mehr Speisopfer so vergeblich! das Räuchwerk ist mir ein Greuel! Neumonde und Sabbate, da ihr zusammenkommt, Frevel und Festfeier mag ich nicht! Meine Seele ist feind euren Neumonden und Jahrfesten; ich bin ihrer überdrüssig, ich bin's müde zu leiden. Und wenn ihr schon eure Hände ausbreitet, verberge ich doch meine Augen vor euch; und ob ihr schon viel betet, höre ich euch doch nicht; denn eure Hände sind voll Blut.
Der HERR ist fern von den Gottlosen; aber der Gerechten Gebet erhört er.Siehe, des HERRN Hand ist nicht zu kurz, daß er nicht helfen könne, und seine Ohren sind nicht hart geworden, daß er nicht höre.
Wir wissen aber, daß Gott die Sünder nicht hört; sondern so jemand gottesfürchtig ist und tut seinen Willen, den hört er. Waschet, reiniget euch, tut euer böses Wesen von meinen Augen, laßt ab vom Bösen;
Doch spricht auch jetzt der HERR: Bekehrt euch zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen. Womit soll ich den HERRN versöhnen, mich bücken vor dem hohen Gott? Soll ich mit Brandopfern und jährigen Kälbern ihn versöhnen? Lernet Gutes tun, trachtet nach Recht, helfet dem Unterdrückten, schaffet dem Waisen Recht, führet der Witwe Sache.
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Jesaja 1, 10-17
Ich meine die Gesandten, die der Herr gesendet hat und die nach seinem Willen fragen und diesen verkündigen.
__________________ Es wird aussehen, als wäre ich tot,
und das wird nicht wahr sein....
Und wenn du dich getröstet hast,
wirst du froh sein,
mich gekannt zu haben.
Du wirst immer mein Freund sein,
du wirst Lust haben, mit mir zu lachen.
Und du wirst
manchmal dein Fenster öffnen,
gerade so zum Vergnügen....
Und deine Freunde
werden erstaunt sein,
wenn sie sehen,
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und lachst.
„Antoine de Saint-Exupéry“
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12.08.2010 08:48 |
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Udo
Forenmeister


Dabei seit: 04.05.2005
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Religion: neuapostolisch
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Vielleicht irre ich, es ist mein Eindruck, dass auch die hier geführte Diskussion nicht an der Sache, sondern auf Positionen (von Einzelnen) geführt wird. Wie geschrieben, es ist nur mein (gefühlter) Eindruck.
Das hier im Thema angeführte Gebot der „Gottes- und Nächstenliebe“ endet mit den Worten: „… und von ganzem Gemüt.“ Was heißt das? „Gemüt“.
Nehmen wir das „griechische“ Wort für ‚Gemüt‘ in seiner Bedeutung, so fordert Jesus zum verstandesmäßigen Denken auf und bezeugt und bestärkt damit den Willen Gottes.
Und gerade das ins Bild gerückte Kind kann nicht passender sein. Fragen, verstehen, begreifen, unvoreingenommen, versöhnen, … alles Verben und Adjektive, die treffender für den menschlichen Umgang nicht sein können.
Es bringt nicht wirklich etwas, sich auf Positionen des gelehrten Glaubens zurückzuziehen, um ein Thema zu besprechen.
Dieser Eindruck lässt sich auf viele Themenbereiche hier im Forum ausweiten.
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12.08.2010 09:20 |
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Excalibur
jenseits von gut und böse;-)


Dabei seit: 07.06.2007
Beiträge: 4.185
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Religion: keine Angabe
Themenstarter
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Es gab einmal diese Weisheit, wenn es nicht Jesus predigt, dann ist es nicht apostolisch, auch wenn es Paulus, Petrus und die Kirchen verkünden, so sinngemäß.
Ich bin mir bewusst das die Kirchen diese Theologie der Sünde anerkennen, dass macht es aber nicht besser. Jesus kannte keine Erbsünden und hat nie bezug darauf genommen, warum wird dann also so auf eine Trennung verwiesen, die der Sohn Gottes selbst nie erwähnt hat?
Ich denke es wäre sinnvoller den Fokus darauf zu setzen, dass ein jeder Mensch von Gott geliebt wird und mit ihm verbunden ist, auch wenn es einem selbst manchmal gar nicht bewusst wird, anstatt die Menschen laufend mit Sünde und Strafe zu konfrontieren, wobei sich die Definition von dem was Sünde sei auch beständig wandelt. Genauso wie die Menschen sich wandeln und das Christentum wandelt sich ja nun auch, nicht umsonst verlassen die Menschen das Korsett der Kirchen und suchen Gott außerhalb der Dogmatik.
Wir sind wieder ganz am Anfang, die christliche Theologie hat so einige Selbstläufer entwickelt, die dem Juden Jesus vollkommen fremd waren, das fängt schon mit Pfingsten und dem Heiligen Geist an. Es erscheint immer so, als wäre vor Pfingsten der Heilige Geist nicht auf Erden wirksam gewesen, dabei ist den Menschen seit Anbeginn der Schöpfung bewusst geworden und sie haben erlebt, dass eben dieser Geist auf der Erde wirkt. Warum also wurde das nicht berücksichtig? Wollte man sich als neu formierendes Christentum in ein besseres Licht rücken?
Das sind so kleine Punkte wo ich mich sehr persönlich frage, warum wollen Religion immer besser sein als die andere, gerade die abrahamitischen, denn die Glauben an den gleichen Gott, wäre es nicht eigentlich sinnvoller auf das verbindende zu konzentrieren?
Die Zerissenheit unter den Christen und die Profilierungsgier einiger möchte ich da gar nicht erwähnen. Wieso also wird einer der zentralen Punkte Jesu Lehre so wenig beachtet?
mit besten Grüßen
Excalibur
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12.08.2010 09:24 |
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Pippilotta
Administrator
     

Dabei seit: 26.07.2009
Beiträge: 767
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Familienstand: Verheiratet Religion: neuapostolisch Herkunft: In meiner Freizeit: Juanslycke / SE
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| Zitat: |
Original von Excalibur
(...)
Wir sind wieder ganz am Anfang, die christliche Theologie hat so einige Selbstläufer entwickelt, die dem Juden Jesus vollkommen fremd waren, das fängt schon mit Pfingsten und dem Heiligen Geist an. Es erscheint immer so, als wäre vor Pfingsten der Heilige Geist nicht auf Erden wirksam gewesen, dabei ist den Menschen seit Anbeginn der Schöpfung bewusst geworden und sie haben erlebt, dass eben dieser Geist auf der Erde wirkt. Warum also wurde das nicht berücksichtig? Wollte man sich als neu formierendes Christentum in ein besseres Licht rücken?
(...)
mit besten Grüßen
Excalibur |
Lieber Excalibur,
dein eingefügtes Zitat scheint aber hier die Crux zu sein, denn wir kommen immer wieder dorthin - und landen wieder in dem Thread, wo du meine Fragen nicht beantwortet hattest. Ich gehe davon aus, als das du dich durch meine Fragestellung drüben vielleicht angegeriffen fühltest, doch das sollte nicht sein, sondern es sollte in die Tiefe hineinführen.Sorry, aber das musste ich nochmal anbringen, denn wenn man wirklich richtig tiefgehend diskutieren möchten, dann kommen auch einmal unangenehme Fragen, bzw. Fragen, die schwer zu beantworten sind ;-) so hast du es doch im Studium auch gelernt, oder?
__________________ Es wird aussehen, als wäre ich tot,
und das wird nicht wahr sein....
Und wenn du dich getröstet hast,
wirst du froh sein,
mich gekannt zu haben.
Du wirst immer mein Freund sein,
du wirst Lust haben, mit mir zu lachen.
Und du wirst
manchmal dein Fenster öffnen,
gerade so zum Vergnügen....
Und deine Freunde
werden erstaunt sein,
wenn sie sehen,
dass du den Himmel anblickst
und lachst.
„Antoine de Saint-Exupéry“
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12.08.2010 09:34 |
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giggi unregistriert
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| Zitat: |
Original von Michael
Beim Lesen der Zeilen kommt mir spontan in den Sinn: Kinder können auch grausam sein, wenn sie ihre Meinung ungefiltert und "platt" anbringen - wie manche Kritiker, die nicht empfinden können, wann es besser ist zu schweigen. Hat Gott sie deshalb weniger lieb? nein!
Im Gegenteil - man nimmt solche Kinder wahr und kümmert sich besonders um sie - schlecht wenn das nicht so ist -unser himmlischer Vater macht es auch so...
LG
Michael
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Kinder sagen meisten was sie denken. Sie wägen nicht ab ob das Gesagte jetzt angebracht ist oder nicht.
Es ist ihnen auch nicht peinlich.
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12.08.2010 09:43 |
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Alicia unregistriert
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Hallo!
Ich möchte noch einmal auf den Anfangsbeitrag eingehen-da ich es gestern nicht konnte.
Auch wenn ihr schon einen Schritt weiter seid.
| Zitat: |
von Excalibur
Oftmals hört man im Zusammenhang mit diesem Wort, man solle doch kindlich gläubig sein, nachfolgen, eigene Gedanken hinten an stellen und so manches mehr. Ich denke das ist aber damit nicht gemeint. Wie sind denn Kinder? Glauben die etwas? Folgen die nach? |
Ich denke,das ist eins der Dinge,die in der NAK seit Generationen so vermittelt wurde und leider meist auch noch vermittelt wird.
Kindlich glauben-heißt blind glauben.
Ein gutes Beispiel,wie jede Kirche sich Bibelwörter dreht wie sie möchte.
Ich würde das auch eher mit offenem Herzen glauben übersetzen.
Zu mal das oft auch nicht einmal direkt auf Gott,sondern auf Amtsträger übertragen wird.
Bei uns im Kindergottesdienst damals wurde jede Frage so sofort unterbunden.
Wurde etwas gepredigt und jemand von den Kindern hatte eine Frage dazu-abgeblockt.
Als schlecht bewertet und man wurde schnell daran erinnert,du sollst doch kindlich glauben.
So wurde vielen Generationen vorgelebt-Fragen sind schlecht.
Ich weiß,das gerade manche der Älteren,das jetzt noch so drin haben und so oft nie gelernt haben,Fragen zuzulassen.
Und du hast völlig Recht:
Wer hat die "Warum-Frage" besser drauf als Kinder?
Sie wollen immer alles genau wissen und fragen auch bei mancher Regel-warum?Wozu?
Und das ist eben so wichtig für ihre Entwicklung-für ihr begreifen.Auch im Glauben.
Unterbindet man diese Fragen,fragen Kinder irgentwann nicht mehr offen.
Heißt das,sie haben dann keine Fragen mehr?Nein!
Sie haben nur gelernt,sie nicht mehr öffentlich zu stellen und es mit sich selbst abzumachen.
Ich glaube nicht,das so etwas gut für die Kinder ist.
Glauben vermittelt Kindern gut die Werte und ist in vielerlei Hinsicht positiv.
Starre Regeln und Verbote engen die Kinder aber in ihrem natürlichen,freien denken und erforschen ein.
Natürlich geht es nicht ganz ohne Ge und Verbote,das wissen alle Eltern-aber diese meine ich hier nicht.
Da kommt mir die Frage:
Möchte man von Herzen Gläubige oder nur treue Nachfolger ohne eigene Meinung?
Natürlich schließt blinde Nachfolge,Glaube von Herzen nicht aus-bevor es Protest gibt.
Aber muß nicht jeder seinen eigenen Weg finden?
Gott-wenn es ihn gibt-hat Kinder sicherlich nicht weniger lieb-nur weil sie Fragen und vielleicht auch mal Zweifel haben.
Aber genau das wird ihnen oft von Amtsträgern vermittelt.
Dabei-so meine ich-sind es die Amtsbrüder,die dann ein Problem mit dem Kind haben und nicht Gott.
Viel zu oft wird das zusammengeschmissen-gleichgesetzt.
Auch die gerne verwendeten unterschwelligen Drohungen.
Wenn du Ungehorsam bist-hat der Teufel es geschafft,ein Körnchen des Bösen in dir zu setzen.
Oder wenn du dies und jenes tust,könnte man aus Gottes Gnade fallen.
Das wirksamste war aber immer noch mit dem strafenden Gott zu drohen.
Ist es wirklich notwendig,zu solchen Mitteln zu greifen,um Kinder bei der Stange zu halten?
Ich denke nicht!
Brauchen Kirchen wirklich so starre Regeln,um ihre Mitglieder zu behalten?
Regeln,Verbote,die bis ins Privatleben reichen?
Und sind diese Regeln von Gott oder von Menschenhand gemachte Kirchenregeln?
Die meisten werden von Menschen gemacht sein.Jede Generation zwingt der Kirche ein Teil ihrer eigenen Vorstellungen und Ansichten auf.
Ich denke,gerade deshalb ist es auch so schwankend von Bezirk zu Bezirk.Von Gemeinde zu Gemeinde.
Weil es eben mit dem Apostel,Vorsteher usw steht und fällt.
Vieles schränkt die Freiheit im fühlen und denken ein-oder versucht es.
Ist das wirklich nötig?
Ich persönlich bin auch der Meinung,das es die Menschen eher im Glauben einschränkt und in ihrem unbefangenen Umgang mit Gott.
Glaube braucht keine Drohungen,Glaube braucht keine Regeln bis ins private.
Wer an Gott glaubt und danach lebt,wird schon seinen richtigen Weg finden.
Ich kann nicht an Gott glauben-das war mein Grund nicht mehr zur Kirche zu gehen.
Aber gerade dieses abblocken von Fragen,dieses als schlecht betiteln-weil man Fragen und Zweifel hatte.
Nie Antworten geben...
Das hat es sicher beschleunigt.
Aber öfters kenne ich das andere,hier auch genannte Beispiel:
Das viele nach wie vor an Gott glauben-aber mit einigen Dingen,die in der Kirche gepredigt werden,nicht einverstanden sind.
Oder es zu viele Einmischungen ins Private gab.
Es zu oft immer noch rüber kommt: Nur wir....
Kirchen sollten begreifen,das Glauben auch eine gewisse Freiheit braucht.
Da kann man es wieder gut mit Kindern vergleichen:
Enge sie zu sehr ein und sie werden dir irgentwann entgleiten.
Sie müssen austesten,Fragen dürfen-um ihren Weg zu finden.
Nur so erkennen sie,was für sie selber gut und richtig ist...
und nicht nur erzählt wird,das es für sie gut und richtig ist.
Freiheit im Glauben heißt auch,seinen Glauben erfahren und erforschen zu dürfen.
Für mich heißt Glauben an Gott,verbunden mit Nächstenliebe auch-das andere Konfessionen und deren Gläubige nicht schlechter sind.
Denn es vereint sie alle der Glaube an Gott.
Wird Gott nicht genau das auch sehen,fühlen-was der einzelne im Herzen trägt?
Sind es nicht eher die Menschen-welche diese Schranken und Mauern bauen?Schon bei den Kindern?
Gruß.Alicia
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Alicia: 12.08.2010 10:34.
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12.08.2010 10:33 |
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Dabei seit: 17.06.2009
Beiträge: 2.177
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Familienstand: Verheiratet Religion: neuapostolisch Herkunft: Ba-Wü früher NRW
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| Zitat: |
Original von Udo
Und gerade das ins Bild gerückte Kind kann nicht passender sein. Fragen, verstehen, begreifen, unvoreingenommen, versöhnen, … alles Verben und Adjektive, die treffender für den menschlichen Umgang nicht sein können.
Es bringt nicht wirklich etwas, sich auf Positionen des gelehrten Glaubens zurückzuziehen, um ein Thema zu besprechen.
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Lieber Udo, Dein Beitrag drückt aus, was ich auch versucht habe, in Worte zu fassen. (Gleichzeitig beweist es, dass der Herr es den Seinen quasi im Schlaf gibt, denn Dein Posting kam während meiner Kaffeepause
)
Den Schlenker vom unvoreingenommenen Kind über entbehrliche oder unentbehrliche Gesandte hin zur Erbsünde konnte ich nämlich auch nicht so ganz nachvollziehen...
Im Grunde war die Frage, die hinter dem Thema "einfaches Herz" steht, doch die: Wie nähere ich mich Gott? Wie offen bin ich für die Botschaft Jesu "Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst"? Bin ich da so offen und unvoreingenommen wie ein Kind? Kann ich mich Gott so vertrauensvoll nähern wie ein Kind?
| Zitat: |
| excalibur: Das sind so kleine Punkte wo ich mich sehr persönlich frage, warum wollen Religion immer besser sein als die andere, gerade die abrahamitischen, denn die Glauben an den gleichen Gott, wäre es nicht eigentlich sinnvoller auf das verbindende zu konzentrieren? |
(Fettung von Waage)
Ich glaube nicht einmal, dass eine Religion unbedingt "besser" sein will als die andere sondern eher, dass versucht wird, die "richtige" Religion zu sein. Und genau da fängt man doch an, sich zu verkopfen. Da muss man dann erklären, definieren, beweisen. Sicher- es wäre sinnvoller, sich auf das Verbindende zwischen den Religionen zu konzentrieren, aber sollte der erste Schritt nicht der sein, auf das Verbindende mit meinem "Mit-Gläubigen" sprich: mit meinem Nächsten zu sehen.
__________________ Liebe Grüße
Waage
Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut, sondern dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt (A. de Saint-Exupery).
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12.08.2010 10:35 |
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